05.12.2017

Öko-Siegel nach EMAS: Umweltmanagement an der TUD erneut erfolgreich überprüft­

EMAS-Logo © EMAS EMAS-Logo © EMAS
EMAS-Logo

© EMAS

Die TU Dresden hat erneut den Audit zum Umweltmanagementsystem nach EMAS erfolgreich absolviert. EMAS steht für Environmental Management and Audit Scheme - Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Die TUD fühlt sich dem Umweltschutz besonders verpflichtet und hat sich schon 2003 – als erste Technische Universität – entschlossen, ein geprüftes Umweltmanagementsystem nach der EG-Öko-Audit-Verordnung einzuführen. Bei der Überprüfung am 30. November und 1. Dezember wurden vor allem das Kerngelände der TU Dresden sowie der Botanische und der Forstbotanische Garten in Augenschein genommen.

»Das Umweltmanagementsystem nach EMAS leistet einen entscheidenden Beitrag, um Maßnahmen im Umweltschutz umzusetzen und die Umweltleistung der TU Dresden transparent darzustellen« sagt Mitarbeiter Stephan Schöps. »Dabei werden Erfolge deutlich, aber auch Themen sichtbar, bei denen noch Handlungsbedarf besteht.» Positiv entwickele sich zum Beispiel seit einigen Jahren der Papierverbrauch der TU Dresden. »Hier konnten 2016 erneut rund vier Tonnen im Vergleich zum Vorjahr eingespart werden.«

Eine Herausforderung ist dem Umwelt-Team zufolge dagegen der seit Jahren ansteigende Stromverbrauch. Trotz konsequenter Optimierung des Betriebs und effizienterer Gebäudetechnik sei der Gesamtverbrauch weiter angestiegen. Grund sei der zunehmende Bedarf an Rechnerleistung und Kälte. Um diesem Trend langfristig entgegenzuwirken, suchen TUD-Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeiter gemeinsam nach Lösungen. Im Forschungsprojekt CAMPER (CAMPus EnergieverbrauchsReduktion) entwickelt die Professur für Gebäudeenergie­technik und Wärmeversorgung von Professor Clemens Felsmann gemeinsam mit dem Dezernat Liegenschaften, Technik und Sicherheit und dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien und Baumanagement (SIB) Maßnahmen zur Reduzierung der Kältebedarfe und zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien.

»Wichtig ist es außerdem, durch Aktionen und Projekte auf die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit hinzuweisen«, ist Umweltkoordinatorin Ines Herr überzeugt. Die Büroartikeltauschbörse, die zum diesjährigen Aktionstag ›Einfälle statt Abfälle‹ organisiert wurde, habe beispielsweise großen Anklang gefunden. »Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten gern häufiger solche Möglichkeiten nutzen oder organisieren sich eigene Tauschtische in ihren Bereichen.« Gemeinsam mit dem Studentenwerk hat die Umwelt­koordination in den letzten Jahren an der Senkung des Einwegbecherverbrauchs in den Mensen und Cafeterien gearbeitet. Nun können seit diesem Wintersemester Mehrwegbecher direkt an den Kassen erworben oder eigene Becher befüllt werden. Ab 2018 will das Umweltmanagement unter dem Motto »Grüner Tagen« einen Leihservice für kleinere Veranstaltungen mit Gläsern, Wasserkaraffen, Thermoskannen sowie Namensschildern anbieten. »Damit wollen wir einen Beitrag zur Reduzierung von Abfällen wie Wegwerfbechern und Pfandflaschen leisten«, so Ines Herr.

Ein neuer Schwerpunkt der Arbeit des Umweltmanagements ist das Thema nachhaltiger Campus – ein Platz an dem sich alle wohlfühlen, der zum Verweilen einlädt, und die Identifikation mit der Hochschule fördert. Dabei wurden und werden verschiedene Projekte initiiert, die den Campus attraktiver machen. Das reicht von neuen Fahrradbügeln an verschiedenen Gebäuden über die Schaffung von Lebensräumen durch insektenfreundliche Wiesen, die Anbringung von Nisthilfen oder Neupflanzungen von einheimischen Gehölzen bis hin zu einem Gesamtkonzept für den Außenraum mit verschiedenen Partnern aus Wissenschaft, Stadt und Verwaltung. Zur Koordination wurde das Projekt Nachhaltiger Campus initiiert, das im Juni 2017 mit einem Ideenwettbewerb ‚startete. Die Ergebnisse des Wettbewerbes werden Anfang 2018 veröffentlicht. Dann erscheint auch der neue Umweltbericht der TU Dresden.

Mehr zum Umweltmanagement an der TU Dresden hier: https://tu-dresden.de/tu-dresden/arbeitsschutz-umwelt/umwelt-und-nachhaltigkeit

Ansprechpartnerin
Dr. Ines Herr (Umweltkoordinatorin)
+49 351 463-39493    

Zu dieser Seite

Claudia Kallmeier
Letzte Änderung: 05.12.2017