22.01.2018

TU Dresden ehrt Unternehmer Heinz-Jürgen Preiss-Daimler mit Verleihung der Würde eines Ehrensenators

Heinz-Jürgen Preiss-Daimler (2.v.r), seine Ehefrau Beatrix, Prof. Hans Müller-Steinhagen (links) und Prof. Heinz Reichmann. © André Wirsig Heinz-Jürgen Preiss-Daimler (2.v.r), seine Ehefrau Beatrix, Prof. Hans Müller-Steinhagen (links) und Prof. Heinz Reichmann. © André Wirsig

Heinz-Jürgen Preiss-Daimler (2.v.r), seine Ehefrau Beatrix, Prof. Hans Müller-Steinhagen (links) und Prof. Heinz Reichmann.

Heinz-Jürgen Preiss-Daimler (2.v.r), seine Ehefrau Beatrix, Prof. Hans Müller-Steinhagen (links) und Prof. Heinz Reichmann.

Heinz-Jürgen Preiss-Daimler (2.v.r), seine Ehefrau Beatrix, Prof. Hans Müller-Steinhagen (links) und Prof. Heinz Reichmann. © André Wirsig

„Als ich von der Ehrung erfuhr, hatte ich Tränen in den Augen. So sehr habe ich mich über diese Nachricht gefreut“, gesteht Heinz-Jürgen Preiss-Daimler während seiner Festrede, kurz nach der feierlichen Verleihung der Würde eines Ehrensenators der Technischen Universität Dresden durch Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen. „Mit dieser höchsten Auszeichnung der TU Dresden würdigen wir seine Verdienste um Wissenschaft und Krankenversorgung in der Universitätsstadt Dresden, insbesondere seine stete Förderung der Medizin und des Maschinenwesens der TU Dresden“, unterstreicht Prof. Müller-Steinhagen. Diese Förderung erfolgte und erfolgt noch durch Stipendien für die onkologische Forschung, die Finanzierung von Hochleistungs-Geräten zur bildgebenden Diagnostik, die Zuwendungen für Neubauten von Krebs-Forschungseinrichtungen und den technologischen Austausch in den Bereichen Leichtbau, Kunststofftechnik, Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik.

Bislang ist solch ein Mäzenatentum in Deutschland und besonders in Ostdeutschland mehr Ausnahme als Regel. „Heinz-Jürgen Preiss Daimler fördert junge Studenten finanziell während ihrer Promotion – ein Einsatz mit Weitblick“, würdigt Prof. Heinz Reichmann, Dekan der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus, dieses Engagement des Mäzens. „So ist es möglich, dass sich ambitionierter wissenschaftlicher Nachwuchs konzentriert anspruchsvollen Themen widmen kann.“ Zusätzlich vergibt Heinz-Jürgen Preiss-Daimler ein Habilitationsstipendium, hat einen hochpräzisen und schonenden Computertomographen finanziert und unlängst den Rohbau einer zusätzlichen Forschungs-Etage des neuen Gebäudes für das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden abgesichert. Für deren Ausbau müssen jetzt weitere Unterstützer gefunden werden. Und möglicherweise hat Herr Preiss-Daimler eine Impulsfunktion. „Auch wenn er bislang der einzige Mäzen dieser Größenordnung der Dresdner Hochschulmedizin ist, könnten seinem Vorbild gern einige weitere folgen“, plädierte Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, in seinem Grußwort.

Mit seiner Preiss-Daimler Stiftung „Medical Equipment and Research“ hat Heinz-Jürgen Preiss-Daimler ein deutliches Signal gesetzt, wie wichtig privates Engagement ist und welche Tragweite diesem zukommt, wenn die Dresdner Hochschulmedizin weiterhin so wachsen will. Denn längst basiert Spitzenmedizin nicht mehr ausschließlich auf den Säulen der konventionellen Finanzierung, in der Krankenkassen den Teil der Patientenversorgung übernehmen und der Freistaat verantwortlich für Forschung und Lehre ist. Für Professor Albrecht ist es immens wichtig, dass Wissenschaft und Krankenversorgung Hand in Hand gehen. Ansonsten kann keine Spitzenmedizin etabliert werden. Genau aus diesem Grund bedarf es solch engagierter Unternehmer wie Heinz-Jürgen Preiss-Daimler, der selbstlos in den letzten Jahren die Dresdner Hochschulmedizin mit mehr als drei Millionen Euro unterstützte.

Heinz-Jürgen Preiss Daimler ist nicht der Unternehmer, der auf großen Dank hofft, er bringt es schlicht so auf den Punkt: „Eine Hand, aus der etwas raus geht, in die kommt auch immer wieder etwas rein.“ Ein Tenor, der auch im Zusammenhang mit der Laudatio von Professor Manfred Wirth, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus und Vorsitzender der Preiss-Daimler Stiftung „Medical Equipment and Research“, hörbar wurde. Er zeigte auf, wie sich der Geschäftsführende Gesellschafter und Gründer der P-D Group Germany ganz nach oben gearbeitet hat. Wie er seine Karriere quasi auf die Trümmer seines im Krieg zerstörten Elternhauses stellte und mit dem Beginn seiner Laufbahn dafür sorgte, dass etwas Neues entstehen konnte. Zunächst in Minden und später auch in Dresden. Heute hat die P-D Group mit Sitz in Sachsen weltweit mehr als 4.000 Mitarbeiter und macht jährlich einen Umsatz in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro.

Einen nicht geringen Teil seiner Einnahmen investiert Heinz-Jürgen Preiss Daimler in die Zukunft, indem er auch die Dresdner Hochschulmedizin finanziell unterstützt. „Die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens liegt mir besonders am Herzen. Jährlich erkranken in Deutschland rund eine halbe Million Menschen neu an Krebs. Wir brauchen in diesem Bereich Spitzenforschung auf allerhöchstem Niveau“, benennt er einen wesentlichen Grund für sein umfangreiches Engagement zugunsten der Medizin an der TU Dresden. Ein Engagement, das viel Beifall verdient und beim Festakt im Großen Festsaal der TU Dresden auch bekam.

Als Ehrensenator der TU Dresden wird Heinz-Jürgen Preiss-Daimler nun zu allen akademischen Veranstaltungen der Universität sowie zu Jahresfeiern und zu den Sitzungen des Senats eingeladen und hat den Status eines Beraters mit Rederecht im Senat.

Informationen für Journalisten

Kim-Astrid Magister
Tel.: 0351 463-32398

pressestelle@tu-dresden.de

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Carola Queitsch
Letzte Änderung: 22.01.2018