20.09.2026
PAL-Transferveranstaltung 2026: Wie aus Forschung gelebte Praxis wird
Wie können Forschungsergebnisse so in die Praxis übertragen werden, dass daraus konkrete Lösungen für Unternehmen und Beschäftigte entstehen? Dieser Frage widmete sich die PAL-Transferveranstaltung „Intelligente Assistenz am Arbeitsplatz der Zukunft“ am 26. August 2026 an der BTU Cottbus-Senftenberg. Nach fast fünf Jahren gemeinsamer Forschung, Technologieentwicklung und Transferarbeit in der Lausitz wurden dort Ergebnisse aus den PAL-Reallaboren sichtbar und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung und Praxis diskutiert.
Forschung trifft Praxis
Den Auftakt bildeten die Begrüßung durch Moderatorin Sylvia Franke-Jordan vom CIMTT sowie Beiträge von Dr.-Ing. habil. Roberto Kockrow von der BTU Cottbus-Senftenberg und Dr.-Ing. Alexander Lucumi vom Projektträger Karlsruhe. Einen Einblick aus der Unternehmenspraxis gab anschließend Jane Ludwig von der Grötschel GmbH.
Paneltalk unter der Moderation von Katrin Meusinger
Im interaktiven Panel wurde der Blick auf die Zukunft der Arbeit in der Lausitz gerichtet. Unter der Moderation von Katrin Meusinger von Silicon Saxony e. V. diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Arbeitnehmerseite über Entwicklungen im Net Zero Valley Lausitz und die damit verbundenen Veränderungen für Unternehmen und Beschäftigte.
Forschungsergebnisse zum Anfassen
Zahlreiche Demonstratoren begeistern die Teilnehmenden
Am Nachmittag stand die Ausstellung "PAL erleben" mit Demonstratoren und praxiserprobten Lösungen aus den PAL-Reallaboren im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich über unterschiedliche Ansätze intelligenter Assistenz informieren und direkt mit Forschenden und Praxispartnern ins Gespräch kommen. Ergänzt wurde die Ausstellung durch kurze Interviews, die konkrete Erfahrungen und Fragestellungen aus der Projektarbeit sichtbar machten.
Mikrointerviews geben Einblicke in Praxisprojekte
Die Ausstellung zeigte die Bandbreite der im Projekt bearbeiteten Themen – von technischer und ergonomischer Assistenz über Dashboard-Lösungen und Lernprozesse bis hin zu Dokumentationsassistenz und Erfahrungswissen.
Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich intelligente Assistenz im Arbeitsalltag ansetzen kann: Produktionsdaten können aufbereitet und für Entscheidungen nutzbar gemacht werden, während digitale Werkzeuge gleichzeitig dabei unterstützen, Wissen zu dokumentieren, bereitzustellen und langfristig zu sichern. Beispiele hierfür waren unter anderem Anwendungen zur automatisierten Datenbereitstellung im Produktionsprozess sowie verschiedene Ansätze zur systematischen Erfassung und Nutzung von Erfahrungswissen.
Transfer gemeinsam gestalten
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der BTU Cottbus-Senftenberg und dem CIMTT konzipiert und umgesetzt. Als Kolleginnen des CIMTT waren Sophie Berger und Michelle Anger insbesondere für die transferbezogene Konzeption und Umsetzung verantwortlich.
Gemeinsam mit der BTU entwickelten sie das Veranstaltungskonzept und begleiteten die Umsetzung von der inhaltlichen Planung bis zur konkreten Durchführung vor Ort. Dazu gehörten unter anderem die Planung der Ausstellungsflächen und Stände, die Erstellung des Lageplans sowie die Veranstaltungsregie. Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, die vielfältigen Ergebnisse aus den PAL-Reallaboren so aufzubereiten, dass sie nicht nur präsentiert, sondern für die Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar wurden.
Wissenswertes zum Umgang mit Erfahrungswissen
Auch weitere Kolleginnen und Kollegen des CIMTT und der TU Dresden brachten ihre Expertise in die Gestaltung der Ausstellung ein. Gritt Ott war insbesondere an den Themen „Dashboards und automatisierte Datenbereitstellung im Produktionsprozess“ sowie „Umgang mit Erfahrungswissen“ beteiligt. So wurden wissenschaftliche Ergebnisse mit konkreten Demonstrationslösungen und Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis verbunden.
Transfer wurde damit nicht als einzelner Programmpunkt verstanden, sondern als verbindendes Element der gesamten Veranstaltung – von der Konzeption über die Ausstellung bis hin zum persönlichen Austausch zwischen Forschung und Praxis.
Rege Betriebsamkeit bei der Ausstellung "PAL erleben"
Wissen wirkt weiter
Zum Abschluss richtete sich der Blick über das Projektende hinaus. Unter dem Titel „Wissen wirkt weiter: Die Zukunft von PAL“ wurde vorgestellt, wie das Netzwerk auch künftig fortgeführt werden kann. Mit dem neu gegründeten PAL e. V. soll die Vernetzung und der Wissenstransfer über die Projektlaufzeit hinaus erhalten bleiben.
Die Transferveranstaltung zeigte damit noch einmal, wofür PAL steht: Forschungsergebnisse werden gemeinsam mit der Praxis entwickelt, erprobt und weitergedacht – damit aus Forschung Lösungen entstehen, die auch über das Projekt hinaus wirken können.