Die Professur für Internationale Politik
Wie lassen sich Kooperation und Konflikt zwischen Staaten erklären? Wie beeinflussen unterschiedliche Modelle und Visionen der internationalen Ordnung Kooperation und Konflikte, Krieg und Frieden zwischen Staaten? Welche Rolle spielen internationale Organisationen in der Geschichte der internationalen Beziehungen und welche Rolle haben sie in der Vergangenheit gespielt? Welche destruktiven und produktiven Auswirkungen hat die Infragestellung ("Kontestation") internationaler Institutionen, Normen und Regeln auf die internationale Ordnung? Wie trägt internationale Zusammenarbeit dazu bei, globale Probleme wie Krieg, Armut, Ungleichheit, Umweltzerstörung, Klimawandel, Geschlechterdiskriminierung oder Ernährungssicherheit anzugehen oder gar zu lösen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Forschung und Lehre an der Professur für Internationale Politik der TU Dresden. Wir Forschungskooperationen und gemeinsam mit unseren Studierenden verstehen, wer in der internationalen Politik Macht ausübt und worin diese Macht besteht. Warum beispielsweise kann eine große Nichtregierungsorganisation wie Greenpeace in globalen Klimaverhandlungen mehr Macht ausüben als ein kleiner pazifischer Inselstaat?
Es ist uns ein Anliegen, in Forschung und Lehre fundierte, differenzierte und auch kontroverse Theoriediskussionen anzustoßen, unterschiedliche methodische Zugänge zum Studium der internationalen Politik zu vermitteln und weiterzuentwickeln, klassische Forschungsfelder zu bearbeiten und neue empirische Akzente zu setzen. Im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten der Professur stehen demnach die folgenden Themen: Wirkung und Wandel internationaler Organisationen; die Rolle von nichtstaatlichen Akteuren (NGOs, Unternehmen, WissenschaftlerInnen, Stiftungen und viele mehr); die oft turbulenten Biographien internationaler Normen; sowie empirische Themen aus den Bereichen Außenpolitik, Friedens- und Konfliktforschung, internationale politische Ökonomie, globale Sozialpolitik (insbesondere Entwicklungs- und Umweltpolitik) sowie Menschenrechtsfragen.