Projekt HeatResilientCity (HRC)

Hitzeresiliente Stadt- und Quartiersentwicklung in Großstädten – Bewohnerorientierte Wissensgenerierung und Umsetzung in Dresden und Erfurt

Teilprojekt TUD: Meteorologische und humanbiometeorologische Wirkungen in hitzebelasteten Stadtquartieren

Projektlaufzeit: Oktober 2017-September 2020

Projektbeschreibung Verbundprojekt HRC:

Steigende Hitzebelastung ist eine der anerkanntesten und folgenreichsten Wirkungen des Klimawandels v.a. in Großstädten (IPCC 2012) und stark verdichteten Quartieren. Mittels regionaler Klimamodelle, hochauflösender Modelle auf Quartiersebene und anderer Wirkmodelle lassen sich sowohl das Klima in Quartieren und in Gebäuden als auch die Wirkung von Anpassungsmaßnahmen analysieren und abbilden. Umsetzungsrelevante Wissenslücken bestehen u.a. über die Perspektiven der Bewohner/innen als Betroffene von Hitzebelastungen und ihre sozialräumlichen Bezüge sowie hinsichtlich der Wechselwirkungen stadtklimatischer Faktoren mit Ökosystemdienstleistungen. Im Vorhaben werden innovative, sozial gerechte und akzeptierte Anpassungsmaßnahmen mit hohem Wirkungs- und Transferpotenzial zur Reduzierung der thermischen Belastungen in Gebäuden und in Freiräumen auf Quartiersebene entwickelt und umgesetzt.

Projektbeschreibung Teilprojekt TUD:

Im Teilprojekt der TU Dresden werden die Faktoren für die aktuelle und zukünftige Wärmebelastung in speziellen Quartieren in Dresden und Erfurt identifiziert und quantitativ bewertet. Als ein Hauptergebnis werden klimarelevanten Daten für die Anwender im Verbundprojekt sowie für die Nachnutzung auf Quartiersebene vom lokalen (ca. 3 km) bis zum kleinräumigen Maßstab (Gebäude) bereitgestellt.

Dazu werden regionale Klimamodelldaten bzw. regionalisierte Stationsdaten in verschiedenen Zeitscheiben für Dresden und Erfurt aufbereitet. Auf Basis dieser Daten werden rasterbasierte mittlere und extreme Referenz-Sommer für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für die betrachteten Quartiere und das Umland abgeleitet, die als Input für die Anwendungen in den anderen Arbeitspaketen des Verbundprojektes zur Verfügung stehen. Über statistische Ansätze, basierend auf erprobten Literaturansätzen sowie mit mikroskaligen Modellrechnungen wird der Stadteffekt in den Klimadaten berücksichtigt. Zunächst werden die Daten mit einem stadtspezifischen Wärmeinsel-Wert beaufschlagt. Zusätzlich werden quartiersspezifische Modifikationen des Wärmeinsel-Wertes abgeleitet, abhängig von der Topographie sowie der aktuellen und zukünftigen Verteilung von Stadtstrukturparametern (z.B. Sky View Faktor, Gebäudehöhe, Straßenbreite, Versiegelungsgrad). Für die Bewertung der Auswirkung geänderter Stadtplanungsansätze (z.B. Verdichtung, Änderung Grünflächenanteil) auf die bioklimatischen Bedingungen wird die thermische Exposition der Quartiersbewohner unter sommerlichen Hitzebedingungen mittels Indizes (PET, UTCI) unter Nutzung der mikroskaligen Modelle bestimmt. Die Simulationsdaten werden mit Messungen überprüft und stehen für Anwender im öffentlichen und sonstigen nicht-kommerziellen Bereich frei zur Verfügung.

Weitere Informationen:

http://heatresilientcity.de/

Logo © IÖR Dresden Logo © IÖR Dresden
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Flyer für Bürgerinnen und Bürger

Arbeitsgruppe an der Professur für Meteorologie, TU Dresden:

Dr. Astrid Ziemann (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Dr. Valeri Goldberg (wissenschaftliche Projektbegleitung), Prof. Dr. Christian Bernhofer (Projektleiter)

Kooperationspartner:

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (Koordination), Fachhochschule Erfurt, Landehauptstadt Dresden, Landeshauptstadt Erfurt, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden eG

Assoziierte Partner:

Stadtwerke Erfurt GmbH, Thüringer Landeszeitung, Sächsische Zeitung, Brechmann Liegenschaftsverwaltung Erfurt, Thüringer Energie und GreenTech-Agentur

Fördermaßnahme: Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt (Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region)

Logo BMBF
Sensorvergleich © Meteorologie Sensorvergleich © Meteorologie

Vergleichsmessungen von Temperatur/Feuchte-Messgeräten des Umweltamtes Dresden auf dem Messfeld der Professur für Meteorologie in Tharandt am Stöckhardt-Bau:

Sensorvergleich

Vergleichsmessungen von Temperatur/Feuchte-Messgeräten des Umweltamtes Dresden auf dem Messfeld der Professur für Meteorologie in Tharandt am Stöckhardt-Bau: © Meteorologie

Mesrucksack © Meteorologie Mesrucksack © Meteorologie

Messungen der thermischen Belastung von Fußgängern mit einem Messrucksack

Mesrucksack

Messungen der thermischen Belastung von Fußgängern mit einem Messrucksack © Meteorologie

Publikationen:

Biomet-Tagung 2017

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Uwe Eichelmann
Letzte Änderung: 28.06.2018