27.10.2026
Forum Soziale Bildung - Veranstaltung im Wintersemester 2026/27
Zeitgeistige Diskussionen zu Sozialer Arbeit, gesellschaftlicher Ungerechtigkeit und politischen Kämpfen
In diesem Semester wird Soziale Bildung im Spannungsfeld gesellschaftlicher Krisenerscheinungen der Gegenwart fokussiert. Insbesondere stehen dabei Fragen nach demokratischem und diskriminierungsreflexivem Handeln im Zentrum, das in der Zivilgesellschaft, der Praxis Sozialer Arbeit und in der Forschung Ausdruck findet.
Die Veranstaltungen bieten verschiedene inhaltliche und methodische Zugänge an und werden von Mitgliedern des Instituts organisiert und moderiert.
Seien Sie herzlich willkommen, teilzunehmen und mitzudiskutieren!
Fachschaftsrat Sozialpädagogik, Lili Rebstock, Julia Seidel, Felix Seltner und Constanze Berndt
(Kontakt: constanze.berndt@tu-dresden.de)
Für ein respektvolles Miteinander
Die TU Dresden steht für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander. Diskriminierendes und menschenfeindliches Verhalten wird nicht toleriert; bei entsprechenden Vorfällen behalten wir uns vor, angemessene Maßnahmen zu ergreifen.
TERMINE & ÜBERSICHT
04.11.2026 | 16:40-18:40 Uhr | MS1 Raum 314
Menschenrechtsorientierte Gemeinwesenarbeit
Vortrag und Diskussion mit Dr. Friedemann Bringt
09.12.2026 | 16:40-18:40 Uhr | MS1 Aula
Souverän reagieren auf menschenfeindliche Praktiken (max. 35 Personen)
Workshop mit dem Kulturbüro Sachsen e.V.
Wir bitten um vorherige Anmeldung über OPAL:
https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/56767643648
13.01.2027 | 16:40-18:40 Uhr | MS1 Aula
Rechten Formationen begegnen: Bewegungen, Strukturen und Perspektiven
Podiumsdiskussion mit Aktivist:innen und Fachkräften aus der Sozialen Arbeit
27.01.2027 | 16:40-18:40 Uhr | Ort wird noch bekannt gegeben
Ein- und Ausschließungen durch epistemische Ungerechtigkeiten: praktisch-philosophische Perspektiven
Vortrag mit Dr.in Hilkje Charlotte Hänel
WORUM GEHT ES? (INHALTLICHE BESCHREIBUNGEN)
Potenziale menschenrechtsorientierter Gemeinwesenarbeit in der Auseinandersetzung mit extrem rechten Orientierungen
Vortrag und Diskussion mit Dr. Friedemann Bringt
Der Vortrag vermittelt Zugänge, Praktiken und Organisationsformen einer menschenrechtsorientierten Gemeinwesenarbeit (GWA) im Kontext autoritär verdichteter Räume. Friedemann Bringt beschreibt Gelingensbedingungen für sozialräumliche Veränderungsprozesse zu mehr demokratischer Alltagskultur und entwickelt in diesem Zusammenhang Vorschläge für die konzeptionelle Weiterentwicklung von GWA und Sozialer Bildung. Sein Forschungs- und Erfahrungshintergrund sind ostdeutsche GWA-Projekte, deren Ziel die Stärkung marginalisierter Gruppen und die Auseinandersetzung mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) ist.
Souverän reagieren auf menschenfeindliche Praktiken
Workshop mit dem Kulturbüro Sachsen e. V. (max. 35 Personen)
Wie können wir menschenfeindlichen Äußerungen und Praktiken souverän begegnen? Der zweistündige Workshop des Kulturbüro Sachsen bietet eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema und lädt dazu ein, mögliche Handlungsspielräume im Umgang mit menschenfeindlichen Positionen und Praktiken zu erkunden sowie unterschiedliche Umgangsmöglichkeiten kennenzulernen und zu diskutieren.
Rechten Formationen begegnen: Bewegungen, Strukturen und Perspektiven
Podiumsdiskussion mit Aktivist:innen und Fachkräften aus der Sozialen Arbeit
Rechte Formationen gewinnen auch in Sachsen - gesellschaftlich und politisch weiter an Einfluss. Sie organisieren sich in unterschiedlichen Netzwerken, nutzen digitale Räume für die Mobilisierung und verschieben mittels abgestimmter Praktiken öffentliche Diskurse. Doch wie genau sehen diese Dynamiken in Sachsen aus? Wie nehmen Fachkräfte und Aktivist:innen die gezielte Einflussnahme auf gesellschaftliche Strukturen wahr? Und vor allem: Welche widerständigen Handlungsoptionen können entwickelt werden? Über diese (und andere) Fragen diskutieren wir mit Gästen aus der Zivilgesellschaft (Schülis gegen Rechts Erzgebirge) und der sozialpädagogischen Praxis (Gerede e.V. Dresden, Ausländerrat Dresden, Kulturbüro Sachsen).
Ein- und Ausschließungen durch epistemische Ungerechtigkeit: praktisch-philosophische Perspektiven
Vortrag mit Dr.in Hilkje Charlotte Hänel
Wessen Wissen zählt, wem wird geglaubt und wer bleibt ungehört?
Dr.in Hilkje Charlotte Hänel eröffnet in ihrem Vortrag praktisch-philosophische Perspektiven auf epistemische Ungerechtigkeit im Horizont gesellschaftlicher Ein- und Ausschlüsse. Damit geraten die Verflechtungen von Wissen, Macht und Anerkennung in den Fokus und geben weiterführend Impulse für die kritische Reflexion Sozialer Arbeit und Sozialer Bildung im Kontext gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten und politischer Kämpfe.