02.07.2026
Pd. Dr. Habil. Angela Dreßen wird Honorarprofessorin für Kunstgeschichte und Digital Humanities
Das diesjährige Institutssommerfest vereinte eine Reihe glücklicher Anlässe: die traditionelle Winkelmann-Vorlesung, die Ehrung der Graduierten – und nicht zuletzt eine feierliche Verleihung einer Honorarprofessur! Seit sieben Jahren pflegt Dr. Angela Dreßen aus Florenz, wo sie an der Bibliotheca Berenson (Villa I Tatti, The Harvard University Center for Italian Renaissance Studies) wissenschaftlich tätig ist, eine enge Verbindung zu unserem Institut. Sie bereichert die universitäre Lehre mit Seminaren und Vorlesungen, die die kunsthistorische Forschung und digitale Methoden miteinander verbinden. Diese besondere Spezialisierung von Angela Dreßen findet nun eine berechtigte Anerkennung durch ihre Auszeichnung mit dem Titel der Honorarprofessorin für Kunstgeschichte und Digital Humanities.
Im Jahr 2019 schloss sie ihre Habilitationsarbeit an der Technischen Universität Dresden erfolgreich ab und wurde zur Privatdozentin ernannt. Das Forschungsinteresse von Angela Dreßen liegt in der Kunst- und Ideengeschichte der Renaissance. Nicht nur an der TU Dresden, sondern auch an mehreren Bildungseinrichtungen, darunter den Universitäten Jena und Wien, lehrt sie zu diesen thematischen Schwerpunkten und vermittelt digitale Kompetenzen zur Beantwortung kunsthistorischer Fragestellungen. Von dieser interdisziplinären Ausrichtung von Angela Dreßen profitiert sowohl die Kunstgeschichte als auch der Masterstudiengang Digital Humanities an der TU Dresden. Mit Einsatz von computergestützten Verfahren bleibt das Fach Kunstgeschichte innovativ und eröffnet neue Zugänge zu bereits etablierten Forschungsfeldern.
Am Institut hält sie aktuell ein Masterseminar Kulturgüterdaten und Forschungsfragen, in dem sie Studierenden den Umgang mit der Abfragesprache SPARQL sowie der Programmiersprache Python zur Gewinnung kunsthistorischer Datensätzen beibringt, die für eine empirische Analyse genutzt werden können. Im letzten Wintersemester leitete sie zudem ein Blockseminar Einführung in die Konzeption von 3D-Objekten und Ausstellungen in Kooperation mit dem Meissen Porzellan-Museum, aus dem eine VR-Ausstellung Meissen Porzellan im virtuellen Fokus hervorgegangen ist.
Der neue Titel einer Honorarprofessorin für Kunstgeschichte und Digital Humanities bringt neue Projekte und Möglichkeiten mit sich. Die Beschäftigten des Instituts für Kunst- und Musikwissenschaft freuen sich außerordentlich, Angela Dreßen als Forscherin mit internationaler Ausstrahlung gewinnen zu können, und wünschen ihr viel Erfolg in ihrer neuen Rolle!