15.07.2026
Mätressen, Macht und Kunst um 1700. Spielräume weiblichen Handelns an europäischen Fürstenhöfen – Internationale Tagung in Dresden
Flyer-Cover – Mätressen, Macht und Kunst um 1700 (Tagung)
Sie standen an der Seite der regierenden Fürsten, unterhielten mit ihnen ein nichteheliches Verhältnis und genossen deren Vertrauen: Mätressen. Auffällig oft waren diese Frauen im 17. und 18. Jahrhundert durch besonderes künstlerisches, literarisches oder musisches Talent ausgezeichnet. Durch ihre Position bei Hofe spielten sie in der Repräsentation eine zentrale Rolle und konnten informell politischen Einfluss ausüben. Die Tagung widmet sich den Protagonistinnen und ihren Handlungsspielräumen mit Blick auf Macht und Kunst. Im Mittelpunkt stehen die Höfe Augusts des Starken in Dresden und Warschau sowie Ludwigs XIV. in Paris. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geschichts- und Literaturwissenschaften, der Kunstgeschichte sowie der Musik- und Tanzwissenschaft diskutieren über die politischen Konstellationen, in denen die Mätressen agiert haben, über ihre Fremd- und Selbstrepräsentationen und über Briefe und literarische Texte als Medien weiblicher Schriftlichkeit.
Ein Höhepunkt der dreitätigen Tagung ist das Opera-Ballet „Fastnachts-Lust“ von Maria Aurora von Königsmarck, Dichterin und Mätresse Augusts des Starken, und dem Hofkapellmeister Johann Christoph Schmidt, das als Adaption am 28. September 2026 in der Schlosskapelle erstmals seit 1697 in Dresden wiederaufgeführt wird. Parallel erscheint die historisch-kritische Edition, die im Rahmen der Tagung präsentiert wird.
Tagungsdetails
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Stephan Kraft (Universität Würzburg)
Prof. Dr. Andreas Rutz (ISGV/TU Dresden)
Prof. Dr. Isabelle Stauffer (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)
Ort
SLUB Dresden, Klemperer-Saal
Datum
28. bis 30. September 2026
Kontakt
Dörthe Schimke (ÖA/Wissenschaftskommunikation), d.schimke@isgv.de
Veranstalter
ISGV in Kooperation mit der SLUB Dresden, der TU Dresden, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Universität Würzburg, dem Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden e. V. und Ars Augusta e. V.
Den vollstänigen Tagungsflyer können Sie hier herunterladen.