Drudebau

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Geheimrat Prof. Dr. phil. Oscar Drude (1852 -1933)

Oskar Drude, geboren am 5.6.1852 in Braunschweig, gestorben am 1.2.1933 in Dresden, Prof. Dr. phil., studierte Botanik an den Universitäten Braunschweig und Göttingen (1870/1871, 1871/1874). Er begann frühzeitig eigene Forschungen, eine Arbeit über die Biologie zweier Orchideenarten wurde bereits 1874 als Dissertation anerkannt. In Göttingen wirkte er als Privatdozent und Kustos des Herbariums.

Im Jahr 1879 wurde er ordentlicher Professor des neuen Lehrstuhles für Botanik an der TH Dresden sowie Direktor des Botanischen Institutes nebst Sammlungen. Als Direktor des Königlichen Botanischen Gartens war er maßgeblich an der Gestaltung des Dresdner Botanischen Gartens beteiligt, der 1893 an seinem jetzigen Standort neu eingerichtet wurde. Erstmals ordnete man hier die Vielfalt der Pflanzen nach geographischen Gesichtspunkten. Seine Bedeutung als Wissenschaftler und seine persönliche Integrität führten zur Wahl als Rektor 1906/07 und nochmals 1918/19.

Drude entwickelte sich zu einem der ersten Pflanzengeographen und pflegte als Eigenart seiner geographischen Richtung deren Verbindung zur Ökologie, die wegweisend für ein sich entwickelndes Gebiet wurde. In seinen Lehrveranstaltungen betonte er die pflanzlichen Rohstoffe, ausgehend von physiologischen Betrachtungen. Zu seinen wichtigsten Werken zählen "Florenreiche der Erde" (1884), "Atlas der Pflanzenverbreitung" (1890) und "Deutschlands Pflanzengeographie" (1896). Von seinen vielen Auszeichnungen seien hier nur genannt: Geheimer Hofrat (1899) und Ehrenmitglied der Zoologischen Botanischen Gesellschaft Wien und der Naturwissenschaftlichen Vereinigung Riga.

Quelle: Universitätsarchiv der TU Dresden, Professorenkatalog Gebäude und Namen, TU Dresden

Weitere Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Oscar_Drude

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Thomas Petzoldt
Letzte Änderung: 03.05.2017