27.05.2026
Prof. Anne Piezunka – Neue Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulforschung
Seit März 2026 ist Anne Piezunka an der TU Dresden Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulforschung. Nach einem Studium an der FU Berlin (sowie Universidad Autónoma in Madrid, Spanien) war sie unter anderem am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie an der Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik in Berlin tätig. Während ihrer Promotion, die von der Stiftung Universität Hildesheim gefördert wurde, war Anne Piezunka Gastwissenschaftlerin an der Northwestern University in Chicago (USA).
Name: Prof. Anne Piezunka
Position/Professur: Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulforschung
Institut/Fakultät: Institut für Erziehungswissenschaft, Fakultät Erziehungswissenschaften
Wo liegen Ihre Forschungsschwerpunkte und Forschungsinteressen?
In meiner Forschung interessiere ich mich dafür, wie (bildungspolitische) Vorgaben auf unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems gedeutet werden. Beispielsweise die Frage, wie Inklusion auf der Ebene der Bildungsverwaltung in den einzelnen Bundesländern verstanden, diskutiert und umgesetzt wird. Des Weiteren analysiere ich in meiner Forschung pädagogische Beziehungen im Kontext von Anerkennung und Gewalt und nehme auch in den Blick, wie gesellschaftliche Differenz- und Ungleichheitsverhältnisse pädagogische Kontexte prägen.
Was war Ihr interessantestes bzw. spannendstes Forschungsprojekt?
Besonders spannend sind für mich interdisziplinäre Forschungszusammenhänge im Rahmen von verschiedenen Projekten, z.B. die Kooperationen im DFG-Netzwerk: Die Arbeit mit Personen aus unterschiedlichen Disziplinen ist manchmal herausfordernd und fühlt sich an wie das Erlernen einer neuen Sprache, aber sie ermöglicht es, die eigene Perspektive zu erweitern.
An welchem Projekt arbeiten Sie aktuell?
Im April ist unser CHIPS-Projekt gestartet. Im Projekt untersuchen wir in Deutschland und Österreich (in Kooperation mit der PH Vorarlberg), welche Erfahrungen junge Menschen im schulischen Alltag im Rahmen pädagogischer Beziehungen machen. Dabei interessiert uns insbesondere, welche Erwartungen an Lehr- und Fachkräfte in pädagogischen Beziehungen formuliert werden sowie welche Bedingungen pädagogische Beziehungen stärken oder beeinträchtigen können. Das Forschungsprojekt ist ein Teilprojekt des Sonderforschungsbereichs [in:just], der an der Goethe-Universität Frankfurt angesiedelt ist und von der DFG gefördert wird.
Was darf auf Ihrem Schreibtisch auf keinen Fall fehlen?
Kaffee und mein „Papier“-Kalender (ich nutze in vielen Bereichen mit großer Freude digitale Tools, aber bei meiner Kalenderführung bin ich weiterhin „hybrid“ unterwegs).
Haben Sie ein Lieblingszitat? Wenn ja, welches und von wem ist es?
Es ist zwar kein klassisches Zitat, aber erklärt meine Neugier: „Mich interessiert grundsätzlich alles!” von meinem Vater.
Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
„Wenn Lehrer Grenzen überschreiten“ von Britta Rotsch (danke für die Empfehlung an Jessica Angioni!). Regelmäßig lese bzw. höre ich auch gerne den Newsletter von Raul Krauthausen, die Podcasts von Mareice Kaiser und Josephine Apraku sowie die Bücher von Carolin Emcke.
Weitere Infos über Sie gibt es auf:
Ich bin Teil der Reckahner Initiative für pädagogische Beziehungen und man findet mich auf LinkedIn.