25.03.2026
Mit gutem Beispiel voran: Engagierte TUD-Mitglieder
Für unsere Ausgabe zum Ehrenamt haben wir vier TUD-Mitglieder zu ihrem Ehrenamt innerhalb und außerhalb der Universität befragt. Die vielfältigen Aufgaben und Motivationen gibt es hier zum Nachlesen:
Carmen Helbig
... ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Chemiedidaktik (Fakultät Erziehungswissenschaften) bei der Professur für Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung/Berufliche Didaktik, Berufliche Fachrichtung Chemietechnik, Didaktik der Chemie.
Welches Ehrenamt haben Sie inne?
Ich bin ehrenamtlich als Trainerin für Turnerinnen zwischen 14 und 16 Jahren im wettkampforientierten Breitensport für den Dresdner Sportclub tätig. Ich trainiere zwei bis drei Mal pro Woche gemeinsam mit den Mädchen und betreue sie natürlich auch bei Wettkämpfen.
Was ist Ihre Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren? Welche positiven Bereicherungen erfahren Sie persönlich durch Ihr Ehrenamt?
Ich möchte im Training einen Raum schaffen, sich auszuprobieren, immer wieder kleine Ziele zu verfolgen sowie zu lernen, mit Misserfolgen und Rückschlägen umzugehen.
Als Trainerin im Turnsport muss man dabei immer wieder hinterfragen, wie man bestimmte Elemente für ganz unterschiedliche Athletinnen vorbereitet und welcher Umgang – besonders mental – wem am besten hilft, um Spaß im Training zu haben und sich sportlich weiterzuentwickeln. Das ist anstrengend und erfordert viel Mut zum Ausprobieren und Scheitern, ist aber umso schöner, wenn am Ende jede mit einer positiven Erfahrung aus der Turnhalle geht.
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Franziska Kossatz
... studiert Mathematics im Master.
Welchem Ehrenamt gehen Sie nach?
An der TU Dresden engagiere ich mich ehrenamtlich in der studentischen Selbstverwaltung und arbeite in mehreren Gremien mit. Aktuell bin ich Geschäftsführerin für Hochschulpolitik im Studierendenrat.
Zuvor war ich unter anderem Mitglied im Fachschaftsrat Mathematik sowie im Senat der TUD. Außerdem habe ich mich in der TU-Umweltinitiative (tuuwi) engagiert.
Neben meinem Engagement an der Universität arbeite ich ehrenamtlich als Einlasshelferin bei Gottesdiensten in der Frauenkirche.
Was ist Ihre Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Bereits in meiner Kindheit und Jugend habe ich mich durch meine Eltern ehrenamtlich in Vereinen engagiert. Dadurch habe ich schon früh Freude am Ehrenamt verspürt und mich im Laufe meines Lebens in verschiedensten Initiativen eingebracht.
An der Universität habe ich die studentische Selbstverwaltung kennen und lieben gelernt. Teils durch Freund*innen und den Willen etwas an dieser Uni zu bewegen bin ich dann in die verschiedenen Gremien gekommen.
Welche positive Bereicherung erfahren Sie persönlich durch Ihr Ehrenamt? Was bereiten Ihnen Spaß daran?
Am meisten Spaß bereitet es mir andere engagierte Menschen kennenzulernen. Es ist schön immer wieder neue Perspektiven zu erhalten und man bleibt oft auch über die gemeinsame Arbeit hinaus in Kontakt.
Natürlich ist es zusätzlich sehr bereichernd Projekte und Forderungen durchzusetzen. Ein Beispiel hierfür wäre die Prüfungsanonymisierung mit Matrikelnummern, für die ich mich 2024 im Senat stark gemacht habe.
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Hannah Baulig
...beendet ihren Master Psychologie (Cognitive-Affective-Neuroscience) im März und arbeitet beim Studentischen Gesundheitsmanagement an der TUD.
Was ist Ihr Ehrenamt?
Ich bin stellvertretende Vorstandsvorsitzende beim Verein AufeinanderAchten e. V. (der eine Hochschulgrupe ist), bei dem ich hauptsächlich in der Kurskonzeption und -Durchführung von Schulkursen zu Themen rund um mentale Gesundheit tätig bin, aber auch in der Öffentlichkeitsarbeit und als Vorstandsmitglied die Vereins- und Projektstruktur mitentwickle. Das ist mein hauptsächliches Ehrenamt. Darüber hinaus bin ich in der Redaktion der TUD-Magazins Psycho-Path als Autorin und Lektorin tätig.
Was ist Ihre Motivation für Ihr ehrenamtliches Engagement?
Ich habe mich schon als Jugendliche ehrenamtlich im Sportverein engagiert und als ich vor zweieinhalb Jahren für den Master nach Dresden gezogen bin, wollte ich die Gelegenheit nutzen, mich wieder gesellschaftlich zu engagieren. Bei AufeinanderAchten habe ich die Möglichkeit gefunden, ein Herzensthema zu verfolgen, nämlich mich für die Aufklärung und Entstigmatisierung von psychischer Gesundheit und Krankheit einzubringen. Beim Psycho-Path hatte ich die Gelegenheit, meine kreativen Leidenschaften mit meinem wissenschaftlichen Interesse zu verbinden, und einen kleinen Zukunftswunsch als Autorin zu verfolgen.
Welche positive Bereicherung erfahren Sie persönlich durch Ihr Ehrenamt? Was bereiten Ihnen Spaß daran?
Neben dem positiven Feedback der Jugendlichen, mit denen ich interagieren konnte und die sehr davon profitieren, niedrigschwellig und offen etwas über psychische Gesundheit zu lernen, fühle ich mich mehr als Teil einer Gesellschaft. Ich konnte viele neue, interessante Menschen kennenlernen, viele Fähigkeiten (weiter-)entwickeln und meine Freizeit produktiv und bereichernd gestalten. Darüberhinaus hatte es ganz klare Karrierevorteile für mich, da sich ehrenamtliches Engagement sowohl bei der Jobsuche als auch bei der Bewerbung für Stipendien sehr positiv auswirken kann.
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Arne Fietkau
... ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand der Elektrotechnik am Institut für Akustik und Sprachkommunikation (Professur für Sprachtechnologie und Kognitive Systeme).
Welchem Ehrenamt gehen Sie nach?
Ich beteilige mich an der Organisation und der Fahrradwerkstatt bei den Vereinen Willkommen in Löbtau e.V. und Werkstadtpirat*innen e.V.
Was ist Ihre Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Die handwerkliche Arbeit ist ein toller Ausgleich und ich kann damit einen kleinen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.
Welche positive Bereicherung erfahren Sie persönlich durch Ihr Ehrenamt? Was bereiten Ihnen Spaß daran?
Die Begegnungen mit den Menschen und das Verlassen der eigenen (Akademiker-)blase empfinde ich als große Bereicherung.