"Der Studiengang "Abfallwirtschaft und Altlasten" bot genau die Vielfalt, die mich faszinierte. Und noch dazu war mir eins immer wichtig: ich wollte etwas studieren, das Umweltschutzthemen adressiert."
(befragt im Jahr 2025)
Table of contents
- Warum haben Sie sich damals für diesen Studiengang entschieden und warum für Dresden?
- Wo sind Sie heute beschäftigt und was ist Ihre Tätigkeit?
- Wie sieht ein typischer Arbeitstag in drei Sätzen bei Ihnen aus?
- Wie lief der Berufseinstieg für Sie? Wann wussten Sie in welchem Bereich Sie arbeiten möchten?
- Wie hat Ihnen das Studium gefallen und wie hilft es Ihnen in Ihrem Berufsleben?
- Ein Studium bzw. eine berufliche Karriere verläuft selten geradlinig: Welche Krisen oder Hürden gab es bei Ihnen und wie haben Sie diese überwunden?
- Welchen Tipp würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?
- Woran erinnern Sie sich besonders gern in Ihrer Studienzeit?
- Wo war Ihr Lieblingsort an der Uni? Und warum?
- Man kann nicht in Dresden studiert haben, ohne…
Profil von: | Dr.-Ing. Antje Zehm |
Studiengang: | Abfallwirtschaft und Altlasten |
Abschluss: | Diplom und Dr.-Ing. |
Studienzeit: |
4 Jahre (2002-2006) |
Aktuelle Tätigkeit: | Seniorberaterin beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH |
Warum haben Sie sich damals für diesen Studiengang entschieden und warum für Dresden?
Nach meiner Schulzeit in Greifswald war für mich klar, dass ich für das Studium in eine größere Stadt ziehen werde. Die Wahl fiel auf Dresden, einerseits aufgrund familiärer Bezüge, andererseits wegen des Reizes, in einer lebendigen Großstadt zu leben. Die Entscheidung für meinen Studiengang wurde maßgeblich durch mein Interesse an Interdisziplinarität beeinflusst. Der Studiengang "Abfallwirtschaft und Altlasten" bot genau die Vielfalt, die mich faszinierte. Und noch dazu war mir eins immer wichtig: ich wollte etwas studieren, das Umweltschutzthemen adressiert.
Rückblickend eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Das immense Spektrum an Themen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, das bis heute das Abfallwirtschaftsstudium auszeichnet, war sowohl herausfordernd als auch beeindruckend. Diese Vorliebe für thematische Vielfalt hat sich bis in mein späteres Berufsleben jenseits der Universität fortgesetzt und prägt meine Arbeit bis heute.
Wo sind Sie heute beschäftigt und was ist Ihre Tätigkeit?
Ich bin seit 2013 bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH tätig: anfangs im Bereich „Internationale Technologiekooperationen und Cluster“ und seit 2015 im Bereich „Elektronik und Mikrosysteme“. Neben der Mitarbeit im Clustermanagement des Energy Saxony e.V. in den ersten Jahren bin ich hauptsächlich in zahlreichen sächsischen Politikberatungsprojekten (Umsetzung von Strategieprojekten im Kontext von Industrie- und Forschungspolitik, Erstellung von Studien z. B. zum Thema Arbeit 4.0 oder der Umsetzung einer Dialogreihe im Kontext sozialer Innovationen) aktiv gewesen. Im Bereich "Elektronik und Mikrosysteme" engagiere ich mich seit 2015 als fachliche Beraterin in der Projektträgerschaft „Elektronik und autonomes Fahren; Supercomputing“ des BMBF. In diesem Zusammenhang betreue ich maßgeblich das Thema "Green ICT", "Fachkräfte für die Mikroelektronik" und Beteiligungsprozesse zur Weiterentwicklung der forschungspolitischen Agenda. Gerade das Themenfeld "Green ICT" ist eins, dass auf herausragende Art und Weise Elektronikentwicklung mit ökologische Nachhaltigkeit verknüpft und so Anschlussfähigkeit an mein Studium herstellt.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag in drei Sätzen bei Ihnen aus?
Tatsächlich gibt es keinen typischen Arbeitstag für mich. Die Vielfalt meiner Tätigkeit reicht von fachlichen Prüfungen und der Betreuung von Forschungsvorhaben über Strategieberatung, Eventkonzeption und -management bis hin zu Aktivitäten im Bereich der Wissenschaftskommunikation bzw. des Wissenschaftsmarketings. Natürlich durchziehen zahlreiche Meetings meinen Arbeitsalltag, aber Gesprächspartner:innen, Inhalte und Aufgaben wechseln ständig, so dass ich seit mehr als 12 Jahren Abwechslung am gleichen Arbeitsplatz erfahre. Das schätze ich sehr und möchte genau diese Variabillität und auch erforderliche Flexibilität im Beruf nicht missen.
Wie lief der Berufseinstieg für Sie? Wann wussten Sie in welchem Bereich Sie arbeiten möchten?
Der Berufseinstieg lief für mich hervorragend, denn ich habe nach dem Studium als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft gearbeitet und konnte von 2006 bis 2013 sowohl in extrem interessanten Forschungsprojekten mitwirken als auch meine Doktorarbeit anfertigen.
Wie hat Ihnen das Studium gefallen und wie hilft es Ihnen in Ihrem Berufsleben?
Wie bereits beschrieben ist die Vielfalt an Themen für mich ein riesiger Vorteil des Studiums und somit fällt es leicht, sich auch im anschließenden Berufsleben in verschiedene Themen schnell und "angstfrei" einzuarbeiten.
Ein Studium bzw. eine berufliche Karriere verläuft selten geradlinig: Welche Krisen oder Hürden gab es bei Ihnen und wie haben Sie diese überwunden?
Krisen habe ich bislang - und dafür bin ich sehr dankbar - nicht erlebt. Hürden gab es sicherlich ab und an. Insbesondere die Zeit, in der kleine Kinder Betreuung benötigen, sind - unabhängig vom gewählten Beruf - anspruchsvoll.
Welchen Tipp würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?
Nutzt das Studium nicht nur für den Kompetenzaufbau im Bereich Kreislaufwirtschaft, sondern versucht soviel wie möglich links und rechts davon mitzunehmen. Kreislaufwirtschaft durchzieht alle Industriezweige, ist Querschnittsthema par excellence und Absolvent:innen des Fachs sind sehr vielseitig einsetzbar.
Meine Empfehlung wäre ebenfalls, unbedingt Auslandsaufenthalte mitzudenken. Das ist horizonterweiternd auf allen Ebenen: fachlich, wie auch persönlich.
Woran erinnern Sie sich besonders gern in Ihrer Studienzeit?
Die schönsten Momente hatte ich mit meinen Kommiliton:innen. Da die Gruppe klein war, hatten wir eine sehr intensive und wundervolle Zeit miteinander.
Wo war Ihr Lieblingsort an der Uni? Und warum?
Da sich unser Institut in Pirna befindet, ist dies natürlich mein Lieblingsort. Dort habe ich viele schöne Momente erlebt.
Man kann nicht in Dresden studiert haben, ohne…
...Spaß gehabt zu haben!