23.02.2026
Projekt DIGITECHNETZ feierte Abschlussveranstaltung am 06.02.2026 im Kraftwerk Mitte
DIGITECHNETZ Abschlussveranstaltung am 06.02.2026 im Kraftwerk Mitte
Am 06.02.2026 fand im Kraftwerk Mitte die Abschlussveranstaltung des gemeinsamen Projekts DIGITECHNETZ zusammen mit u.a. der Professur für Elektroenergieversorgung der TU Dresden, SachsenNetze GmbH und die Robotron Datenbanken-Software GmbH statt. Ein wertschätzendes Grußwort sprach unter anderem Prof. Dr. Angela Rösen-Wolff, Prorektorin Forschung und Technologietransfer.
Die zunehmende Nutzung von Photovoltaikanlagen, Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen stellt elektrische Niederspannungsnetze vor neue Herausforderungen. Um diese Netze weiterhin sicher und effizient betreiben zu können, hat das Forschungsprojekt „DIGITECHNETZ – Digitalisierungstechnologien für die Betriebsführung von Niederspannungsnetzen“ innovative Lösungen entwickelt. Ziel war es, ein aktives und automatisiertes Netzmanagement zu ermöglichen, Überlastungen vorzubeugen und die Netzsteuerung fit für die Zukunft zu machen. Die entwickelten Technologien wurden in Laboren sowie in realen Netzumgebungen getestet und erfolgreich erprobt.
Das Projekt wurde von der Professur für Elektroenergieversorgung der TU Dresden (Projektkoordinator Prof. Peter Schegner) in Zusammenarbeit mit der Professur für BWL, insbesondere Energiewirtschaft, koordiniert. Als Praxispartner beteiligten sich die SachsenNetze GmbH, Robotron Datenbank-Software GmbH, F&S Prozessautomation GmbH, DigSILENT GmbH und emsys grid services GmbH, die ihre Expertise und Anforderungen in das Projekt einbrachten.
„DIGITECHNETZ hat gezeigt, wie mit digitalen Lösungen den Herausforderungen der Energiewende insbesondere in Niederspannungsnetzen begegnet werden kann. Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Werkzeuge im Netzbetrieb großflächiger einzuführen“, sagt Projektkoordinator Prof. Peter Schegner.
In dreieinhalb Jahren entstand eine modulare digitale Diensteplattform, die den Betrieb von Niederspannungsnetzen unterstützt. Ein digitaler Zwilling liefert auf Basis intelligenter Messdaten präzise Informationen zum Netzzustand. Neue Algorithmen und Prognosen ermöglichen es, Überlastungen früh zu erkennen und ein automatisiertes, diskriminierungsfreies Engpassmanagement auszulösen.
Eine neue grafische Oberfläche erleichtert das Störungsmanagement und schafft Transparenz für einen effizienteren Netzausbau. Alle Funktionen wurden erfolgreich in Simulationen, Laboren und realen Netzen getestet. Die Plattform erfüllt hohe IT‑Sicherheitsanforderungen; drei Ortsnetzstationen wurden modernisiert und eingebunden. Das Projekt legt damit einen wichtigen Grundstein für einen zukunftssicheren Niederspannungsnetzbetrieb.
Auf dem Titelbild sehen Sie:
Prof. Peter Schegner, TU Dresden
Dr. Uwe Schmidt, F&S Prozessautomation GmbH
Thomas Wagner, F&S Prozessautomation GmbH
Holger Hänchen, SachsenNetze GmbH
Lea Braun, SachsenNetze GmbH
Dr. Steffen Heine, SachsenNetze GmbH
Ulf Heinemann, Robotron Datenbank-Software GmbH
Christian Hofmann, Robotron Datenbank-Software GmbH
Sven Reichardt, Robotron Datenbank-Software GmbH
Detlef Kuhfal, Robotron Datenbank-Software GmbH
Christian Behnken, energy & meteo systems GmbH
Dr. Anja Fröhner, DIgSILENT GmbH
Prof. Dominik Möst, TU Dresden
Dr. Maximilian Schmidt, DIgSILENT GmbH
Dimitrios Glynos, TU Dresden