Building up EOSC Node Germany
Die European Open Science Cloud (EOSC) Federation verbindet Forschungsinfrastrukturen, Daten und Dienste in Europa und schafft damit die Grundlage für einen gemeinsamen europäischen Raum für Open Science. Das Projekt Building up EOSC Node Germany entwickelt den deutschen Beitrag zu dieser Föderation: der EOSC Node Germany.
Der EOSC Node Germany soll als zentraler Zugangspunkt für Forschende in Deutschland zur EOSC Federation dienen. Geeignete Forschungsdaten, Repositorien und Dienste aus der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) sollen mit der europäischen Forschungsinfrastruktur verbunden und für wissenschaftliche Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland und Europa zugänglich gemacht werden.
NFDI - High-capacity Hardware
Das Projekt entwickelt hierfür technische, organisatorische und rechtliche Grundlagen. In vier Task Areas werden unter anderem die grundlegende Plattform und ihre Kernfunktionen aufgebaut, standardisierte Prozesse zur Anbindung von Diensten entwickelt sowie Governance-Strukturen für den weiteren Betrieb und die Entwicklung des EOSC Node Germany geschaffen. Damit soll ein nachhaltiger, interoperabler und resilienter Zugang zu Forschungsdaten und -diensten entstehen.
Beitrag der TU Dresden / ZIH
Storage Federation
Die TU Dresden koordiniert des Use Case „Storage Federation“ unter der Leitung des CDIO Prof. Lars Bernard. Die Umsetzung erfolgt am ZIH gemeinsam mit dem IT Center der RWTH Aachen University unter Leitung von Dr. Marius Politze. Ziel ist der Aufbau einer föderierten Speicherinfrastruktur, die leistungsfähige Speicherressourcen an den beiden NHR-Standorten über standardisierte, S3-kompatible Schnittstellen miteinander verbindet. Dadurch sollen Forschungsdaten über lokale, nationale und europäische Infrastrukturebenen hinweg flexibel bereitgestellt und verwaltet werden können.
Die entwickelte Infrastruktur soll als Grundlage für FAIR-konforme und datenintensive Forschung innerhalb der EOSC Federation dienen und zugleich als Blaupause für die Einbindung weiterer Speicheranbieter genutzt werden. Perspektivisch soll die nationale Speicherföderation auch mit Aktivitäten auf europäischer Ebene, insbesondere im Rahmen von GÉANT, verbunden werden.
Technische Komponenten
1. Föderierter S3-Speicher
- Skalierbare Schnittstelle für Objektspeicher
- Sichere und ausfallsichere Speicherung großer unstrukturierter Datenbestände
- Betrieb auf souveräner Infrastruktur im Einklang mit den FAIR-Prinzipien
2. Integration von IAM4NFDI
- Föderierte Authentifizierung über Community-AAIs
- Konsortienübergreifendes Identitätsmanagement
- Kompatibilität mit der EOSC Federation
3. FAIR Digital Objects (FDO)
- Integration maschinenverarbeitbarer Metadaten
- Interoperabler Datenzugriff über verschiedene Plattformen wie Coscine und Mediaflux
- Verbesserte Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten
4. Integration in das EOSC Node Germany
- Pan-europäische Interoperabilität
- Standort- und infrastrukturobergreifende Datenmobilität
- Daten- und Lebenszyklusmanagement über verschiedene Infrastrukturebenen hinweg
Storage Federation: Core Objectives of EOSC
Partner
Das Projekt wird von der NFDI-Geschäftsstelle koordiniert und bringt zehn deutsche Hochschulen und Forschungs- bzw. Infrastruktureinrichtungen zusammen:
- Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)
- Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
- Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG)
- Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
- RWTH Aachen University
- Technische Universität Berlin
- Technische Universität Dresden
- Universität Freiburg
- Universität Mannheim
- ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Webseite des Projekts
Förderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Programm „Leistungszentren für Forschungsinformation (LIS)“
Laufzeit
1. August 2026 bis 31. Dezember 2027