AG Photoelektronen­spektroskopie

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Laubschat

© C. Laubschat

(Prof. Dr. C. Laubschat)

Die Professur Oberflächenphysik, Inhaber Prof. Dr. Clemens Laubschat, befaßt sich mit der Untersuchung der elektronischen Struktur von Festkörpern unter besonderer Berücksichtigung von Oberflächen- und Grenzflächenphänomenen. Methodisch kommt dabei überwiegend winkelaufgelöste Photoelektronenspektroskopie zum Einsatz, teilweise unter Anwendung von Synchrotronstrahlung (BESSY II/ Berlin, SLS/Villigen, ALS/Berkeley, ...) sowie Röntgenabsorptionsspektroskopie, Augerspektroskopie und inverse Photoemission. Die Experimente erfolgen überwiegend an einkristallinen Proben, die als epitaktische Dünnschichten von ca. 10 nm Stärke auf unterschiedlichen einkristallinen Substraten in-situ präpariert und strukturell mittels niederenergetischer Elektronenbeugung (LEED) und Photoelektronendiffraktion (PED) charakterisiert werden.

Einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt bilden intermetallische Verbindungen der Seltenen Erden und des Urans. Gegenstand dieser Untersuchungen sind neben der elektronischen Bandstruktur Fragen der Wechselwirkung der lokalisierten f-Elektronen mit dem Valenzband, die zu Korrelationsphänomenen wie Kondogitter, Schwere Fermionen oder gemischte Valenzen Anlaß geben, sowie Übergänge der f-Elektronen vom lokalisierten zum bandartigen Verhalten.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt befaßt sich mit niederdimensionalen Systemen, die durch Einlagerung (Interkalation) von Fremdatomen in Schichtkristalle wie z.B. Graphit oder Graphen erzeugt werden und zu ungewöhnlichen, stark anisotropen Materialeigenschaften führen.

Die Arbeitsgruppe (AG) ist am Aufbau und dem Betrieb eines deutsch-russischen Strahlrohrs sowie eines Röngenemissionsmeßplatzes bei BESSY II in Berlin beteiligt und betreibt zusammen mit der AG Fink das DFG-Großgerät „höchstauflösendes Photoemissionsspektrometer".

Enge Zusammenarbeit besteht vor allem mit der Theoriegruppe Eschrig/ IFW Dresden sowie im Zusammenhang mit den Synchrotronaktivitäten mit der AG Kaindl/ FU Berlin und der AG Szargan/ Universität Leipzig. Auslandskontakte bestehen besonders zu Prof. Dr. V.K. Adamchuk/ Universität St. Peterburg, Dr. A. Ionov/ Akademie der Wissenschaften, Moskau, Dr. Y. Kucherenko/ Akademie der Wissenschaften, Kiev, Dr. M.C. Asensio/L.U.R.E., Paris und Prof. Dr. R. Miranda/ Universidad Autónoma, Madrid.


 

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Letzte Änderung: 31.05.2016