02.11.2026
Studie zu Potenzialen und Herausforderungen non-formaler MINT-Bildung in der Oberlausitz
Der durch das anvisierte Ende der Braunkohleverstromung induzierte Strukturwandel in der Oberlausitz stellt die Region vor enorme wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsherausforderungen. Für die Weiterentwicklung der Oberlausitz und ihrer Wirtschaftskraft ist die Ansiedelung neuer Unternehmen sowie der Ausbau zukunftsträchtiger Wirtschaftszweige daher von zentraler Bedeutung. Dies geschieht in den kommenden Jahren u. a. durch den Aufbau von Großforschungszentren, wie z. B. dem Deutschen Zentrum für Astrophysik, wodurch in der Region insbesondere im MINT-Bereich zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Angesichts des gegenwärtigen Fachkräftemangels und der anhaltenden Abwanderung junger Menschen aus der Oberlausitz sind Maßnahmen zur Bindung von Nachwuchskräften daher von entscheidender Bedeutung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften langfristig zu sichern.
Vor diesem Hintergrund zielte das vom BMBF geförderte Verbundprojekt „Zukunftslernort Oberlausitz – Analyse und Entwicklung außerschulischer MINT-Bildung“ (ZukLOS, 2021-2022) darauf ab, Grundlagen für die Weiterentwicklung der außerschulischen Bildungslandschaft der Oberlausitz – vor allem im MINT-Bereich – zu schaffen. Das Zentrum für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) führte in diesem Rahmen eine wissenschaftliche Befragung mit unterschiedlichen Bildungsakteurinnen und -akteuren der Region (außerschulische Lernorte, Vereine, Museen) durch, um Herausforderungen und Potenziale der regionalspezifischen non-formalen MINT-Bildung zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Befragung sind nun in dem Sammelband „Außerschulisches Lernen in der naturwissenschaftlichen Bildung“ erschienen. Es zeigt sich u. a., dass die Zusammenarbeit mit Schulen von den Akteur:innen als besonders relevant erachtet wird. Gleichzeitig betrachten sich manche Akteur:innen auch als Korrektiv zur schulischen Bildung, die u. a. als veraltet und zu theorieorientiert angesehen wird. Es erscheint vor diesem Hintergrund lohnenswert, die Kooperation von schulischer und non-formaler Bildung in Zukunft weiter zu stärker. Auch in der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen sehen die Befragten ein großes Potenzial. Herausforderungen zeigen sich u. a. hinsichtlich des Fachkräfte- und Personalmangels in der Region, der auch die Lernorte selbst betrifft.
© Spex&Moses // Crispin-Iven Mokry
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Dipl.-Soz. Anna Noémie Verheggen
Begleitforschung Seiteneinstieg
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
Zentrum für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)
Zentrum für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)
Besuchsadresse:
SE1 Seminargebäude 1, Raum 01 Zellescher Weg 22
01217 Dresden