19.06.2026
Rückblick Workshop „The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit“ (4. bis 5. Juni 2026)
Was bleibt, wenn Geld nicht nur als Zahlungsmittel, sondern als gesellschaftliche Kraft betrachtet wird? Der Workshop „The Mass of Money“ eröffnete Perspektiven auf Kapital, Macht und Ungleichheit.
Rückblick Workshop „The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit“ (4. bis 5. Juni 2026)
Was bleibt, wenn Geld nicht nur als Zahlungsmittel, sondern als gesellschaftliche Kraft betrachtet wird? Der zweitägige Workshop „The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit“ brachte im Rahmen der Schaufler Residency@TU Dresden 2026 Perspektiven aus Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um Fragen von Vermögen, Macht und Ungleichheit neu zu verhandeln.
Ausgangspunkt der Veranstaltung ist das künstlerische Forschungsprojekt „The Mass of Money“ des international tätigen Künstler:innenduos Quadrature (Juliane Götz und Sebastian Neitsch), das globale Finanzströme, Kapitalakkumulation und soziale Ungleichheit mit künstlerischen Methoden untersucht sowie in datenbasierte und audiovisuelle Formate überführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die oft abstrakten und unsichtbaren Dynamiken des Kapitals sichtbar, erfahrbar und kritisch reflektierbar werden können.
Vorträge, Workshops, Performances und Diskussionen thematisierten Vermögensverteilung und regionale Ungleichheiten in Deutschland sowie weltweit, die Rolle von Bildung für , die zunehmenden Finanzialisierung der Wirtschaft sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen von Finanzmärkten und digitalen Währungen. Dabei wurde deutlich, wie eng ökonomische, politische und kulturelle Fragen miteinander verwoben sind. Zugleich eröffneten partizipative Formate Räume zur Reflektion von eigenen Rollen und Privilegien, zur Annäherung an zukünftige Finanzsysteme sowie die experimentelle Datenverwendung und den Austausch zu unterschiedlichen Erfahrungen von Kapitalismus und Ungleichheit. Es entstand ein transdisziplinärer Denk- und Arbeitsraum, in dem künstlerische Praxis und wissenschaftliche Analyse nicht nebeneinanderstanden, sondern sich gegenseitig herausforderten und ergänzten.
Der Workshop zeigte, dass Fragen von Geld, Vermögen und Kapital weit über ökonomische Zusammenhänge hinausreichen. Sie prägen gesellschaftliche Teilhabe, politische Handlungsspielräume und individuelle Lebensrealitäten – und verlangen nach neuen Formen des Denkens, Forschens und Gestaltens.
Danke an alle Beitragenden:
Juliane Götz und Sebastian Neitsch (Schaufler Residency@TU Dresden 2026; Künstler:innenduo Quadrature), David Braun (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Felix Reith (Universität Bonn), Franziska Deckstein und Leona Krause (Lehrstuhl für Public Economics, Universität Leipzig), Alexander Kemnitz (Professor für VWL, insb. Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung, Technische Universität Dresden), Anli Lukunku (Künstler und Meisterschüler, Hochschule für Bildende Künste Dresden), Lars Hornuf, (Professor für BWL, insb. Finanzwirtschaft u. Finanztechnologie, Technische Universität Dresden), Nelly Saibel (Schaufler Kolleg@TU Dresden), Norman Zidlicky, Synosys, Technische Universität Dresden) sowie Cläre Caspar, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Fachbereich Kultur und Gestaltung.
Der Workshop wurde organisiert von Juliane Götz und Sebastian Neitsch (Schaufler Residency@TU Dresden 2026, Künstler:innenduo Quadrature) gemeinsam mit Nelly Saibel (Schaufler Kolleg@TU Dresden), David Braun (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Felix Reith (Universität Bonn) sowie Pauline Hohn, Gwendolin Kremer und Celina Wagenknecht (Schaufler Lab@TU Dresden).