abgeschlossene Projekte

Wahrnehmungspsychologische Aspekte (Human Factors) von Kraftfahrern und deren Einfluss auf die Gestaltung von Landstraßen (2015-2017)

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Projektpartner: Lehrstuhl für die Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen
Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Juliane Anke, Prof. Bernhard Schlag
Laufzeit: Jul. 2015 – Jun. 2017

Über die Berücksichtigung der entwurfstechnischen und fahrphysikalischen Aspekte hinaus kann die verstärkte Berücksichtigung von Aspekten der Fahrerorientierung und der Wahrnehmung sowie der physiologischen und psychologischen Fähigkeiten der Kraftfahrer („Human Factors“) einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen leisten. Das Vorhaben soll es ermöglichen, wahrnehmungspsychologische Aspekte verstärkt in Regelwerke zur Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen einfließen zu lassen. Dazu erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen den Dresdner Lehrstühlen „Verkehrspsychologie“ und „Straßenentwurf“ eine synoptische Darstellung wahrnehmungspsychologischer Human Factors zum einen und möglicher Gestaltungsvarianten zum anderen. Erstellt wird ein Wissensdokument, das bisherige Regelwerke ergänzen kann. 

Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Radverkehr (2015-2017)

Fördergeber: NRVP / BMVI
Projektpartner: Professur Verkehrsökologie (TUD)
Ansprechpartner: Dipl.-Verk.wirtsch. Angela  Francke
Laufzeit: Aug. 2015 - Aug. 2017

Ein attraktiver Radverkehr bedarf einer qualitativ hochwertigen Infrastruktur. Voraussetzung dafür ist eine systematische Erfassung der Radverkehrsnachfrage. Hier setzt das Projekt an: Ziel ist es, die Nutzbarkeit von GPS-Massendaten für die Radverkehrsplanung zu prüfen, geeignete Visualisierungsformen zu entwickeln sowie den Kommunen einen Leitfadens mit Empfehlungen und Arbeitsschritten für die flächendeckende Erfassung der Verkehrsnachfrage und der Qualität des Radverkehrsablaufs, basierend auf vorhandenen „Big Data“, zur Verfügung zu stellen.

mehr Informationen unter:
https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko/forschung/forschungsprojekte/nrvp

https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/praxis/mit-smartphones-generierte-verhaltensdaten-im

Publikationen:

Lißner, S.; Francke, A.; Chernyshova, O.; Becker, T. (2017): App-Daten für die
Radverkehrsplanung - Eine explorative Datenanalyse von GPS-Daten im Radverkehr. In: Internationales Verkehrswesen, H. 1/Februar 2017, S. 48-52

Becker, T.; Francke, A.; Lißner, S. (2016): Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Radverkehr - Überprüfung der Nutzbarkeit und Entwicklung eines Auswertungsleitfadens für Akteure der Radverkehrsplanung. Fahrradportal. Upload März 2016. URL: https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/praxis/mit-smartphones-generierte-verhaltensdaten-im

Vorträge:
Becker, T.; Francke, A. (2016): Daten für die Radverkehrsplanung. Science Slam beim Tag der Vereinten Nationen Dresden, 28.10.2016, Dresden.

Becker, T; Francke, A; Lißner, S. (2016): Vorstellung des Projekts "Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Radverkehr - Überprüfung der Nutzbarkeit und Entwicklung eines Auswertungsleitfadens" bei der 35. Sitzung des Bund-Länder-Arbeitskreises (BLAK) Fahrradverkehr, 06.04.2016, Dresden

Francke, A.; Lißner, S. (2016): GPS-Daten im Radverkehr – Crowdsourcing als neuer Ansatz für den nachfrageorientierten Planungsprozess, Vortrag bei den 25. Verkehrswissenschaftlichen Tagen, 17.03.2016, Dresden



 

Entwicklung und Überprüfung eines Instruments zur kontinuierlichen Erfassung des Verkehrsklimas (2016-2017)

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Projektpartner: Infas
Ansprechpartner: Dr. Jens Schade
Laufzeit: Feb. 2016 – Jun. 2017

Ziel ist die Entwicklung eines regelmäßigen Monitorings zur Dokumentation der Entwicklung des Verkehrsklimas und des Auftretens aggressiver Verhaltensweisen im  Straßenverkehr. Ein solches Monitoring kann unter zwei Perspektiven erfolgen: (1) Entwicklung des Verkehrsklimas auf der Grundlage subjektiver Indikatoren und (2) systematische Erfassung der Prävalenz aggressiver Verhal-tensweisen auf der Basis objektiver Indikatoren.

Bislang existiert kein derartiges Monitoring, weshalb auch keine verlässlichen Aussagen über Umfang und Entwicklung von Aggressionen im Straßenverkehr getroffen werden können. Bisherige Einschätzungen der Entwicklung von Aggressionen im Straßenverkehr stützen sich auf Meinungsbefragungen, Einschätzungen der Polizei oder auf Angaben über das Anzeigenaufkommen. Objektive und valide Indikatoren für Aggressionen im Straßenverkehr wurden bislang nicht definiert. Es soll in diesem Zusammenhang geprüft werden, inwieweit Angaben aus bestehenden Datenquellen (z.B. Fahreignungsregister (FAER) des Kraftfahrtbundesamtes, amtliche Unfallstatistik) hierzu herangezogen werden können. Darüber hinaus soll im Rahmen einer Methodenstudie ein praktikabler und methodisch belastbarer Ansatz zur kontinuierlichen Ermittlung des Verkehrsklimas und aggressiven Verhaltens entwickelt und erprobt werden. Hierbei werden u.a. das Erhebungsdesign, zweckmäßige Erhebungsmethoden und -intervalle festgelegt. Ein regelmäßiges Monitoring des Verkehrsklimas und der Prävalenz aggressiver Verhaltensweisen auf der Grundlage valider Indikatoren kann als eine wichtige Grundlage für die Entwicklung, Evaluation und Steuerung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen dienen.

Wirkungsweise von Wildwarnern (2015-2016)

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen
Projektpartner: Dozentur für Wildökologie und Waldschutz (TUD)
Ansprechpartner: Christoph Schulze
Laufzeit: Apr. 2015 - Apr. 2016

Gegenstand des Forschungsprojektes ist die wissenschaftliche Untersuchung und Darstellung des lichttechnischen Funktionsprinzips von optischen Wildwarnreflektoren und deren Wahrnehmbarkeit durch relevante Tierarten. Im Ergebnis des Projektes werden detaillierte Erkenntnisse zu Art und Umfang physiologisch wirksamer Reize begründet, die ausgehend von passierenden Lichtquellen (Fahrzeugen) vermittelt durch optische Wildwarner in straßennahen Bereichen an darin befindliche Tiere gelangen.

Schulze, C., & Polster, J.-U. (2017). Wirkungsweisen von Wildwarnern. Forschung - Strassenbau und Verkehrstechnik (Heft 1127), Wirtschaftsverlag NW.

Fahrerassistenzsystem ‚COSEL‘ – psychologisch-ergonomische Untersuchungen (2014-2015)

Auftraggeber: Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Projektpartner: Professur für Verkehrsleitsysteme und -prozessautomatisierung (TUD)
Ansprechpartner: Ralf Exner, Christoph Schulze
Laufzeit: März 2014 - Mai 2015

In der Untersuchung wurden die Einflüsse des Fahrerassistenzsystems COSEL auf die Fahrtätigkeit von Straßenbahnfahrern der Dresdner Verkehrsbetriebe AG bewertet. Dabei wurden insbesondere die Wirksamkeitsbedingungen der Funktionen Abfahrtscountdown und Geschwindigkeitsempfehlung betrachtet. Gestaltungsbedingungen aus fahrerergonomischer und psychologischer Sicht wurden abgeleitet, die als Grundlage für die Weiterentwicklung des Systems dienen können.

Erstellung und Prozessevaluation eines Moduls sowie Lehrhandbuchs „Verkehrspsychologie und – pädagogik“ für die bundesweite universitäre Lehrer-Ausbildung (2012-2016)

Auftraggeber: ADAC Stiftung „Gelber Engel“
Ansprechpartner: Dr. Susann Richter
Laufzeit: Okt. 2012 - Sept. 2016

Mit dem  von der ADAC Stiftung "Gelber Engel" finanziell geförderten Projekt wurde die universitäre Lehrerausbildung im Bereich der Verkehrspsychologie und Verkehrspädagogik an der Technischen Universität Dresden weiter auf- und ausgebaut. So wurde für Lehramtsstudierende aller Schulstufen ein zweisemestriges Modul entwickelt, um die verkehrspsychologischen und -pädagogischen sowie die entwicklungspsychologischen Inhalte und Methoden für die Verkehrs- und Mobilitätserziehung, als auch praktische Erfahrungen bei der Erarbeitung und Durchführung eigener schulischer Verkehrssicherheitsunterrichtseinheiten bzw. -projekte zu vermitteln. Darüber hinaus wurde aus den Erfahrungen der Lehre ein Lehrhandbuch für die universitäre Lehrerausbildung entwickelt.

Ergebnis:
Das Lehrhandbuch Verkehrspsychologie-Verkehrspädagogik kann auf den Seiten der ADAC Stiftung kostenlos heruntergeladen werden.

Neue Nutzungskonzepte für (individuelle) Mobilität

(Institut für Mobilitätsforschung -  IFMO/BMW, mit BOKU Wien) (Lars Rößger)

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Letzte Änderung: 13.11.2017