20.07.2026
Bewerbungsfrist für die Henry Arnhold Dresden Summer School 2026 bis 30. August verlängert
Vom 25. bis 31. Oktober 2026 findet die Henry Arnhold Dresden Summer School 2026 statt. Unter dem Titel „Gewalt. Macht. Krieg – Kunst und Kultur in polarisierten Zeiten" bietet das interdisziplinäre Programm jungen Kulturfachleuten und Forschenden aus dem In- und Ausland eine Plattform zum fachlichen Austausch. Bewerbungen sind noch bis zum 30. August 2026 möglich.
Die Henry Arnhold Dresden Summer School ist ein interdisziplinäres Programm für junge Nachwuchsforschende und Kulturfachleute, das seit 2012 unter der Leitung von Prof. Hans Vorländer an der TU Dresden stattfindet. In Zusammenarbeit mit führenden Dresdner Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen bringt sie jährlich internationale Teilnehmende zu einem mehrtägigen Programm aus Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Institutionsbesuchen zusammen, um aktuelle gesellschaftliche und kulturpolitische Fragestellungen zu diskutieren. Benannt ist sie nach Henry H. Arnhold (1921–2018), Ehrensenator der TU Dresden. Arnhold wurde in Dresden als Sohn der Bankiersfamilie Arnhold geboren und emigrierte in jungen Jahren in die USA, wo er ab 1960 als Chairman die Investmentbank Arnhold & S. Bleichroeder in New York leitete. Nach der Friedlichen Revolution von 1989 knüpfte er an die philanthropische Tradition seiner Familie an und förderte zahlreiche Projekte und Initiativen in seiner Geburtsstadt Dresden – seinem Lebensmotto „Continue to build bridges“ folgend.
Inhaltlich widmet sich die Summer School 2026 der Frage, wie Kunst und Kultur auf Gewalt, Macht und Krieg reagieren können und müssen. Vor dem Hintergrund aktueller bewaffneter Konflikte in Europa und weltweit stellt sich die Frage nach der Rolle von Kunst, Kultur und Wissenschaft neu: Dokumentieren Kulturinstitutionen Gewalt, schaffen sie Räume des Dialogs, bewahren sie Erinnerung – oder geraten sie selbst in politische Konfliktlinien? Diskutiert werden zudem die Handlungsspielräume von Kulturinstitutionen angesichts von Polarisierung, Desinformation und autoritären Tendenzen sowie die Frage, wie Kunst und Kultur unterschiedliche Epochen von Krieg und Gewalt verarbeiten – von historischer Distanz bis zur unmittelbaren Gegenwart.
Das Programm umfasst Vorträge, Diskussionen und Workshops, ergänzt durch Besuche aktueller Ausstellungen, Probenbesuche bei Theateraufführungen sowie Gespräche mit Kuratorinnen und Kuratoren, Künstlerinnen und Künstlern und Leitungspersonen der beteiligten Häuser. In seminarartigen Diskussionen und gemeinsamen Reflexionsrunden wird untersucht, wie Kulturinstitutionen in Krisenzeiten zu Orten der Vermittlung, Reflexion und demokratischen Auseinandersetzung werden können.
Veranstaltet wird die Summer School von der TU Dresden gemeinsam mit führenden Dresdner Kulturinstitutionen: dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden, DRESDEN-concept, HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste, dem Kunsthaus Dresden, der
Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, der Sächsischen Staatsoper Dresden, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden / Kunstgewerbemuseum / Archiv der Avantgarden, dem Staatsschauspiel Dresden und Stadtmuseum Dresden.
Bewerben können sich Masterstudierende, Promovierende und junge Forschende der einschlägigen Fachrichtungen sowie junge Theaterschaffende, Museums-, Archiv- und Bibliotheksfachleute. Weiterführende Informationen zur Bewerbung sind auf der Website abrufbar.
Informationen / Kontakt:
Julia Müer
Koordinatorin
Tel. : +49 (0)351 463 37313
Hanna Kahler
Projektmitarbeiterin