Ringvorlesung: Machtvolle Sprache(n). Perspektiven auf sprachliche Bildung in Schule und Ausbildung

Im Wintersemester 2017/18 findet am Zentrum für Integrationsstudien in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden eine Ringvorlesung zum Thema "Machtvolle Sprache(n). Perspektiven auf sprachliche Bildung in Schule und Ausbildung" statt.

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Finanziert wird die Ringvorlesung durch die Fakultät Sprach, Literatur- und Kulturwissenschaften der TU Dresden sowie durch Mittel des Lehrpreises 2014 der Gesellschaft von Freunden und Fördereren der TU Dresden e. V. an Dr. Ulrich Zeuner, Lehrstuhl Deutsch als Fremdsprache, TU Dresden.

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Gesellschaftliche Machtverhältnisse sind konkret und realisieren sich in unmittelbaren Beziehungen zwischen Menschen. In jeder Interaktion zwischen Menschen spielen Machtasymmetrien, Hierarchien, Privilegien, Status, Dominanzkultur und Marginalisierung eine Rolle. Was das in Bezug auf Sprache(n) bedeutet, ist das Thema dieser interdisziplinären und internationalen Ringveranstaltung des Lehrstuhls Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden in Zusammenarbeit mit dem ZfI. Zur angesprochenen Zielgruppe gehören u.a. (angehende) Lehrer*innen und Erzieher*innen, die zu den Personen gehören, die im Verhältnis zu Kindern und Jugendlichen an Macht überlegen sind und deren Wertvorstellungen und Normorientierungen sich als sehr einflussreich erweisen. Macht zeigt sich u.a. in der Verwendung von und im Umgang mit Sprache(n). Aus diesem Grund erscheint es wichtig, sich selbst gerade im pädagogischen Kontext als sprachlich Handelnde zu reflektieren. Die Perspektiven und Fachdisziplinen, aus denen heraus das geschieht, gehen bewusst über Germanistik, DaF/DaZ und Kulturwissenschaften hinaus und beziehen politische und mathematische Bildung, biblische Theologie, Slavistik, Migrationspädagogik und Erziehungswissenschaft ein. Die Veranstaltung ist so angelegt, dass der Reflexion viel Platz eingeräumt wird: In jeder Sitzung gibt es zwei Inputvorträge à 45 Minuten, weitere 45 Minuten stehen dann für die Diskussion zur Verfügung.

Programm

10.10.2017 // 18:30 - 21:00 Uhr: Prof. Dr. Heike Wiese (Universität Potsdam) und Prof. Dr. İnci Dirim (Universität Wien)

Ort: TU Dresden, Hörsaalzentrum, HSZ/0004

Prof. Dr. Heike Wiese (Institut für Germanistik, Universität Potsdam): Wer ist 'deutsch', wer nicht? Monolingualer Habitus und Neo-Linguizismus als Herausforderungen für die Schule

Prof. Dr. İnci Dirim (Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Universität Wien): Das Primat des Native Speaker und linguizismuskritische Professionalität in der Migrationsgesellschaft

Moderation: Prof. Dr. Dorothee Wieser (TU Dresden)

24.10.2017 // 18:30 - 21:00 Uhr: Dr. Michael Dobstadt (TU Dresden) und Dr. Hannes Schweiger (Universität Wien)

Ort: TU Dresden, Hörsaalzentrum, HSZ/0004

Dr. Michael Dobstadt (DaF/DaZ, TU Dresden): Symbolic power durch Literatur

Dr. Hannes Schweiger (DaF/DaZ, Universität Wien): Rassismuskritische Bildung mit Literatur

Moderation: Dr. Claudia Oechel-Metzner (TU Dresden)

7.11.2017 // 18:30 - 21:00 Uhr: Prof. Dr. Maria Häusl (TU Dresden) und Prof. Dr. Sara Hägi-Mead (Bergische Universität Wuppertal)

Raum: TU Dresden Hörsaalzentrum HSZ/02/E

Prof. Dr. Maria Häusl (Biblische Theologie, TU Dresden) : ’Adam, der Rest des Menschwesens’. Geschlechtergerechtigkeit in deutschen Bibelübersetzungen

Prof. Dr. Sara Hägi-Mead (Institut für Bildungswissenschaften, Bergische Universität Wuppertal): Sprachtabus, Euphemismen und (Political) Correctness

Moderation: Dr. Andrea Taschl-Erber (Alttestamentliche Bibelwissenschaft, Universität Graz)

21.11.2017 // 18:30 - 21:00 Uhr: Prof. Dr. Uwe Gellert (FU Berlin) und Dr. Elisabetta Terrasi-Haufe (LMU München)

Raum: TU Dresden Hörsaalzentrum HSZ/02/E

Prof. Dr. Uwe Gellert (Mathematische Bildung und Gesellschaft, FU Berlin): Macht Sprache Wissen in der Mathematik: Betrachtungen zu den Besonderheiten mathematischer Sprache und Konsequenzen für den Mathematikunterricht

Dr. Elisabetta Terrasi-Haufe (LMU München): Teilhabe durch Ausbildung: Sprachförderung in der beruflichen Bildung nach dem Unterrichtskonzept "Berufssprache Deutsch"

Moderation: Torsten Andreas (Deutsch als Fremdsprache, TU Dresden)

5.12.2017 // 18:30 - 21:00 Uhr: Prof. Dr. Holger Kuße (TU Dresden) und Prof. Dr. Claus Altmayer (Herder-Institut Leipzig)

Raum: wird noch bekannt gegeben

Prof. Dr. Holger Kuße (Slawistik, TU Dresden): Persuasive Macht und aggressive Argumentation aus der Perspektive der Kulturwissenschaftlichen Linguistik

Prof. Dr. Claus Altmayer (Herder-Institut Leipzig): Sprache und Macht im Fach Deutsch als Fremdsprache - postkoloniale Perspektiven

Moderation: Dr. Michael Dobstadt (TU Dresden)

9.1.2018 // 18:30 - 21:00 Uhr: Prof. Dr. Tanja Tajmel (HU Berlin) und Vertr. Prof. Dr. Alisha Heinemann (Universität Bielefeld)

Raum: wird noch bekannt gegeben

Prof. Dr. Tanja Tajmel (Pädagogische Hochschule Oberösterreich Linz / HU Berlin):   Ansätze und Methoden für eine kritisch-sprachbewusste Unterrichtspraxis in den naturwissenschaftlichen Fächern

Vertr. Prof. Dr. Alisha Heinemann (Migrationspädagogik und Kulturarbeit, Universität Bielefeld): Broken Promises? - Deutschkurse als Teil der Kräfteverhältnisse in den Migrationsgesellschaften Deutschland und Österreich

Moderation: Dr. Hannes Schweiger (Universität Wien)

23.1.2018 // 18:30 - 21:00 Uhr: Prof. Dr. Anja Besand (TU Dresden) und Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal)

Raum: wird noch bekannt gegeben

Prof. Dr. Anja Besand (Didaktik der politischen Bildung, TU Dresden): Sprichst du Politik? Über machtvolle Gesprächsausschlüsse im Bereich politischer Kommunikation

Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (Erziehungswissenschaft, Bergische Universität Wuppertal): Sprechen über fremd gemachte Andere. Migration und Geschlecht als Schauplätze kulturrassistischer Artikulationen und Gegenstimmen

Moderation: Dr. Michael Dobstadt (TU Dresden)

Abstracts der Vorträge

Die Abstracts zu den Vorträgen finden Sie hier

Kooperationspartner

  • Institut für Bildungsforschung, Bergische Universität Wuppertal
  • Institut für Germanistik, Universität Wien
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Karoline Oehme-Jüngling
Letzte Änderung: 18.10.2017