02.05.2018

Emanuel-Goldberg- und Harry-Dember-Preise für 2018 verliehen

Dember-Preis 2018 © Landowski/IAPP Dember-Preis 2018 © Landowski/IAPP

Mona Kliem und Edvard van Sieleghem - Dember-Preisträger 2018

Dember-Preis 2018

Mona Kliem und Edvard van Sieleghem - Dember-Preisträger 2018 © Landowski/IAPP

Am 20.April 2018 fand zum nunmehr 25. Mal das Dresdner Photonik-Kolloquium statt, das auch den Rahmen für die Auszeichnung der besten Arbeiten des Vorjahres auf dem Gebiet der Optoelektronik und Photonik liefert. Eingeladen hatten die Robert-Luther-Stiftung und das Zentrum für Angewandte Photonik (ZAP) e.V. in den Hermann-Krone-Bau, Sitz des Instituts für Angewandte Physik (IAP) der TU Dresden.

2018 Goldbergpreisträger Simonas Krotkus © Landowski/IAPP 2018 Goldbergpreisträger Simonas Krotkus © Landowski/IAPP

Dr. Simonas Krotkus (3. v.l.), Goldberg-Preisträger 2018

2018 Goldbergpreisträger Simonas Krotkus

Dr. Simonas Krotkus (3. v.l.), Goldberg-Preisträger 2018 © Landowski/IAPP

Dr. Simonas Krotkus, der sich in seiner hervorragenden Dissertation ” Advances in Organic Displays and Lighting: Towards Planar Lithographic Integration of Organic Light-Emitting Diodes ” mit der orthogonalen Lithografie als neuer Möglichkeit der Integration von OLED’s in Displays befasste, und Dr. Yoonseok Park, der in seiner ausgezeicheten Dissertation “Light trapping substrates and electrodes for flexible organic photovoltaics” Ansätze zur Verbesserung der Effizienz organischer Solarzellen durch Kombination von Flexibilität und besserer Lichteinkopplung mithilfe flexibler Substrate und Elektroden untersuchte, teilten sich den mit 2.000 Euro ausgestatteten Emanuel-Goldberg-Preis der Robert-Luther-Stiftung. Gewürdigt wurde bei beiden Preisträgern, dass es ihnen durch die Verknüpfung von geschicktem Experimentieren und Durchdringung der physikalischen Grundlagen gelang, Lösungen für anwendungsbezogene Probleme der organischen Elektronik zu erarbeiten. Da Herr Dr. Park inzwischen in Chicago forscht, nahm er per Videokonferenz an der Festveranstaltung teil – ein Novum.

Den mit insgesamt 1.000 Euro dotierten Harry-Dember-Preis des ZAP e.V. teilen sich MSc Mona Kliem für ihre Arbeit „Dispersion und Lasermoden in strukturierten, organischen Mikrokavitäten“ und MSc Edward van Sieleghem für seine Arbeit „Interference effects in infrared scattering scanning near-field optical microscopy“. Herr van Sieleghem ist Absolvent des europäischen Erasmus Mundus Joint Master Degree Programmes; er befasste sich mit Streuprozessen bei der im Infrarot streuenden Nahfeldmikroskopie (IR-s-SNOM), während Frau Kliem als Abschluss ihres Physikstudiums strukturierte organische Mikrokavitäten untersuchte, die als Modellsysteme für völlig neue Bauelemente auf der Basis integrierter Mikro-Laser interessant sind.

In seiner Laudatio erinnerte Prof. Achim Mehlhorn, früherer Rektor der TU Dresden, an die Namensgeber der Preise und der Stiftung - namhafte Dresdner Wissenschaftler der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts auf dem Gebiet der Photophysik. Sowohl Harry Dember als auch Emanuel Goldberg durften wegen ihrer jüdischen Abstammung während der nationalsozialistischen Herrschaft nicht mehr lehren und mussten emigrieren. Den kurzweiligen und äußerst interessanten Festvortrag hielt Prof. Dr. Bertram Batlogg (ETH Zürich) zum Thema „Physik des Handys".

Zu dieser Seite

Letzte Änderung: 26.06.2018