07.04.2026
Mit Plasmabeschichtung zu kreislauffähigen Metall-Kunststoff-Hybridbauweisen. Das Projekt „KreisHybrid“ hat begonnen.
Ein multidisziplinäres Team aus Industriepartnern – darunter der Konsortialführer Plasmatreat GmbH, die ElringKlinger AG, die AUMO GmbH und die COBES GmbH – wird durch die beiden Forschungsinstitute Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) und das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden unterstützt. Durch die Erforschung innovativer Plasma-Beschichtungstechnologien sollen Metall-Kunststoff-Verbunde kreislauffähig gestaltet und marktfähig umgesetzt werden.
Hybride Werkstoffe, insbesondere in Metall-Kunststoff-Verbundbauweise, sind Schlüsseltechnologien für funktionsintegrierte Leichtbaustrukturen in verschiedensten Branchen. Dabei stoßen konventionelle Verbindungstechnologien hinsichtlich Tragfähigkeit, Dichtheit, Gestaltungsfreiheit und Kreislaufführung an ihre Grenzen. Diese Herausforderungen adressiert das Projekt „KreisHybrid“ mit innovativen Ansätzen. Ziel ist die Entwicklung von stoffschlüssigen Metall-Kunststoff-Verbindungen durch den Einsatz von atmosphärischer Plasmabeschichtung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erweiterung des werkstofflichen Spektrums, unter anderem durch die Kombination von Aluminium und Polypropylen.
Neben der Entwicklung neuer Plasmabeschichtungen liegt ein weiterer Fokus des Projekts auf Nachhaltigkeit und digitaler Transformation. Eine vollständige digitale Prozesskette ermöglicht die lückenlose Erfassung und Analyse von Fertigungsdaten, während begleitende Lebenszyklusanalysen die Umweltwirkungen der neuen Technologien bewerten. Dabei werden zentrale Aspekte der Kreislaufwirtschaft berücksichtigt – von der Verwendung sortenreiner Rezyklate bis hin zur Reparaturfähigkeit und sortenreinen Trennung der Bauteile am Ende ihres Lebenszyklus. Damit setzt „KreisHybrid” einen wichtigen Meilenstein für die ressourcenschonende Transformation industrieller Fertigungsprozesse und die Förderung einer kreislauforientierten Wirtschaft.
Das Forschungsvorhaben „KreisHybrid“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut. Das Projekt startete am 01.11.2025 und hat eine Laufzeit von 36 Monaten.