Mar 09, 2026
Hochschulen als Innovationstreiber in der Mikroelektronik sichtbar machen: ForLab-Verbund veröffentlicht neuen Kompetenzatlas
Die „Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland“ (ForLab), zu denen auch die Technische Universität Dresden (TUD) gehört, haben den ForLab-Kompetenzatlas veröffentlicht. Die Plattform macht Hochtechnologie-Infrastrukturen und spezifische Expertisen im Bereich der Mikroelektronikforschung an deutschen Hochschulen sichtbar und zugänglich. Mit dem Start der Online-Datenbank erreicht das Projekt einen Meilenstein zur Stärkung der Fach- und Nachwuchskräftebasis für die Elektronik der Zukunft. Hinter dem Vorhaben steht Prof. Thomas Mikolajick, Professor für Nanoelektronik an der TUD. Gefördert wird ForLab vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Der Startschuss für den Rollout fiel auf der Fachtagung „Mikroelektronik-Forschung in Deutschland: von den Grundlagen zur Anwendung“ (FTME), die vom 4. bis 6. März 2026 in Bochum stattfand.
Prof. Thomas Mikolajick, Koordinator des ForLab-Projekts, erläutert: „Mit dem Kompetenzatlas schaffen wir erstmals eine deutschlandweite Sichtbarkeit der Forschungsinfrastrukturen und Fähigkeiten im Bereich Mikroelektronik an Hochschulen. Damit ermöglichen wir gezielt bessere Zusammenarbeit zwischen universitärer, außeruniversitärer und privatwirtschaftlicher Forschung und Entwicklung. Der ForLab-Kompetenzatlas ist mehr als nur ein Verzeichnis – er ist ein strategisches Werkzeug für alle, die Mikroelektronik in Deutschland voranbringen wollen. Er ist damit ein Kernelement der ForLab-Strategie, die darauf abzielt, Synergien zu heben, Talente zu fördern und Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen.“
Expertise und hochspezialisierte Infrastrukturen – auf einen Blick
Prof. Jens Müller, Leiter des Teilprojekts und Vizepräsident für Internationale Beziehungen und Transfer an der TU Ilmenau, unterstreicht: „Die Plattform richtet sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen – insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die gezielt nach Fachwissen, Geräte-Infrastruktur, technologischen Lösungen und Kooperationspartnern suchen. Sie stellt damit ein wichtiges Werkzeug für den Transfer in die Industrie dar.“
Mit der Freischaltung der Webseite ist die Entwicklung jedoch nicht abgeschlossen: Über einen Login-Bereich können die Mitglieder ihre jeweiligen Informationen aktualisieren und um Neuerungen ergänzen. Auch sind weitere Inhalte und Features für die Zukunft geplant. Prof Mikolajick gibt einen Ausblick: „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, den Kompetenzatlas bis zum Termin der FTME 2026 freizuschalten. Auf der Konferenz konnte er damit gleich einem ideal passenden Fachpublikum präsentiert werden und somit angemessene Aufmerksamkeit zu seinem Start erhalten. Nun kommt es auf alle Nutzerinnen und Nutzer an, mit ihren Erfahrungen im Umgang mit dem Werkzeug und ihrem Feedback an uns dazu beizutragen, das Tool weiterzuentwickeln und nach und nach so weit zu verbessern, dass er die unterschiedlichen Bedürfnisse optimal abdeckt."
Zum ForLab Kompetenzatlas: https://forlab-kompetenzatlas.tu-ilmenau.de/
Über ForLab
Das Projekt ForLab-NataliE hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Verbund deutscher Hochschulen mit Forschungsschwerpunkten in der Mikroelektronik zu etablieren. Diese vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Initiative schafft somit ein kollaboratives Netzwerk, das Forschung und praktische Anwendungen miteinander verbindet. Durch den Ausbau hochschulübergreifender Partnerschaften und die Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten will ForLab-NataliE den Fachkräftenachwuchs in Deutschland stärken und damit den Fortschritt in der Halbleiter- und Mikroelektronik-Technologie beschleunigen. Mit dem Schwerpunkt, die Sichtbarkeit der Mikroelektronikforschung an den Universitäten zu erhöhen, strebt ForLab danach, den Übergang innovativer Technologien in reale Anwendungen zu erleichtern und die nächste Generation von Forscher:innen über die traditionellen akademischen Grenzen hinaus zu fördern.
Weitere Informationen: www.forlab.tech
Kontakt:
Prof. Thomas Mikolajick
TU Dresden
Institut für Halbleiter- und Mikrosystemtechnik
E-Mail:
Stefan Helmerich
TU Ilmenau
Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) / ForLab Kompetenzatlas
Tel.: +49 3677 69-3416
E-Mail:
Matthias Hahndorf
TU Dresden
ForLab Wissenschaftskommunikation
Tel.: +49 351 463-42847
E-Mail: