07.11.2018

Neu und leistungsstark: die ersten TUD-Sportstipendiaten

Gruppenfoto Stipendiaten © Stefan Odenbach Gruppenfoto Stipendiaten © Stefan Odenbach

Die ersten Sportstipendiaten Elisabeth Lowke (Rudern), Moritz Kreuseler (Short Track, li. hinten) und Björn Günther (Gewichtheben, re. vorne) wurden von TUD-Kanzler Dr. Andreas Handschuh (re. hinten) begrüßt. Jessica Tiebel (Rennrodeln) und Jakob Dieckmann (Ultimate Frisbee) konnten wegen Trainingsaufenthalten im Ausland nicht am Fototermin teilnehmen.

Gruppenfoto Stipendiaten

Die ersten Sportstipendiaten Elisabeth Lowke (Rudern), Moritz Kreuseler (Short Track, li. hinten) und Björn Günther (Gewichtheben, re. vorne) wurden von TUD-Kanzler Dr. Andreas Handschuh (re. hinten) begrüßt. Jessica Tiebel (Rennrodeln) und Jakob Dieckmann (Ultimate Frisbee) konnten wegen Trainingsaufenthalten im Ausland nicht am Fototermin teilnehmen. © Stefan Odenbach

Sie sind in ihren Sportarten Leistungsträger und starten auch im Studium durch: Elisabeth Lowke, Jessica Tiebel, Jakob Dieckmann, Björn Günther und Moritz Kreuseler sind die ersten Sportstipendiaten der TU Dresden. Sie sind Leistungssportler in den Sportarten Rudern, Rennrodeln, Ultimate Frisbee, Gewichtheben und Short Track (Eisschnelllauf) und studieren in den Fakultäten Maschinenwesen, Elektro- und Informationstechnik, Bauingenieurwesen und Physik.

20 Studierende hatten sich auf die im Juli 2018 erstmals ausgeschriebenen, in dieser Form bundesweit einmaligen, Stipendien beworben. Voraussetzung für die Bewerbung für ein Stipendium waren weit überdurchschnittliche Studienleistungen gekoppelt mit hervorragenden Leistungen im Sport, die auf dem Niveau der Zugehörigkeit zum Landeskader oder vergleichbaren Leistungskadern nachgewiesen werden mussten. Auch soziales oder gesellschaftliches Engagement oder ein Engagement für den Hochschulsport der TU Dresden waren ein Kriterium.

„Studium und Leistungssport sind nicht immer leicht zu verbinden“, so TUD-Kanzler Dr. Andreas Handschuh. „Die Doppelbelastung von Studium und Training führen zu zeitlichen Restriktionen für Studentenjobs und zu zusätzlichen finanziellen Belastungen durch Wettkampfgebühren und Sportausstattung. Die TU Dresden will als Partnerhochschule des Spitzensports durch die Einrichtung dieser fünf einjährigen Sportstipendien unterstützend wirken und Leistungssportlern, die an der TU Dresden studieren, helfen, Studium und Sport optimal zu verbinden.“ Die Stipendiaten sollen mit Hilfe gezielter finanzieller Unterstützung in der Erreichung sportlicher und akademischer Höchstleistungen unterstützt werden.

„Wir waren über die Beteiligung bei dieser Premiere begeistert“, sagt Prof. Stefan Odenbach, Vorsitzender des Hochschulsportbeirats der TU Dresden, der gleichzeitig Studiendekan für den größten Studiengang Maschinenbau ist. „Diese Stipendien unterstützen die auch im Studium starken Leistungssportler an der TUD, sie entwickeln aber auch bereits jetzt schon Strahlkraft nach außen und stärken das Profil der TUD als attraktiven Studienort.“

Das TUD Sportstipendium ist auf ein Jahr angelegt und modular aufgebaut, um in idealer Weise den Bedürfnissen der Stipendiaten gerecht werden zu können. Es sieht eine finanzielle Unterstützung von monatlich 300 Euro sowie modular hinzuwählbare Hilfen für Wettkampfgebühren, Ernährung oder Sportausrüstung in einer Höhe von bis zu 2.400 Euro pro Jahr vor. Die Stipendien werden jährlich ausgeschrieben.

Kurzportraits der Stipendiaten:

Jakob Dieckmann

Sportart: Ultimate Frisbee
Trainiert für die Weltmeisterschaft im Juli 2019.
Studiert: Mechatronik
Motivation:

Trotz hohen Zeitaufwands für das Vorbereitungstraining und vorbereitende Turniere weiterhin gute Studienleistungen bringen!
„Im Jahr 2019 beginnt für mich die eigentliche Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Ich werde unter der Woche regelmäßig trainieren müssen und auch ein zusätzliches Fitnesstraining absolvieren, um im Juli 2019 zur WM in körperlicher Bestform zu sein. Zusätzlich zum alltäglichen Trainingspensum werden an den Wochenenden viele vorbereitende Trainings und Turniere mit dem Nationalteam stattfinden. Trotz des hohen Zeitaufwands für diese sportlichen Aktivitäten möchte ich den Anforderungen meines Studiums weiter gerecht werden können. Das bedeutet aber, dass mir keine Zeit mehr für bleibt für einen Studentenjob.Für das Sportstipendium bewerbe ich mich insbesondere, um die anstehenden hohen Wettkampfgebühren finanzieren zu können. Da es im Ultimate Frisbee keine Sponsoren gibt, müssen sowohl Teilnahmegebühren als auch Fahrtkosten von den Spielern getragen werden. Insbesondere begeistert mich am Frisbee der Fairplay-Gedanke bei trotzdem höchster sportlicher Intensität. Sogar auf internationaler Ebene ist Ultimate Frisbee ein Sport ohne Schiedsrichter, bei dem die Spieler selbst für das Anzeigen von Fouls verantwortlich sind. Der „Spirit of the Game“ hat dabei immer die höchste Priorität. Kleine Fouls und Unsportlichkeiten, wie man sie aus dem Spitzensport anderer Sportarten kennt, kommen nahezu nicht vor.“

Engagement: Trainer für Frisbee um USZ / hat neuen Sportkurs „Sport im Freien“ kreiert

Björn Günter

Sportart: Gewichtheben
Bundeskader des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber / 2016, 2017, 2018 Deutscher Mannschaftsmeister mit dem AV 03 Speyer in der Gewichtheber-Bundesliga / 2015/2016 Deutscher Juniorenmeister / 2017 bei den Aktiven Deutscher Vizemeister / 2017 erste internationale Erfahrung bei der U23 Europameisterschaft (10. Platz) / Mitglied der U23-Nationalmannschaft / 2018 Hochschul-Weltmeister im olympischen Zweikampf
Studiert: Werkstoffwissenschaft
Motivation: “Today I will do what others won't, so tomorrow I can accomplish what others can't” – Terry Rice
Sich durch stetige harte Arbeit im Training und in der Uni weiterzuentwickeln und Bestleistungen im Sport bzw. sehr gute Leistungen im Studium zu erzielen.
Grund der Bewerbung für das Stipendium: „Als Sportler in der Schwerathletik hat man einen sehr hohen Kalorienverbrauch während des Trainings und einen erhöhten Grundumsatz. Da ich mein Gewicht halten muss, sind teilweise mehrere Portionen notwendig, um den Kalorienbedarf zu decken. Auch die Wettbewerbskosten sind nicht unerheblich. Das Stipendium ist da eine große Hilfe.“

Moritz Kreuseler

Sportart: Short Track
Mitglied im Kaderteam – zahlreiche Titel bei Deutschen Meisterschaften, Platzierungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen und Deutsche Rekorde
Studiert: Maschinenbau
Motivation: Im Sport wie im Studium höchste Leistungen!
„Wettkampffahrten, maßangepasste Schlittschuhe und Trainingsmittel sowie allgemeine Ausgaben des täglichen Lebens sind hohe Investitionen, die maßgeblichen Einfluss auf die eigene Leistungsfähigkeit haben. Viele nationale Wettkämpfe muss ich zu großen Teilen eigenständig finanzieren, bei rund 5 solcher Veranstaltungen pro Jahr entstehen erhebliche Kosten.
Sportartspezifisches Material, welches jede Saison erneuert werden muss, sind die Kufen und Schleifsteine. Vor allem die Schlittschuhe, welche mittels Gipsabdruck maßangepasst gefertigt werden, sind ebenso erfolgsentscheidend wie kostspielig.
Schlittschuhe und Sicherheitsausrüstung werden häufig bei Wettkämpfen geschädigt und müssen umgehend ersetzt werden, was unvorhersehbare Kosten während der laufenden Saison verursacht.
Durch das Sportstipendium bietet die TU Dresden große Unterstützung und schafft so die Möglichkeit, weiterhin meine ambitionierten Ziele in Sport und Studium zu verfolgen.“

Elisabeth Lowke

Sportart: Rudern
Deutsche Hochschulmeisterin auf dem Ergometer (Mixed und Einzel) – Deutsche Hochschulmeisterin im Challenge-Einer – Silberrang bei den Mitteldeutschen Meisterschaften im Ergometer-Rudern hinter Annekatrin Thiele (Olympiasiegerin 2016 in Rio) über die olympische Distanz (2.000 Meter)
Studiert: Bauingenieurwesen
Motivation: Ausprobieren, was noch so geht in einer neuen Sportart und im Studium!
„Das Stipendium schafft den finanziellen Spielraum, um sich ausschließlich dem Ausloten neuer Leistungshorizonte in Sport und Studium widmen zu können. Eigentlich hatte ich mich nach mehreren Jahren im Volleyball (VCO und DSC) aus Zeitgründen vom Leistungssport verabschiedet. Schweren Herzens. Mit dem Rudern habe ich eine neue Sportart gefunden, die mich begeistert und mir den nötigen Ausgleich zum Studium ermöglicht. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man zum ersten Mal erlebt, wie das Boot „läuft“, wenn man immer schneller wird, das Anschieben immer leichter fällt und das Boot einfach wie von selbst über die Wasseroberfläche zu fliegen scheint.“
Engagement: Mitwirkung, Organisation und Vertrieb für das Kalenderprojekt zur Unterstützung des studentischen Hochschulsports

Jessica Tiebel

Sportart: Rennrodeln
D
reifache Juniorenweltmeisterin, -europameisterin und dreifache Siegerin im Juniorengesamtweltcup - 2017/18 Teilnahme an zwei Weltcuprennen der Allgemeinen Klasse (3. und 9. Rang) -  ab nächster Saison Starterin in der Allgemeinen Klasse mit dem Ziel Nominierung für den Weltcup und die Weltmeisterschaft
Studiert: Physik
Motivation: Ins Studium mit genauso viel Schwung starten wie in die Bahn!
„Ich wollte schon immer so viel aus meinem Leben rausholen, wie eben möglich ist. Ich fange dieses Studium an, weil ich neugierig bin und weil ich im weiteren Sinne verstehen will, wie die Welt und alles drum herum funktioniert, oder zumindest, wie manche Menschen glauben, dass es funktionieren könnte. Ich will mir einfach auch einmal über etwas komplett anderes Gedanken machen außer Sport und teilhaben am Studentenleben abseits der zum Teil verrückten und leistungsorientierten Sportwelt. Das Stipendium ist mir dabei eine große Hilfe.“

Informationen für Journalisten:
Pressestelle der TU Dresden
Tel.: 0351 463-32398
pressestelle@tu-dresden.de

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Letzte Änderung: 07.11.2018