Oct 29, 2026
Lehrende aus verschiedenen Fakultäten tauschen sich über Studieninhalte im Lehramtsstudium aus
Die Abstimmung zwischen Dozierenden aus Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken über Lernziele und Studieninhalte ist unverzichtbar, um Lehramtsstudierenden ein kohärentes Studienerlebnis zu ermöglichen. An der TU Dresden intensivieren die zuständigen Professuren nun diesen Austausch.
Das Lehramtsstudium setzt sich aus verschiedenen Studienbereichen zusammen, für die Dozierende unterschiedlicher Professuren und Fakultäten verantwortlich sind. Die Studierenden erwerben Fachwissen in den studierten Unterrichtsfächern, didaktisches und bildungswissenschaftliches Wissen und machen schulpraktische Erfahrungen.
Eine zentrale Herausforderung besteht für Lehramtsstudierende darin, die Inhalte aus unterschiedlichen Studienbereichen gedanklich zusammenzuführen. Studierendenbefragungen in den Lehramtsstudiengängen der TU Dresden zeigen, dass ein Teil der Studierenden nur begrenzt Verknüpfungen zwischen den Bereichen wahrnimmt. Das Kohärenzempfinden der Studierenden zu steigern, ist deshalb eines der zentralen Anliegen der Qualitätsentwicklung im Lehramtsstudium der TUD.
Um eine bessere Passung und eine noch engere Verknüpfung der Studieninhalte der zahlreichen Module im Lehramtsstudium zu ermöglichen, initiierte das Zentrum für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der TUD nun einen systematischen Austausch zwischen Lehrenden der Bildungswissenschaften und der Fachdidaktiken über zentrale Inhalte grundlegender Lehrveranstaltungen.
Der Auftakttermin fand auf Einladung des Prorektors für Bildung und lebensbegleitendes Studieren, Prof. Dr.-Ing. Niels Modler, am 22. Oktober 2026 im Rektorat statt und versammelte 13 Professor:innen aus 5 Fakultäten. Im Mittelpunkt standen zunächst die Lernziele und zentralen Inhalte ausgewählter Module in Bildungswissenschaften und Berufspädagogik.
Jana Fischer, die sich im ZLSB der Koordination von Qualitätsentwicklungsprozessen im Lehramt widmet und die Veranstaltung initiiert hat, erläutert: „Nur wenn die Dozierenden gegenseitig über die Lehrinhalte der jeweils anderen Dozierenden informiert sind, können sie Bezugspunkte, Redundanzen, Leerstellen oder Widersprüche feststellen.“ Die erste Vernetzungsveranstaltung trug dazu bei, diesen Informationsaustausch anzuregen und das hohe Engagement der zahlreichen Professor:innen in Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken zusammenzuführen. Weitere Veranstaltungen werden folgen, um den begonnenen konstruktiven Austausch fortzuführen und zu vertiefen.