02.04.2026
Verantwortungsvolle Nutzung von Bildungsdaten: Erasmus+-Projekt SCHOOLWISE gestartet
Gruppenbild zum Kick-off des Projektes SCHOOLWISE
Verantwortungsvolle Nutzung von Bildungsdaten: Erasmus+-Projekt SCHOOLWISE gestartet
Das Erasmus+-Projekt SCHOOLWISE ist mit einem Kick-off-Meeting in Santa Margherita Ligure (Italien) offiziell gestartet. Bei dem Treffen Ende März 2026 kamen Partnerinstitutionen (Universitäten, NGOs, Schulen, Akteure aus dem Rechtsbereich) aus acht europäischen Ländern zusammen, um die inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit im Projekt zu beginnen.
Im Zentrum von SCHOOLWISE steht eine grundlegende Frage der digitalen Transformation im Bildungssystem: Wie lassen sich datenbasierte Ansätze zur Verbesserung von Lehren und Lernen nutzen, ohne die Rechte von Schülerinnen und Schülern zu gefährden? Entsprechend fokussiert das Projekt auf den verantwortungsvollen Umgang mit Bildungsdaten, die Entwicklung tragfähiger Governance-Strukturen sowie die Verankerung ethischer Prinzipien in schulischen Kontexten.
Während des Kick-off-Meetings wurden zentrale Grundlagen für die weitere Zusammenarbeit gelegt. Dazu zählen die Entwicklung einer gemeinsamen inhaltlichen Ausrichtung, erste Leitlinien für Datenschutz und ethische Governance sowie die Konzeption von praxisorientierten Werkzeugen und Trainingsformaten für Lehrkräfte und Schulleitungen. Zudem wurden Pilotaktivitäten vorbereitet, die im weiteren Projektverlauf in verschiedenen europäischen Ländern umgesetzt werden sollen.
Zentraler Fokus des Projekts: Datennutzung, Governance und Kompetenzen
In den kommenden drei Jahren wird SCHOOLWISE darauf hinarbeiten, Schulen bei einer reflektierten und verantwortungsvollen Nutzung von Daten zu unterstützen. Hierbei geht es sowohl um die Weiterentwicklung datenbasierter Lehr- und Lernprozesse als auch um den Aufbau entsprechender Kompetenzen bei schulischen Akteurinnen und Akteuren. Ein leitendes Prinzip ist der Vorrang der Rechte von Schülerinnen und Schülern gegenüber kommerziellen Interessen.
Das Projekt wird von einem europäischen Konsortium unter der Koordination des Consiglio Nazionale delle Ricerche (Italien) getragen. Seitens der TU Dresden ist das Center for Open Digital Innovation and Participation (CODIP) im CIDS maßgeblich an der Umsetzung und inhaltlichen Ausgestaltung des Projekts beteiligt.
Das CODIP übernimmt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung praxisnaher Werkzeuge und Trainingsangebote für Schulen. Auf Basis der im Projekt entwickelten konzeptionellen Grundlagen entstehen in Zusammenarbeit mit europäischen Bildungspartnern offene Toolkits, Assessment-Module und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte und Schulleitungen, die anschließend in Schulen mehrerer EU-Partnerländer erprobt, evaluiert und weiterentwickelt werden.
SCHOOLWISE möchte Schulen dabei unterstützen, Daten nicht nur zu nutzen, sondern verantwortungsvoll zu gestalten und zu steuern.
Konsortium Partner
Consiglio Nazionale delle Ricerche – Coordinator
Technische Universitaet Dresden
Technische Universitaet Graz
UC Limburg
Alma Mater Studiorum Universita di Bologna
Fundacio per a la Universitat Oberta de Catalunya
Privanova SAS
European School Heads Association
Projects for Europe
NGO Nest Berlin EV
Istituto Comprensivo Fratelli Cervi
Escola Pia de Catalunya
Assoziierte Partner
Athénée Royal du Sippelberg
Liceo Scientifico N Copernico
Istituto Comprensivo Staglieno
Ufficio Scolastico Regionale per l Emilia Romagna
Departament d Educacio Generalitat de Catalunya
Sächsisches Staatsministerium für Kultus