19.03.2015 - 21.03.2015; Workshop
Transzendenz, Sinn, Gott – Nichtmetaphysische Lesarten religiöser Rede
Kann man die religiöse Rede von Gott verstehen, ohne sie auf ein buchstäblich existierendes Wesen zu beziehen? Die Tradition der negativen Theologie oder der Mystik stellt sich gegen den klassischen Theismus, steht damit aber im Verdacht, letztlich atheistisch zu sein und lediglich von subjektiven Zuständen zu handeln. Im Hintergrund dieses Workshops steht dagegen die These, dass die religiöse Rede auch in einer nichttheistischen Lesart mehr ist als ein Gefühlsausdruck. Sie kann als Grenzreflexion verstanden werden, die über die Endlichkeit der menschlichen Situation aufklärt. Damit hat sie ein philosophisches Potential, das in seiner Tragweite erst noch auszuloten ist.