21.05.2026
TUD und IIT Madras bauen transCampus-Kooperation in Mikroelektronik, KI, Medizin, Nachhaltigkeit, Verkehrswissenschaften und Unternehmertum aus
Prof. Stamm, Dean des transCampus an der TUD, Prof. Böhm, TUD-Prorektorin Universitätskultur und Internationalisierung, und Prof. Preeti, Dean of Global Engagement, IITM. (v.l.)
Vom 18. bis 20. Mai 2026 fand an der Technischen Universität Dresden (TUD) die erste transCampus-Konferenz zwischen der TUD und dem Indian Institute of Technology (IIT) Madras statt. Die Konferenz brachte die Leitung beider Einrichtungen sowie mehr als 40 Fakultätsmitglieder zusammen, ebenso wie Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz. Beide Einrichtungen formalisierten Aspekte ihrer Zusammenarbeit zur Förderung von Start-ups durch eine Absichtserklärung zwischen TUD | excite und IITM Global.
Damit markiert die Konferenz zugleich eine neue Etappe in der Partnerschaft der beiden Spitzenforschungseinrichtungen. Im Rahmen der Konferenz definierten die Universitäten gemeinsame Prioritäten für die kommenden Jahre. Die daraus resultierende Dresden Declaration 2026 wird sich auf die Stärkung gemeinsamer Aktivitäten in den Bereichen Mikroelektronik, künstliche Intelligenz, Medizin, Nachhaltigkeit, Verkehrswissenschaften und Start-up-Förderung konzentrieren.
Der „transCampus“-Status ist die engste Form einer internationalen Kooperation zwischen der TUD und ausgewählten internationalen Partnern wie dem IIT Madras, eine der führenden technischen Hochschulen Indiens. Im Vorfeld der Konferenz fanden in den letzten zwei Jahren vielfältige Aktivitäten mit dem IITM statt, darunter bilaterale Besuche von Lehrkräften und Forschenden, Start-up-Workshops, Mobilitätsprogramme für Studierende, institutionelle Delegationen, wissenschaftliche Konferenzen und hochrangige politische Dialoge.
Prof.in Ursula Staudinger, Rektorin der TUD: „Die Zusammenarbeit mit dem IIT Madras ist eingebettet in unseren gemeinsamen transCampus, der unsere Universitäten zusammenbringt, um Forschung, Lehre und Innovation gemeinsam zu gestalten. Wir haben diese Partnerschaft mit enormer Geschwindigkeit, Tiefe und Ambition vorangebracht, und das in mehreren strategischen Feldern wie Mikroelektronik, Künstliche Intelligenz, Gesundheit, Nachhaltigkeitsforschung und Start-up-Förderung. Mit dieser Konferenz wurde die Basis gelegt für weitere wissenschaftliche Kooperationen.“
Prof. Preeti Aghalayam, Dean of Global Engagement, IIT Madras: „Es war mir eine Ehre, an der ersten TUD-IITM transCampus-Konferenz 2026 teilzunehmen. Im Namen des Direktors, Prof. Kamakoti, und der 23-köpfigen IITM-Delegation möchte ich der TUD meinen herzlichsten Dank für ihre Gastfreundschaft aussprechen. Unsere intensiv geführten wissenschaftlichen Diskussionen während dieser Konferenz sind ein vielversprechendes Zeichen für eine zukünftige Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Lehre und Technologieentwicklung. Ich bin überzeugt, dass unsere gemeinsamen Werte und unser gemeinsamer Fokus auf globalen Einfluss noch lange Zeit weltweit eine bedeutende Rolle spielen werden.“
Prof. Raghunathan Rengaswamy, Dean of transCampus IIT Madras: „Die transCampus-Initiative wird für beide Universitäten ein Meilenstein sein und ein Musterbeispiel für die Intensivierung der indisch-deutschen Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft.“
Hintergrund: Indien als strategischer Partner der TUD
Indien ist als ausgewiesenes Innovations- und Technologieland ein wichtiger Partner für die TUD. Die meisten internationalen Studierenden an der TUD kommen aus Indien, jedes Jahr beginnen Hunderte junger Menschen aus dem Land ihr Studium in Dresden. Als Kontaktstelle für diese Talente betreibt die TUD für das sächsische Wissenschaftsministerium ein Koordinationsbüro in Chennai (ehem. Madras). Es soll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern in Indien und Sachsen stärken. Zudem werden gezielt besonders aussichtsreiche Studierenden für die MINT-Studiengänge angesprochen.
Um diese Verbindung zu stärken, unterzeichneten die TUD und das IIT Madras im Jahr 2024 eine Absichtserklärung zur Gründung einer transCampus-Partnerschaft.
Seit Sommer 2024 bieten TU Dresden und IIT Madras zusammen mit der RWTH Aachen den gemeinsamen Masterstudiengang Water Security and Global Change an. Er bietet Studierenden nicht nur die Möglichkeit, sich Fragen der Wassersicherheit aus verschiedenen Perspektiven zu widmen, sondern auch selbst beim Studium an drei exzellenten Universitäten auf zwei Kontinenten wichtige internationale und interkulturelle Erfahrungen für ihren Karriereweg zu sammeln.
Hintergrund: transCampus-Partnerschaft
Der „transCampus" ist eine transnationale strategische Partnerschaft zwischen zwei Hochschulen, die sich durch gemeinsame Strukturen auszeichnet. Im transCampus bündeln die Partneruniversitäten ihre Stärken, indem sie ihre komplementären Portfolios, Kompetenzen und Infrastrukturen zusammenführen. Der Fokus dieser Partnerschaften liegt stets auf exzellenter Forschung, die zur Profilbildung der TU Dresden beiträgt. Darüber hinaus setzt jeder transCampus eigene Schwerpunkte, wie etwa auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses oder auf Technologietransfer.
Kontakt
Dr. Avinash Chekuru
International Office, TU Dresden
Tel.: +49 351 463-36121
E-Mail: avinash.chekuru@tu-dresden.de