01.12.2017

Regionales Virtuelles Kraftwerk funktioniert

Projekttreffen RVK © EWE AG Projekttreffen RVK © EWE AG

1.Reihe von rechts: M. Schumacher (EWE) / Prof. Peter Schegner (TUD) / Wolfgang Mücher (Vorstand EWE AG) / Christian Arnold (EWE), 2.Reihe von rechts: PD Dr.-Ing. habil. J. Seifert (Gesamtprojektleiter) / Jens Werner (TUD) / Paul Seidel (TUD) / Karl-Eugen Wolfgang (TUD) / Reinhard Janssen (EWE)

Projekttreffen RVK

1.Reihe von rechts: M. Schumacher (EWE) / Prof. Peter Schegner (TUD) / Wolfgang Mücher (Vorstand EWE AG) / Christian Arnold (EWE), 2.Reihe von rechts: PD Dr.-Ing. habil. J. Seifert (Gesamtprojektleiter) / Jens Werner (TUD) / Paul Seidel (TUD) / Karl-Eugen Wolfgang (TUD) / Reinhard Janssen (EWE) © EWE AG

Erstmals nachgewiesen: Kommunikative Einbindung von Mikro-KWK in ein Regionales Virtuelles Kraftwerk möglich und sinnvoll

Drei Jahre Projektarbeit liegen hinter der Technischen Universität Dresden und der EWE AG aus Oldenburg. Gemeinsam erprobten die Partner in einem Feldtest ein Regionales Virtuelles Kraftwerk (RVK) unter realen Bedingungen auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung-Technologie (KWK). Gestern stellten Universität und Energieunternehmen während einer Abschlussveranstaltung in Oldenburg die Ergebnisse der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 1,35 Mio. Euro geförderten dreijährigen Forschungsaktivitäten vor.

Reinhard Janssen, Projektleiter EWE: „Uns ist zum ersten Mal der Nachweis gelungen, dass Mikro-KWK-Anlagen wie zum Beispiel Brennstoffzellen-Heizungen mittels Kommunikationstechnik effizient ins Energiesystem integrierbar sind. Dies ist eine entscheidende Erkenntnis für die Sektorkopplung im Bereich dezentraler Energieerzeugungs-Anlagen.“ PD Dr.-Ing. habil. Joachim Seifert, Bereichsleiter an der Professur Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung der TU Dresden, ergänzt: „Die im Projekt entwickelte Technologie wurde hierbei zwar im Kontext der KWK-Technologie erprobt, bietet jedoch das Potential auch auf andere Technologien übertragen zu werden. Die Kommunikationstechnologie ist neutral ausgeführt und kann zukünftig auch für Wärmepumpen und solarthermische Anlagen sowie PV-Anlagen eingesetzt werden.“ Innerhalb der Projektlaufzeit wurde eine Kommunikationsanbindung für komplexe Heizungssysteme in Privathaushalten entwickelt und erfolgreich betrieben. Janssen: „Die Kommunikationsanbindung kann einen wichtigen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz und damit eine Reduzierung des Netzausbaus darstellen.“ Vorteile gibt es auch auf Kundenseite. Michael Siemer, Feldtestkunde und Besitzer einer KWK-Anlage vom Typ ecopower 1.0: „Für mich besteht ein großer Vorteil der Anbindung an das Virtuelle Kraftwerk und des damit verbundenen Monitorings meiner Anlage darin, dass ich im Falle einer Anlagenstörung automatisch informiert werde, noch bevor ich die Störung selber bemerke.“ Durch das installierte Messsystem beim Kunden können Wartungsintervalle optimiert und Kosten gespart werden. Beide Projektpartner – Technische Universität Dresden und EWE – wollen jetzt gemeinsam den nächsten logischen Schritt gehen. Das bestehende Regionale Virtuelle Kraftwerk soll im Rahmen des Energiewende-Projektes „enera“ in einen größeren Praxistest eingebettet werden. Im Fokus steht die Integration des bestehenden RVK-Systems in ein ganzheitliches, zukunftsfähiges Energiesystem.

Informationen für Journalisten:
PD Dr.-Ing. habil. Joachim Seifert
Technische Universität Dresden
Fakultät Maschinenwesen, Institut für Energietechnik
Tel.: 0351 463-34909
Fax: 0351 463-37888
E-Mail: Joachim.Seifert@tu-dresden.de

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Jacqueline Duwe
Letzte Änderung: 05.12.2017