10.10.2025
Im Gespräch: Benjamin Beck über seine Rolle als Verbundkoordinator im Projekt Fluid 4.0
Große Forschungsprojekte leben von technischen Innovationen – aber auch von Menschen, die den Überblick behalten, Kommunikation gestalten und Teams zusammenhalten. Unser Mitarbeiter Benjamin Beck gibt Einblicke in seine Arbeit als Verbundkoordinator des BMWK-geförderten Projekts Fluid 4.0.
Zum Projekt
Das Verbundprojekt Fluid 4.0 wurde auf Initiative unserer Professur gemeinsam mit Bosch Rexroth und dem VDMA-Fachverband Fluidtechnik ins Leben gerufen. Seit Januar 2024 arbeiten 15 Partner und 13 assoziierte Partner daran, branchenrelevante Anwendungsfälle in der Fluidtechnik mithilfe von Verwaltungsschalen (Asset Administration Shells) zu digitalisieren. Das Projekt läuft bis Juli 2026.
Zur Person
Benjamin Beck studierte Maschinenbau an der TU Dresden und ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter an unserer Professur. Er begleitete zahlreiche öffentlich geförderte und industriefinanzierte Projekte – darunter das Verbundprojekt Bauen 4.0, das die Automatisierung und Vernetzung von Baumaschinen maßgeblich vorangebracht hat.
Seit 2023 leitet er beim CFLab den Bereich Digitale Laborbaustelle, seit 2025 verantwortet er dort als CSO zudem die strategische Weiterentwicklung. Gemeinsam mit Martin Hankel (Bosch Rexroth) koordiniert er das Projekt Fluid 4.0.
Was macht Fluid 4.0?
Im Zentrum steht eine klare Mission: Anwendungsfälle im gesamten Produktlebenszyklus von Fluidtechniksystemen durch den Einsatz von Verwaltungsschalen vereinfachen und automatisieren. Konkret geht es um Fragen wie:
- Wie können Maschinen und Komponenten so digital beschrieben werden, dass Informationen nahtlos zwischen Partnern fließen?
- Welche Daten braucht es für effizientes System Engineering, Energiemonitoring oder CO₂-Bilanzierung?
- Wie schaffen wir offene, anschlussfähige Ergebnisse für die gesamte Branche?
Die Projektergebnisse werden regelmäßig öffentlich präsentiert – unter anderem auf den Hannovermessen 2024–2026, der bauma 2025 und der Agritechnica 2025.
Die Rolle des Koordinators
Benjamin Beck beschreibt seine Aufgabe als eine Art „Produktmanager des Projekts":
- Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung von Projekttreffen
- Sicherstellung der Zusammenarbeit über gemeinsame Arbeitsumgebungen
- Kommunikation nach innen (Partner, Arbeitspaket-Leads) und außen (Projektträger, Lenkungskreis)
- Fokus auf Open-Source-Bausteine als Beitrag zur Community
„Koordination ist für mich keine reine Verwaltung. Sie ist ein entscheidender Hebel, um Mehrwert zu schaffen", so Beck. „Ich organisiere und leite Verbünde gerne, weil hier unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen – und daraus entsteht Neues."
Ausblick
Die kommenden Monate versprechen spannend zu werden: Das Team arbeitet an neuen Hackathons, entwickelt Demonstratoren und erprobt die Kommunikation über Datenräume. Ein persönliches Highlight für Benjamin Beck wird die Abschlussveranstaltung im Sommer 2026 sein.
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Weiterführende Informationen: Projektwebseite fluid40.de | News zum Projektstart | Fachbeitrag O+P Fluidtechnik | Podcast mit Benjamin Beck