11.05.2026
Ehrennadeln für Angehörige des Bereichs Ingenieurwissenschaften
Am 8. Mai 2026 ehrte die TU Dresden Mitglieder für ihre hervorzuhebenden Einzelleistungen und außergewöhnlichen Verdienste für die TU Dresden mit der Ehrennadel. Besonders freuen wir uns über die Ehrung von Preisträger:innen aus dem Bereich Ingenieurwissenschaften.
Ausgezeichnete des Bereichs Ingenieurwissenschaften
Arbeitsgruppe Services Behinderung und Studium
Prorektorin Universitätskultur und Internationalisierung, Anja Winkler, Laura Herzog, Prof. Dr. Gerhard Weber, Jens Voegler, Rektorin (v.l.n.r.)
2007 übernahm Prof. Dr. Gerhard Weber die an der Fakultät Informatik gegründete Arbeitsgruppe Services Behinderung und Studium und baute sie mit großem persönlichem Einsatz aus. Er schuf die Grundlagen für Unterstützungsangebote, die heute selbstverständlich scheinen. Aus dieser frühen Pionierarbeit entstanden tragfähige und nachhaltige Strukturen, die bis heute durch das engagierte Team der AG SBS getragen werden und einen unverzichtbaren Beitrag zur Chancengerechtigkeit an der TUD leisten. Die AG SBS um Prof. Dr. Gerhard Weber (Leitung), Laura Herzog, Jens Voegler und Anja Winkler leistet seit vielen Jahren eine hochspezialisierte technische und beratende Unterstützung für Studierende und auch für Beschäftigte. Dazu gehören u. a. die Aufbereitung barrierefreier Studienmaterialien, die Beratung zu assistiven Technologien, TUD-weiten Softwareanwendungen, unterstützende Lösungen bei barrierearmen Prüfungsanforderungen sowie die Ausleihe und Anpassung technischer Hilfsmittel. Einen besonderen Mehrwert bietet dabei auch die Peer-to-Peer-Expertise von Anja Winkler, die selbst blind ist und dadurch praxisnahe Unterstützung leistet. Diese Kombination aus technischer Kompetenz, spezialisierter Beratung und gelobter Erfahrung macht die AG SBS zu einer zentralen Anlaufstelle, deren Arbeit den Studien- und Arbeitsalltag vieler Ratsuchender wesentlich erleichtert. Auf strategischer Ebene gestaltete Prof. Weber die Hochschulentwicklung in Richtung Inklusion maßgeblich mit. Als Mitglied des Beirats Inklusion bringt er sich seit vielen Jahren mit großer Expertise und verlässlicher Kontinuität in die strategische Weiterentwicklung der TUD ein. Durch seine Beteiligung an der Entwicklung der Aktionspläne der TUD zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hat er entscheidend dazu beigetragen, dass Inklusion als strategisches Entwicklungsziel Institutionen verankert wurde.
Rektorin, Katharina Hunger, Prof. Dr. Jochen Geck (v.l.n.r.)
Katharina Hunger ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am CIMTT, Zentrum für Produktionstechnik und Organisation der Fakultät Maschinenwesen, tätig. 2024 führte Katharina Hunger die Summer School "Social-Innovation-Workshop" durch, um Studierende des Bereich Ingenieurwissenschaften für innovative Ideen und interdisziplinäre Entwicklungsprozesse zu begeistern. Ihr Ziel ist es, MINT-Studierende zu befähigen, die Herausforderungen unserer Zeit zu reflektieren, sie auf die damit verbundene Verantwortung aufmerksam zu machen und über Vernetzung in diversen Teams die Kompetenzen aus den MINT-Fächern für die Entwicklung sozial und umweltgerechter Innovationen zu nutzen. Mit den Workshop-Ergebnissen gelang es ihr das Projekt „Zukunftswerkstatt Lausitz 2050 – Energie im Fokus“ im Rahmen des Hochschulwettbewerbs zum Wissenschaftsjahrs 2025 Zukunftsenergie zu platzieren und durch eine Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt umzusetzen. In der Zukunftswerkstatt diskutierten Forschende, Bürger:innen und Unternehmer:innen, wie eine nachhaltige Energielandschaft der Zukunft aussehen kann. Interaktive Workshops ermöglichten es den Teilnehmenden in die Rolle von Entscheidungsträger:innen zu schlüpfen, Zielkonflikte zu thematisieren und innovative Lösungen zu entwickeln. Katharina Hunger stellt ihre Ergebnisse und Ideen auf Tagungen vor und teilt ihre Erfahrungen und Kenntnisse auf dem an der TUD durchgeführten und von der UN initiierten „Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“. Katharina Hunger begeistert junge Menschen für ein Studium in den MINT-Fächern, stärkt die Vernetzung unterschiedlichster Akteure, sensibilisiert junge Menschen Verantwortung für die Herausforderungen der Gegenwart zu übernehmen und fördert den Wissenstransfer in die Gesellschaft