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Heptacodium miconioides Rehder
Das Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium L.) aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) macht den abendlichen Gartenbesuch im Frühsommer mit seinen wohlriechenden Blüten zum besonderen Dufterlebnis.
Einen ähnlich blumigen Namen trägt der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides Rehder). Als einzige Art der Gattung nimmt er innerhalb der Geißblattgewächse eine besondere Stellung ein. Seine Heimat ist ein relativ kleines Areal in Ost-China, wo er Höhenlagen von 600 bis 1000 m besiedelt. Aufgrund der wenigen natürlichen Vorkommen und der Zerstückelung seines Lebensraumes gilt er als gefährdete Art.
Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch wird 3 bis 7 Meter hoch. Er besitzt eine charakteristische Borke, die sich in Längsstreifen ablöst. Im Herbst entfaltet er in mehrwöchiger Blütezeit seine ganze Pracht und lüftet das Geheimnis um seinen Namen: Die jasminähnlich duftenden Blütenstände weisen jeweils sieben Knospen auf. Sechs davon entwickeln sich zu weißen Blüten, während die Zentralknospe nur schuppenförmige Blätter hervorbringt. Für die Insektenwelt stellt die Blütenpracht spät im Jahr eine höchst willkommene Nahrungsquelle dar.
Auch danach bleibt der Strauch attraktiv: Nach dem Abfallen der weißen Kronblätter vergrößern sich die Kelchblätter flügelartig, färben sich purpurn und setzen so neue Farbakzente.
Erst 1980/81 gelangte Saatgut der Art in die USA und nach Europa. Unsere Pflanze kam 1994 in den Botanischen Garten. Heute gilt der Strauch aufgrund seiner späten Blüte, Winterhärte sowie Anspruchslosigkeit an die Standortverhältnisse als ein attraktives Ziergehölz, das sich leicht durch Stecklinge vermehren lässt.
Wer den Botanischen Garten durch den Haupteingang betritt, entdeckt Heptacodium miconioides rechts vom Weg gegenüber der Infostele.
(CW 41/25)
Around 10,000 plant species grow in the Botanical Garden of TU Dresden. On this page we regularly present an example of this diversity in more detail. The special features of our scientific plant collection can be seen in many different ways: in amazing adaptations, strange names, interesting uses or even in their extraordinary flowering splendor.
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