21.02.2018

Die TU Dresden trauert um ihren Ehrensenator Prof. Günter Blobel

Günter Blobel © Archiv/Lutz Liebert Günter Blobel © Archiv/Lutz Liebert
Günter Blobel

© Archiv/Lutz Liebert

Der Ehrensenator der TU Dresden und Nobelpreisträger für Medizin, Prof. Günter Blobel, starb am 18. Februar 2018 nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren. Der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, würdigt den Verstorbenen: „Wir trauern um einen großen Wissenschaftler, der sich herausragend für die Entwicklung der TU Dresden und der Stadt Dresden eingesetzt hat – einen wahren Freund und großherzigen Gönner. Mit seinem Namen sind untrennbar die Etablierung des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik und des Bioinnovationszentrums in Dresden verbunden.“

Günter Blobel wurde 1936 im schlesischen Waltersdorf geboren und ging nach seinem Freiberger Studium in den 1950er-Jahren in die Bundesrepublik, wo er Medizin studierte und promovierte. Anschließend erwarb er einen Abschluss in Chemie in den USA und promovierte nochmals. Seit 1969 lehrte und forschte er an der New Yorker Rockefeller University.

Im Jahr 1999 erhielt Günter Blobel den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung, dass Proteine mit einer Signalsequenz ihren Ort in der Zelle finden. Einen Großteil des Preisgeldes stiftete er u.a. für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und der Dresdner Synagoge. Er war Gründungsmitglied und Präsident der Friends of Dresden und wurde im Jahr 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Am 19. Juni 2000 wurde Günter Blobel zum Ehrensenator der TU Dresden ernannt. Mit ihrer höchsten Auszeichnung brachte die Universität die große Wertschätzung für den Nobelpreisträger zum Ausdruck.

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Pressestelle
Letzte Änderung: 21.02.2018