Jun 18, 2026
DEIB (Diversity, Equity, Inclusion und Belonging) im Fokus internationaler Lehrkräftebildung
Drei Tage, drei Länder, viele neue Perspektiven: Vom 27. bis 29. Mai 2026 kamen Studierende der TU Dresden beim SMARTIVERSE Active Learning Event in Wien mit Lehramtsstudierenden der PH Wien und der PI Santarém zusammen. Schon beim ersten Kennenlernen wurde spürbar, worum es in diesen Tagen gehen sollte: um Austausch, Offenheit und die gemeinsame Frage, wie Unterricht Vielfalt gerecht werden kann. SMARTIVERSE ist ein Erasmus+ gefördertes und von Maria Richter-Babekoff (ZLSB) koordiniertes Projekt mit dem Ziel, angehende Lehrkräfte durch die Verbindung von DEIB, digitaler und ökologischer Bildung zu einem reflektierten, inklusiven und praxisnahen Unterricht zu befähigen.
Vorbereitet durch einen Online-Kurs von Jyotika Dalal (ZLSB) zu DEIB-Grundsätzen starteten die Teilnehmenden mit einem gemeinsamen Verständnis in die intensive Arbeitsphase. Der fortlaufende Workshop stärkt angehende Lehrkräfte im sensiblen Umgang mit Heterogenität und vermittelt ihnen konkrete Ideen für inklusiven Unterricht.
Am Campus der PH Wien begrüßten Klaus Himpsl-Gutermann, Leiter des Kompetenzzentrums, und Vizedirektor Norbert Kraker die Gruppe, bevor interaktive Formate schnell eine lebendige und vertrauensvolle Atmosphäre entstehen ließen.
Ein besonderer Impuls ging von Bento Cavadas und Neusa Branco (PI Santarém) aus, die ihr studentisches Projekt zum „Biocube“ vorstellten. Die praxisnahe Lernsequenz stieß auf großes Interesse.
Auch die an der PH Wien entwickelte „Smartphonesafari“ verband die vier DEIB-Dimensionen auf anschauliche Weise. Die deutschen Lehramtsstudierenden erarbeiteten zudem eine komplette Unterrichtsreihe, die nun an Dresdner Grundschulen erprobt werden soll - eine Idee, die direkt aus dem gemeinsamen Arbeiten gewachsen ist.
Neben den Projektbeispielen beeindruckte die Studierenden besonders der Aufbau der Lehrkräfteausbildung an der PH Wien. Die Gruppe besuchte verschiedene Lern- und Forschungslabore wie das Robotics Studio und das Maker Lab. Darüber hinaus bietet die Hochschule Räume, die für videografierte Unterrichtssettings genutzt werden können. Diese Einblicke eröffneten praxisnahe Zugänge zu der Frage, wie Unterricht differenzsensibel, partizipativ und zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Ergänzt wurde das dreitägige Programm durch Workshops zum Einsatz Künstlicher Intelligenz und zu Digitalität im Unterricht.
Am Ende blieb nicht nur das Gefühl, viel gelernt zu haben, sondern auch die Erfahrung, Teil eines gemeinsamen europäischen Projekts zu sein. Das Active-Learning Event zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und wirksam internationale Zusammenarbeit in der Lehrkräftebildung sein kann. Wir freuen uns auf viele weitere Einblicke und eine nachhaltige Zusammenarbeit.