19.01.2026
Nachruf auf Frau Prof. Dr. Rosemarie Thiemt
Das Institut für Slavistik der TU Dresden trauert um Frau Prof. Dr. Rosemarie Thiemt. Sie verstarb am 17. Dezember 2025 in Dresden. Wir erinnern uns dankbar an die gemeinsame Zeit und ihr Wirken an unserem Institut. Sie bleibt uns als hochgeschätzte Dozentin, Vertrauensperson und herzensguter Mensch in allerbester Erinnerung.
Frau Rosemarie Thiemt wurde am 31. Juli 1945 in Dresden geboren. Nach dem Erwerb des Abiturs nahm sie ein Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Dresden sowie der Lomonossow Universität Moskau auf und war danach zunächst im Schuldienst tätig, ehe sie 1974 ihre Arbeit als wissenschaftliche Assistentin an der Sektion Slawistik der Pädgogigschen Hochschule Dresden aufnahm. Dort arbeitete sie im Fremdsprachenunterricht sowie in der Lehre zur russischen Literatur- und Kulturgeschichte. Ihre wissenschaftliche Qualifikation vertiefte sie mit einer Promotion auf dem Gebiet der litauischen Literatur. Daran anschließend habilitierte sie sich mit einer Arbeit zum litauischen Roman der 1960er und 1970er Jahre und wurde 1987 zur Hochschuldozentin berufen. Mehrere Studienaufenthalte in der Sowjetunion und an der Universität Vilnius in Litauen ergänzten und erweiterten ihre Forschungsschwerpunkte.
Nach der Fusion der Pädogischen Hochschule mit der Technischen Universität Dresden erhielt Rosemarie Thiemt eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin (Osteuropastudien - Schwerpunkt Russlandstudien). Mit Begeisterung und Engagement lehrte sie auf dem Gebiet der Russischen Landes- und Kulturstudien, später zusätzlich auch die Fachdidaktik Russisch. 1997 wurde Rosemarie Thiemt zur außerordentlichen Professorin ernannt. Innerhalb ihrer Tätigkeit war sie bis zu ihrem altersbedingten Ausscheiden als Geschäftsführerin am Institut für Slavistik tätig und setzte sich als sehr engagierte Studienberaterin für die Belange der Studierenden ein.
Frau Prof. Rosemarie Thiemt war Mitglied des Verbandes der Hochschullehrer für Slavistik, rezensierte über viele Jahre regelmäßig osteuropäische Belletristik in der Tagespresse und sang leidenschaftlich im Philharmonischen Chor Dresden.