10.09.2026
Preisträger der DZG-übergreifenden Projekte Dresden 2026
Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) haben sich zum Ziel gesetzt, die translationale Forschung zur Bekämpfung von Volkskrankheiten voranzutreiben. Am Standort Dresden sind vier Zentren vertreten, die zu Diabetes, neurodegenerativen Erkrankungen, Krebs sowie zur Kinder- und Jugendgesundheit forschen. Durch die Zusammenarbeit über Fach- und Krankheitsgrenzen hinweg können Wissenschaftler Synergien nutzen, die medizinische Forschung interdisziplinär stärken und neue Erkenntnisse schneller in die klinische Anwendung überführen.
Einmal jährlich veranstalten die vier DZG am Partnerstandort Dresden gemeinsam das Joint Dresden DZG Symposium und schreiben eine Anschubfinanzierung für DZG-übergreifende Projekte aus, um neue Kooperationen zu fördern.
Beteiligt sind:
- Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD/PLID)
- Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK)
- Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
- Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ)
Die diesjährigen Förderungen wurden von den Sprecher der DZG, Prof. Michele Solimena (DZD/PLID), PD Dr. Rebecca Bütof (DKTK) und Prof. Gerd Kempermann (DZNE), an die erfolgreichen Teams überreicht.
In diesem Jahr wurden sechs Wissenschaftler aus zwei Teams mit Fördermitteln in Höhe von 10.000 beziehungsweise 5.000 Euro ausgezeichnet.
Die Preisträger: (v.l.n.r.) Ning Ding, Karina Amineva, Rebecca Bütof, Soňa Michlíková, Gerd Kempermann, Michele Solimena, Rafael Tur Guasch, Natalie Dumler und Franziska Baenke
Das Projekt IMPACT – „Interdisciplinary and Conceptual Multiorgan Platform for Analysing inflammatory Organ Cross Talk“ bringt Natalie Dumler und Rafael Tur Guasch vom DZNE mit Franziska Baenke vom DKTK zusammen. Mithilfe eines mikrofluidischen Systems untersucht das Team, wie verschiedene Organe über das Immunsystem miteinander kommunizieren und sich gegenseitig beeinflussen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse könnten insbesondere für Erkrankungen des Gehirns, der Augen und des Verdauungssystems von Bedeutung sein.
Im Projekt CryoGraft – „star-PEG cryogel preservation of tumor and thymic tissue with multiplex readout“ arbeiten Ning Ding und Soňa Michlíková vom DKTK gemeinsam mit Karina Amineva vom DZKJ an polymerbasierten Kryokonservierungsstrategien, die sich auf biologisch unterschiedliche menschliche Gewebe anwenden lassen. Eine solche Methode könnte künftig dazu beitragen, die Wirksamkeit von Krebsmedikamenten zu testen und besser vorherzusagen.
Die diesjährigen Projekte zeigen erneut, wie wertvoll es ist, über die Grenzen einzelner Krankheitsgebiete hinauszublicken. Auch wenn sich Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und neurodegenerative Erkrankungen sowie Krankheitsbilder im Kindes- und Jugendalter deutlich unterscheiden, gibt es gemeinsame biologische Mechanismen und Forschungsfragen. Diese Verbindungen können neue Perspektiven für das Verständnis von Krankheiten eröffnen und Impulse für die Entwicklung innovativer therapeutischer Ansätze geben.
Die Bündelung der Expertise verschiedener Deutscher Zentren der Gesundheitsforschung schafft eine wichtige Grundlage für interdisziplinären Austausch und gemeinsame Forschung. In Dresden hat sich dieser DZG-übergreifende Dialog inzwischen fest etabliert: Seit 2019 bringt unser Symposium Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und schafft Raum für neue Ideen, gemeinsame Forschungsansätze und Kooperationen am Wissenschaftsstandort Dresden.
Wir gratulieren den diesjährigen Preisträger herzlich und wünschen ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Projekte und für ihre weitere Forschung!