12.10.2026
Jan-Hendrik Herbst – neuer Professor für katholische Religionspädagogik
Jan-Hendrik Herbst studierte Katholische Theologie und Mathematik auf Lehramt an der WWU Münster, wo er 2015 mit einem Diplom für Christliche Sozialwissenschaften, einem Master of Education und einem Master of Arts abschloss. Nach seinem Referendariat promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum. Die Dissertation wurde 2023 mit dem Becker-Staritz-Preis ausgezeichnet. In den folgenden zwei Jahren vertrat er Professuren in Freiburg und Bochum. 2024 habilitierte er im Fach „Religionspädagogik / Praktische Theologie“ und übernahm noch im selben Jahr die Vertretung der Professur für Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik (katholisch) an der TU Dresden. Im Sommer 2026 folgte dann die Berufung und am 01.07. die Ernennung zum Professor an der TUD. Wie er Religionspädagogik mit Demokratiebildung verbindet, erzählt er im Interview.
Name: Prof. Jan-Hendrik Herbst
Professur: Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik (katholisch)
Institut: Institut für Katholische Theologie
Fakultät: Philosophische Fakultät
Wo liegen Ihre Forschungsschwerpunkte und Forschungsinteressen?
Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Dreieck von Religion, Bildung und Politik. Beispielsweise beschäftige ich mich mit Querschnittsthemen in der Lehrkräftebildung wie dem Feld der Demokratiebildung, mit Religionspädagogik in demokratischen Transitionen und mit dem Verhältnis von Religionsgemeinschaften und demokratischer Zivilgesellschaft.
Was war Ihr interessantestes bzw. spannendstes Forschungsprojekt?
Mein interessantestes Forschungsprojekt ist das derzeit laufende Freiraum-Projekt „Teaching.Democracy“, das inter- und transdisziplinäre Kooperationen mit Lehre und Forschung sowie lokalen und internationalen Kooperationen zusammenbringt.
An welchem Projekt arbeiten Sie aktuell?
Neben dem Freiraum-Projekt leite ich derzeit das DFG-Projekt „Kontroverse Themen im konfessionellen Religionsunterricht“, bei dem wir Subjektive Theorien von christlichen Religionslehrkräften zu aktuellen gesellschaftlichen Kontroversen und ihrer didaktischen Behandlung erheben.
Was darf auf Ihrem Schreibtisch auf keinen Fall fehlen?
Ein Post-it mit den dringlichsten Anliegen.
Haben Sie ein Lieblingszitat? Wenn ja, welches und von wem ist es?
Ein richtiges Lieblingszitat habe ich nicht, aber immer wieder bleiben Zitate „hängen“. Ein Zitat, das mich als Theologe immer irgendwie fasziniert hat, auch wenn ich es nicht gänzlich verstehe, war Adornos bekannte Sentenz aus der Minimal Moralia: „Philosophie, wie sie im Angesicht der Verzweiflung einzig noch zu verantworten ist, wäre der Versuch, alle Dinge so zu betrachten, wie sie vom Standpunkt der Erlösung aus sich darstellten.“
Welches Buch haben Sie als letztes gelesen oder welchen Film/welche Serie haben Sie zuletzt gesehen?
Da ich Bücher und Filme/Serien mag, beantworte ich einfach beides: Ich lese gerade „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ (Amos Oz) und habe jüngst die letzte Staffel von „Babylon Berlin“ zu Ende geschaut.
Weitere Infos über Sie gibt es auf ...
... auf der Website der Professur https://tu-dresden.de/gsw/phil/ikt/religionspaed/die-professur/inhaber-in