24.09.2026
Konferenzsommer der Professur für Internationale Politik
Die vorlesungsfreie Zeit wurde am Lehrstuhl für den wissenschaftlichen Austausch genutzt. Mehrere Mitglieder des Teams reisten zu internationalen Konferenzen, um aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.
Den Auftakt machte vom 1. Bis 4. September die 19. Pan-European Conference on International Relations (EISA) in Lissabon. Prof. Dr. Anna Holzscheiter präsentierte dort zwei Papiere. Sie stellte den Beitrag „Representing the (Il)liberal Future? Transnational Advocacy Networks and the Political Mobilization of Youth in the European Union“ vor, der gemeinsam mit Ilaria Pitti und Jonathan Josefsson entstanden ist. Ein weiteres Paper, das in Zusammenarbeit mit Andreas Papamichail, Sharifah Sekalala, Lisa Forman und Pedro Alejandro Villareal Lizzáraga geschrieben wurde, befasst sich mit der Kontestation liberaler Werte im Kontext von globaler Gesundheitspolitik und globalem Gesundheitsrecht („Sitting on the Fence of the Liberal International Order? Contested Liberalism in Global Health Law and Politics“). Zudem war sie Teil eines Roundtables zum neuen Oxford Handbook of Norms Research in International Relations und wirkte im Rahmen des „ECD Methods Café“ an einer Special Session zu neuen Forschungsmethoden mit.
Ebenfalls in Lissabon vertreten war Dr. Ivan Bakalov. Er stellte sein Paper „Public-Private Enforcement Partnership: Capital Accumulation and the Market for Violence in Russia“ vor und übernahm den Chair für ein Panel zu „Corporate Power, Civil Society and the Boundaries of Global Governance“. Direkt im Anschluss vertiefte er seinen Fokus auf die politische Ökonomie Russlands am 9. und 10. September bei einem Workshop am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin zum Thema „Rethinking Rent and Capital in Russia. The Spatial Political Economy of the Extractivist State“.
In der darauffolgenden Woche fand vom 8. bis 11. September die General Conference des ECPR an der Jagiellonen-Universität in Krakau statt. Dort präsentierte Lea Bellmann ihre Forschung zu den Auswirkungen rechter Gegenmobilisierung auf Pride-Events („Bridging the Void in Protection: Between State Security and Collective Safety in Times of Far-Right Mobilization Against Pride Parades“). Ergänzend leitete sie als Chair und Discussant das Panel „Collective Action Under Authoritarianism, Repression and Democratic Backsliding“. Die Ergebnisse ihrer Forschung zu CSDs und Pride-Events standen in diesem Sommer bereits bei zwei weiteren Veranstaltungen im Fokus: im Juni auf einer Konferenz in Danzig („PROTEST! Expression, Organization and Impact in a Central and Eastern European Perspective“) sowie im Juli beim REXKLIMA-Workshop in Dresden.
Mit den vielen neuen Eindrücken der vorlesungsfreien Zeit startet unser Team nun in das Wintersemester. Wir freuen uns, ab Oktober die Studierenden in den verschiedenen Seminaren wiederzusehen und die neuen Erstsemester an der Universität zu begrüßen!