Nachwuchsförderung 2025
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die frühzeitige Heranführung junger Menschen an ingenieurwissenschaftliche Themen sind zentrale Anliegen des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden. Mit vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Studierende trägt das Institut dazu bei, Zugänge zu MINT-Fächern zu eröffnen, Interesse an Forschung und Technik zu fördern und Einblicke in das Ingenieurwesen zu vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Mädchen und jungen Frauen im MINT-Bereich.
Die Aktivitäten reichen von Schulprojekten und Mitmachformaten über Angebote für Studierende bis hin zur Begleitung wissenschaftlicher Qualifizierungswege. Auf diese Weise unterstützt das ILK junge Menschen dabei, ihren individuellen Weg in Wissenschaft und Ingenieurwesen zu finden.
Die nachfolgende Auswahl gibt beispielhaft Einblicke in die Nachwuchsaktivitäten des Jahres 2025 und bildet nur einen Teil der vielfältigen Projekte und Initiativen des ILK ab.
Aktuelle Einblicke in die Nachwuchsaktivitäten des ILK bietet zudem der Instagram-Kanal ilk.dresden.
Wie entsteht aus Kunststoffabfällen ein neues Produkt? Welche Materialien stecken in alltäglichen Gegenständen? Und wie wird aus einer Idee ein funktionierender Prototyp? Diesen und weiteren Fragen gingen Kinder im Rahmen der Ferienbetreuung am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden spielerisch und praxisnah nach.
Kinderferienbetreuung am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden.
Den Auftakt bildete ein Rundgang durch das Leichtbau-Innovationszentrum (LIZ), bei dem die Kinder das ILK und seine Forschungsfelder kennenlernten. An den anschließenden Mitmachstationen konnten sie selbst aktiv werden. Beim Bau und der individuellen Gestaltung eigener kleiner Roboter aus Zahnbürstenköpfen waren Kreativität und eigene Ideen gefragt. Gleichzeitig erhielten die Kinder spielerisch erste Einblicke in technische Zusammenhänge und Mechanik. Beim anschließenden Wettrennen konnten die Kinder ihre selbst entwickelten Roboter gegeneinander antreten lassen und deren Funktionsweise direkt erleben.
Ein weiterer Schwerpunkt lag an diesem Tag auf der Kreislaufwirtschaft. Mithilfe des HoliMaker-Systems, einer manuellen Vorrichtung zur Verarbeitung von Kunststoffresten, fertigten die Kinder aus recycelten Kunststoffresten eigene Schlüsselanhänger an und erlebten, wie aus Kunststoffabfällen neue Produkte entstehen. Auf diese Weise erhielten die Kinder einen Einblick in die Bedeutung von Recyclingprozessen und die Herausforderungen einer nachhaltigen Kunststoffnutzung.
Neben der Vermittlung technischer Zusammenhänge stand auch die Freude am gemeinsamen Ausprobieren im Mittelpunkt. Beim Gestalten, Experimentieren und Entwickeln eigener Lösungen konnten die Kinder Technik und Forschung unmittelbar erleben und erfahren, wie vielfältig ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen sein können.
Gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Digitalisierung machen nicht an Ländergrenzen halt. Umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig für MINT-Themen zu begeistern. X-Garden bringt Schüler:innen aus Sachsen und Polen zusammen, um Naturwissenschaft und Technik gemeinsam zu entdecken, voneinander zu lernen und neue Perspektiven kennenzulernen. Gleichzeitig vermittelt das Projekt Lehrkräften aktuelles Fachwissen und praxisnahe Ansätze für den Unterricht.
X-Garden vernetzt Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Schulen und Partner aus der Innovations- und Bildungslandschaft in Sachsen und Polen. Workshops, Exkursionen, Summer Schools, Science-Picknicks und weitere Mitmachformate ergänzen den Unterricht durch praktische Erfahrungen und fördern den Austausch über Ländergrenzen hinweg.
Als Projektpartner bringt das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) seine Expertise im Leichtbau und in der Kunststofftechnik ein. Im Mittelpunkt stehen Themen wie nachhaltige Werkstoffe, innovative Leichtbauverfahren, Recyclingprozesse und moderne Leichtbaukonstruktionen. Diese Inhalte fließen in die Bildungsangebote ein und machen aktuelle Entwicklungen aus Wissenschaft und Forschung für Schüler:innen und Lehrkräfte verständlich und unmittelbar erlebbar.
X-Garden schafft so einen Raum, in dem Neugier geweckt, Wissen geteilt und neue Verbindungen entstehen. Das Projekt stärkt nicht nur das Interesse an MINT-Fächern, sondern fördert auch Offenheit, Zusammenarbeit und den Blick über Grenzen hinweg.
Rundgang im Leichtbau-Innovationszentrum (LIZ) des ILK.
SCHAU REIN! ist Sachsens größte Initiative zur Berufs- und Studienorientierung. Jedes Jahr öffnen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Türen, um Schüler:innen ab der 7. Klassenstufe praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder und Studienmöglichkeiten zu geben. Auch das ILK beteiligte sich wieder mit einem Mitmachangebot an der Initiative.
Bei einem Rundgang durch das Institut erhielten die Teilnehmer:innen einen Einblick in den umfangreichen Maschinenpark im Prozessentwicklungszentrum (PEZ) sowie dem Leichtbauinnovationszentrum (LIZ) und lernten dabei verschiedene Forschungs- und Arbeitsbereiche des ILK kennen. Im anschließenden Leichtbauparcours konnten sie an mehreren Stationen selbst aktiv werden und spielerisch Aufgaben zu Werkstoffen, Leichtbau und nachhaltigen Materialkonzepten lösen. So wurden ingenieurwissenschaftliche Zusammenhänge greifbar und technische Fragestellungen spielerisch erlebbar.
Der Girls'Day ist Deutschlands größter Berufsorientierungstag für Mädchen im Alter und bietet Schülerinnen die Möglichkeit, Studiengänge und Berufsfelder kennenzulernen, in denen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind. Das ILK beteiligt sich regelmäßig an der Initiative. Mit seiner Beteiligung am Girls'Day unterstützt das ILK das Ziel, Mädchen frühzeitig mit ingenieurwissenschaftlichen Themen in Berührung zu bringen und sie in einer möglichen MINT-Studien- und Berufswahl zu bestärken.
Girls'Day 2025.
Im Rahmen eines dreistündigen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmerinnen von 12 bis 17 Jahren mit den Grundlagen der Kreislaufwirtschaft und den 9R-Strategien für einen ressourcenschonenden Umgang mit Materialien. Sie lernten verschiedene Kunststoffarten und deren Einsatz im Leichtbau kennen, setzten sich mit Verfahren der Materialsortierung und des Recyclings auseinander und stellten an einer Mini-Spritzgießmaschine ein eigenes Kunststoffbauteil aus recyceltem Material her. Ein Rundgang durch das Leichtbau-Innovationszentrum (LIZ) des ILK ergänzte das Programm.
Der Girls’Day wurde durch die DFG-geförderten Projekte SFB/TRR 285, SFB/TRR 402 sowie den juniorIng. Sachsen e.V. unterstützt.
Die Girls'Day Akademy begleitet Schülerinnen über ein gesamtes Schuljahr bei ihrer Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich. Durch regelmäßige Besuche an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen erhalten die Teilnehmerinnen vertiefte Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Themen und lernen unterschiedliche Studien- und Berufsfelder kennen. Das ILK beteiligt sich als Programmpartner mit mehreren Praxiseinheiten.
Girls'Day Academy 2025.
Im Rahmen der Workshops setzten sich die Schülerinnen mit den Grundlagen der Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Kunststofftechnik auseinander. Die Untersuchung der Eigenschaften verschiedener Kunststoffe, die Identifikation und Sortierung von Materialien sowie die Durchführung eines Schwimm-Sink-Tests zur Trennung unterschiedlicher Werkstoffe bildeten zentrale Bestandteile des Programms am ILK und vermittelten den Teilnehmerinnen grundlegende Zusammenhänge der Kunststoffkreisläufe. Darüber hinaus verarbeiteten die Schülerinnen recycelte Kunststoffe an einer Mini-Spritzgießmaschine (HoliMaker) und gewannen so praktische Einblicke in den Werkstoffkreislauf sowie die Herstellung von Kunststoffbauteilen.
Mit der Girls'Day Akademy unterstützt das ILK die langfristige Nachwuchsförderung im MINT-Bereich und begleitet Schülerinnen bei ihrer Auseinandersetzung mit ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen. Die wiederkehrenden Besuche schaffen Raum, Inhalte zu vertiefen, Fragen zu diskutieren und Interesse an nachhaltigen Technologien sowie an Studien- und Berufsperspektiven im Ingenieurwesen weiterzuentwickeln.
Unter dem Motto „Die Nacht, die schlauer macht“ öffnete die 22. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen für Besucher:innen aller Altersgruppen. Auch das ILK beteiligte sich mit einem vielfältigen Programm und lud dazu ein, aktuelle Forschung rund um Leichtbau, Kunststofftechnik und nachhaltige Produktion kennenzulernen.
Die Lange Nacht der Wissenschaften im Prozess-Entwicklungszentrum des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden.
Im Prozessentwicklungszentrum (PEZ) konnten Besucher:innen moderne Fertigungstechnologien hautnah erleben. Live-Demonstrationen an Großanlagen machten sichtbar, wie unter hohen Kräften und gezielter Wärmeeinwirkung komplexe Bauteile entstehen. An interaktiven Stationen beschäftigten sich Gäst:innen mit Themen wie Recycling, Werkstoffverarbeitung und Robotik und konnten technische Zusammenhänge durch eigene Experimente nachvollziehen. Für die jüngeren Besucher:innen bot das ILK verschiedene Mitmachangebote an: Beim Leichtbauparcours konnten sie technische Aufgaben lösen und ihr Wissen rund um Materialien und Konstruktionen testen. Nach erfolgreichem Abschluss erhielten die Nachwuchsforscher:innen eine Urkunde. Auch eigene Buttons konnten gestaltet und als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
Führungen durch das PEZ des ILK sowie Gespräche mit Wissenschaftler:innen boten Einblicke in die Leichtbau- und Kunststoffforschung. Das Spektrum der vorgestellten Themen reichte von der Entwicklung neuer Materialien über innovative Fertigungsverfahren bis hin zu nachhaltigen Nutzungskonzepten. Durch den jährlich wechselnden Veranstaltungsort am ILK erhalten Besucher:innen immer wieder neue Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Forschungsinfrastruktur und die vielfältigen Arbeitsfelder des Instituts.
Der gemeinnützige Verein juniorIng. Sachsen e. V. wurde 2009 von Mitarbeiter:innen des ILK der TU Dresden gegründet, um das Interesse junger Menschen frühzeitig an Ingenieur- und Naturwissenschaften zu wecken und nachhaltig zu fördern. Durch die Arbeit möchten die Vereinsmitglieder technologische Bildung praxisnah vermitteln und Schüler:innen aller Altersstufen für den Leichtbau begeistern.
In enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und kulturellen Bildungsträgern in Dresden und ganz Sachsen organisiert juniorIng praxisorientierte Veranstaltungen für Kindertagesstätten, Schulen, Berufsschulen und Gymnasien. Die Themen reichen von den Grundlagen der relevanten Werkstoffe und Bauweisen über konstruktive Aspekte bis hin zu Nachhaltigkeitsstrategien im Leichtbau.
Darüber hinaus unterstützt der Verein Lehrkräfte und pädagogisches Personal bei der anschaulichen und praxisnahen Vermittlung ingenieurwissenschaftlicher Inhalte – sei es durch Projekttage, schulische Arbeiten oder den Verleih von Experimentiermaterial wie Werkstoff-, Bauweisen- oder Verarbeitungskoffern. In Kooperation mit dem ILK führt juniorIng zudem Experimente mit den jeweiligen Zielgruppen durch und ermöglichen so ein greifbares Verständnis für ingenieurwissenschaftliche Zusammenhänge.
Im Jahr 2024 konnten zahlreiche Angebote umgesetzt werden, die Jugendlichen praxisnahe Einblicke in die Welt der Leichtbauingenieur:innen ermöglichten. Dazu zählten unter anderem Schulprojekttage, die Teilnahme an Formaten wie Schau Rein! oder dem Girls’ Day sowie die Unterstützung der Schüler:innen des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums bei ihren wissenschaftlichen Arbeiten (KOLL und BELL).
Darüber hinaus begeisterte das Probestudium tryING angehende Studentinnen für die Fertigung und Prüfung von Faserverbundwerkstoffen. Seit 2021 ist der Verein zudem im Vorstand des Landesverbandes Sächsischer Jugendbildungswerke e. V. (LJBW) aktiv und engagiert sich für die landesweite Koordination von MINT-Aktivitäten und Schulsozialarbeit.
TryING 2024.
Mit den Aktivitäten wurden bereits zahlreiche Kinder und Jugendliche erreicht. Dabei wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch gemeinsame, inspirierende und lehrreiche Erfahrungen gesammelt.
Kontakt
© Florian Lehmann
Saskia Trute B.A.
Kommunikation
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Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik
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DÜR, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik Holbeinstr. 3
01307 Dresden
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