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Die Philosophische Fakultät

wurde 1993 gegründet und zählt heute – gemessen an der Zahl ihrer Studierenden – zu den größten Fakultäten der TU Dresden.

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Die Philosophische Fakultät

beherbergt 8 Institute: die Institute für Philosophie, für Katholische Theologie, für Evangelische Theologie, für Geschichte, für Kunst- und Musikwissenschaft, für Politikwissenschaft, für Soziologie und für Kommunikationswissenschaft.

Zudem gibt es einen Zusammenschluss aus den Instituten für Politikwissenschaft, Soziologie und Kommunikationswissenschaft im Zentrum für sozialwissenschaftliche Methoden. Forschung wird außerdem am Zentrum für interdisziplinäre Technikforschung und am Sächsischen Kompetenzzentrum für Bildungs- und Hochschulplanung gebündelt.

Wer in der Philosophischen Fakultät einen gemütlichen Elfenbeinturm sucht, ist an der TU Dresden an der falschen Adresse. Das breit gefächerte Angebot der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer dieser Fakultät garantiert lebhafte, gesellschaftlich relevante Lehre und Forschung, die zugleich international vernetzt und fest im Leben der Stadt verankert ist. Mit rund 3000 Studierenden ist die Philosophische Fakultät die drittgrößte der TU Dresden. Darüber hinaus ist sie seit Mai 2012 mit ihren Nachbarfakultäten Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Jura Teil des neuen „Bereichs Geistes- und Sozialwissenschaften“. Durch noch stärkere Zusammenarbeit als bisher sollen damit Vorteile in Forschung, Lehre und Verwaltung genutzt werden.

Die acht Institute – Evangelische Theologie, Geschichte, Katholische Theologie, Kommunikationswissenschaft, Kunst- und Musikwissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie –  bieten über 20 Studiengänge und Studienfächer an. In den fachwissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen ergänzen sich jeweils ein Kern- und mindestens ein weiterer Ergänzungsbereich. Die Master-Studiengänge vermitteln vertiefende und spezialisierte Fachkompetenzen, die wiederum durch Profilbereiche in anderen Disziplinen, aber auch anderen Fakultäten ergänzt werden.

Neben den BA- und MA-Studiengängen sowie dem Diplomstudiengang Soziologie bietet die Fakultät die fachwissenschaftliche Ausbildung für die Lehramtsstudiengänge in den Fächern Geschichte, Evangelische und Katholische Religionslehre, Philosophie sowie in Gemeinschaftskunde und Kunst an. Auch in diesen Lehramtsstudiengängen können die Fächer der Philosophischen Fakultät mit denen anderer Fakultäten kombiniert werden.

Über ERASMUS-Programme kann man unter anderem an den Universitäten von Alicante, Amsterdam, Barcelona, Breslau, Bordeaux, Gent, Izmir, Leiden, Mailand, Murcia, Neapel, Olmütz, Pamplona, Paris, Prag, Stockholm, Straßburg und Turin studieren. Seit Jahren besteht ein Austauschprogramm mit der „New School“ University in New York. In den meisten Fächern ist eine gemeinsame Promotion mit der École pratique des Hautes Études in Paris möglich. Die Soziologie bietet zudem ein Doppeldiplom mit der Universität von Trento.
Die Gemeinsamkeit dieser verschiedenen Disziplinen liegt im Interesse an der Frage, wie kulturelle Prozesse in unserer Gesellschaft in der Vergangenheit und der Gegenwart zu verstehen sind. Dazu gehören u.a. die politische und religiöse Kultur, aber auch die Medienkultur und die privaten Lebensformen. In der Erforschung dieser Fragen bietet die Philosophische Fakultät Erklärungswissen und Interpretationen für menschliches Denken und Verhalten auf individueller und gesamtgesellschaftlicher Ebene an. Die Fächer der Philosophischen Fakultät leisten ihre Beiträge dazu mit zum Teil sehr unterschiedlichen Methoden und wissenschaftstheoretischen Ansätzen. Gerade in dieser Vielfalt liegt eine der Stärken der Fakultät, die sich auch in den Studiermöglichkeiten niederschlägt.

Ihre ausgeprägte Fähigkeit zur interdisziplinären Forschung hat die Fakultät unter anderem durch die Organisation von Sonderforschungsbereichen ("Institutionalität und Geschichtlichkeit", "Transzendenz und Gemeinsinn") und eines Internationalen Graduiertenkollegs zusammen mit der EPHE Paris unter Beweis gestellt. Interdisziplinäre Zusammenarbeit über Wissenschaftskulturen hinweg praktiziert auch das Boysen-TUD-Graduiertenkolleg „Nachhaltige Energiesysteme – Interdependenz von technischer Gestaltung und gesellschaftlicher Akzeptanz“, bei dem Kommunikations- und Politikwissenschaftler mit Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaftlern von Beginn an eng zusammenarbeiten.
Alle Institute haben dabei in Forschung und Lehre etwas Besonderes zu bieten. So hat das Institut für Politikwissenschaft unter anderem einen Lehr- und Forschungsschwerpunkt im Bereich Internationale Organisationen. In der Kunstgeschichte liegt der Schwerpunkt auf der Kunst des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit sowie auf Foto und Film. Die Musikwissenschaft  hat einen historischen Bereich mit kulturwissenschaftlichem Profil und einen systematischen mit kognitionswissenschaftlichem Fokus. Forschungsschwerpunkte der Philosophie liegen auf dem Gebiet der normativen Erkenntnistheorie und der Spätphilosophie Heideggers. Die Kommunikationswissenschaft widmet sich vor allem dem technisch bedingten Wandel politischer Kommunikation und der Wissenschaftskommunikation. Zu den Schwerpunkten der Evangelischen Theologie gehört eine kulturhermeneutische Herangehensweise, die die religiösen Überlieferungen des Christentums nicht nur als Selbstexplikation der Kirche, sondern als allgemeines kulturelles Phänomen untersucht.

Das Studium wird darüber hinaus durch Kooperationen mit Institutionen aus Kultur, Religion, Gesellschaft, Politik und Medien bereichert. So besteht in vielen Bereichen eine enge Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), einer der größten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. Fachwissenschaftler der weltbekannten Staatlichen Kunstsammlungen Dresden unterstützen als Honorarprofessoren die Lehre der Kunstgeschichte. Die Evangelische Theologie kooperiert bei gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Deutschen Hygienemuseum, die Politikwissenschaft mit der Stiftung Frauenkirche und die Katholische Theologie mit dem Kathedralforum Dresden. Die Geschichte kooperiert eng mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. Die Kunst- und Musikwissenschaft hält eine öffentlich zugängliche und aus Spenden finanzierte Notenedition „Musikschätze aus Dresden“ mit wiederentdeckten Werken zum Download bereit. Regelmäßig große Teilnehmerzahlen ziehen die öffentlichen Vortragsreihen des Instituts für Kommunikationswissenschaft mit hochrangigen Journalisten und Politikern zu Themen der politischen Kommunikation auf sich.

Dresden, August 2015

Der Dekan