15.05.2026
Erfolg für TUD: Millionenförderung der DFG für zwei Sonderforschungsbereiche
Hauptcampus der TU Dresden.
Inhaltliche Schwerpunkte sind die Straßeninfrastruktur und Mechanismen der Erkennung genetischen Materials
Erfolg für Forschende der Technischen Universität Dresden (TUD): Der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entschied in seiner Sitzung am 13. Mai 2026 die weitere Förderung zweier Sonderforschungsbereiche/Transregios mit Dresdner Beteiligung. Der an der Medizinischen Fakultät der TUD, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angesiedelte Sonderforschungsbereich/Transregio 237 „Nucleic Acid Immunity“ geht damit in seine dritte Förderperiode, der Sonderforschungsbereich/Transregio TRR 339 „Digital Twin Road – Physical-informational Representation of the Future Road System“ in seine zweite. Beteiligt sind hier Forschende der TUD und der RWTH Aachen University. Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben im Verbund und sollen damit der Schwerpunkt- und Strukturbildung an den antragstellenden Hochschulen dienen; sie werden maximal zwölf Jahre gefördert.
Straße in die Zukunft! - DFG fördert zweite Phase des Sonderforschungsbereichs/Transregio 339 „Digital Twin Road“
Im TRR 339 erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Grundlagen einer intelligenten, nachhaltigen und digital vernetzten Straßeninfrastruktur. Ziel ist die Entwicklung eines „Digital Twin Road“ – eines digitalen Abbilds des Gesamtsystems Straße aus Fahrzeug, Reifen, Fahrbahn und Verkehrsraum.
Der Forschungsverbund verbindet Bauingenieurwesen, Informatik sowie Verkehrs- und Gesellschaftswissenschaften. Mithilfe moderner Sensordaten und digitaler Methoden entsteht eine virtuelle Repräsentation des Straßensystems, die Analyse, Vorhersage und Steuerung des Verkehrs in neuer Qualität ermöglichen soll.
In der ersten Förderphase wurden zentrale Teilmodelle entwickelt. In der zweiten Phase sollen diese über standardisierte Schnittstellen zu einem umfassenden digitalen Abbild des Straßensystems zusammengeführt werden. Langfristig soll daraus ein vollständig steuerbarer digitaler Zwilling entstehen, der intelligente Verkehrssteuerung, nachhaltige Infrastrukturentwicklung und automatisiertes Fahren unterstützt.
Prof. Dr.-Ing. Michael Kaliske, Sprecher des SFB/TRR 339, unterstreicht: „Mit diesem SFB/Transregio bearbeiten wir in seinem umfassenden, komplexen Ansatz ein weltweit einzigartiges Projekt, getragen von der herausragenden Kompetenz des Teams.“
Der TRR 339 zählt zu den großen koordinierten Forschungsverbünden der DFG und stärkt die internationale Sichtbarkeit der deutschen Infrastruktur- und Mobilitätsforschung.
Weitere Informationen:
SFB/TRR 339 „Digitaler Zwilling Straße“: https://www.sfbtrr339.de/de/
Pressekontakt SFB/TRR 339:
Technische Universität Dresden – Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke
Prof. Michael Kaliske
E-Mail:
Telefon: +49 (0)351 463-34386
DFG fördert Immunforschung zur Nukleinsäure-Erkennung in Dresden, München und Bonn mit 14,6 Millionen Euro
Das Immunsystem steht ständig in Kontakt mit fremdem Erbgut: Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger bringen ihre Nukleinsäuren, also DNA und RNA, in den Körper ein. Spezialisierte Rezeptoren erkennen, ob es sich um körpereigenes oder fremdes genetisches Material handelt, und lösen im Falle eines Eindringlings eine gezielte Abwehrreaktion aus. Diese Balance ist lebenswichtig, da sie vor Infektionen schützt und zugleich verhindert, dass das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Gerät dieser Mechanismus aus dem Gleichgewicht und wird körpereigene DNA oder RNA als fremd erkannt, kann dies schwere Folgen wie chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen oder Tumorentstehung nach sich ziehen.
Vor diesem Hintergrund fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Sonderforschungsbereich/Transregio 237 „Nucleic Acid Immunity“ in einer dritten Förderperiode mit rund 14,6 Millionen Euro. Der Forschungsverbund, an dem die Medizinische Fakultät der Technischen Universität Dresden (TUD), die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn beteiligt sind, untersucht die Mechanismen der Erkennung genetischen Materials und deren Bedeutung für Gesundheit und Krankheit. Ziel ist es, neue Ansätze für die Diagnostik und Behandlung von Infektions-, Entzündungs- und Tumorerkrankungen zu entwickeln. Rund 4,1 Millionen Euro der Fördersumme entfallen auf den Standort Dresden unter der Leitung von Min Ae Lee-Kirsch, Professorin an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Leiterin der Molekularen Pädiatrie an der Medizinischen Fakultät der TUD sowie Sprecherin der dritten Förderperiode.
Weitere Informationen:
Sonderforschungsbereichs/Transregio 237 (SFB/TRR 237) „Nucleic Acid Immunity“
Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Min Ae Lee-Kirsch
Molekulare Pädiatrie
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und
Medizinische Fakultät an der Technischen Universität Dresden
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Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
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