02.10.2026
MINT-EC-Camp „Mobilität der Zukunft“: Jugendliche entdecken die Welt der Verkehrssysteme
Mit strahlendem Sonnenschein und großer Motivation trafen sich vom 28. September bis zum 1. Oktober 2026 20 Schüler:innen aus ganz Deutschland an der Technischen Universität Dresden (TUD), um gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu erforschen. Das MINT-EC-Camp „Mobilität der Zukunft“ wurde von der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ und der Schulkontaktstelle der TU Dresden organisiert, in Kooperation mit dem nationalem Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC.
Ziel des Formats war es, verkehrswissenschaftliche Forschung erlebbar zu machen und junge Talente mit Wissenschaftler:innen in den Austausch bringt, aber auch die Vielfalt der beruflichen Optionen in Wirtschaft und Wissenschaft rund um das Thema Verkehr aufzuzeigen.
Mit hochwertigen und praxisnahen MINT-Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche wird die TUD selbst aktiv in der Förderung von MINT-Interesse als eine Reaktion auf den Fachkräftemangel im MINT-Bereich.
Forschung hautnah: Praxis, Technik und Teamwork im Fokus
Die Teilnehmenden tauchten in drei spannende Workshopgruppen ein, die die Vielfalt der modernen Verkehrssysteme in Theorie und Praxis vermittelten. In der Gruppe „Straßenverkehr“ (Professur für Fahrzeugmechatronik) bauten sie mit LEGO Mindstorms NXT eigene autonom programmierbare Roboterfahrzeuge. Mit der Herausforderung, Hindernisse zu erkennen, Routen zu absolvieren und sicher durch einen Parcours zu fahren, lernten sie grundlegende Prinzipien der Robotik, Programmierung und automatisierten Mobilität kennen.
„Es war schön, dass die Jugendlichen in doch recht knapper Zeit so viel erarbeiten konnten. Wir haben uns sehr über das Interesse an den Themen und auch über die vielen Fragen gefreut. Gerne wieder!“ resümiert Dipl.-Ing. Georg Beierlein (wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Fahrzeugmechatronik).
Wissenschaftlerin Kathi Ahnert betreut die Gruppe "Luftverkehr"
In der Gruppe „Luftverkehr“ (Professur für Technologie und Logistik des Luftverkehrs) tauchten die Jugendlichen in die Welt der Luftverkehrssicherheit ein. In einem interaktiven „Label Game“ – der sogenannten Air Object Label Challenge – mussten sie Objekte im Luftraum richtig identifizieren und klassifizieren. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die komplexen Sicherheitsanforderungen, die Technik hinter unbemannten Fluggeräten und das enorme Potenzial von Drohnen in der Zukunft der Luftfahrt.
Die Gruppe „Schienenverkehr“ (DB InfraGO-Stiftungsprofessur für Digitale Bahnsysteme) erlebte die Welt der Bahnsicherungstechnik hautnah: Mit einem realitätsnahen Simulator, der den Arbeitsplatz eines Fahrdienstleiters in einer Betriebszentrale nachbildet, übernahmen die Schüler:innen die Steuerung des Zugverkehrs. Sie stellten Weichen, setzten Signale, koordinierten mehrere Züge – und erlebten, wie eine einzige Störung, wie eine defekte Weiche, Kettenreaktionen im gesamten Netz auslösen kann. Ein eindrucksvoller Einblick in die Verantwortung, die hinter einem reibungslosen Bahnverkehr steht.
Labor-Tour, Exkursionen und ein Blick hinter die Kulissen
Neben den Workshops standen spannende Labor-Touren und Exkursionen im Mittelpunkt des Programms. Im Eisenbahnbetriebslabor (EBL) und im Flugsimulator A320 konnten die Teilnehmenden die Technik hinter modernen Verkehrssystemen hautnah erleben. Die Exkursion ins Verkehrsmuseum Dresden führte sie in das dyna mix lab, einen interaktiven Experimentier-Parcours mit über 18 Stationen, an denen sie selbst die Gesetze der Physik, der Dynamik und der Fahrzeugtechnik erforschen konnten – von Bremswegen über Kurvenfahrt bis hin zu Beschleunigungskräften.
Ein besonderer Höhepunkt war die Exkursion zu den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Dort erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Instandhaltung von E-Bussen, die Antriebstechnik, die Ladeinfrastruktur und intelligente Verkehrssysteme.
Neustadt-Tour und Studienalltag: Ein Blick hinter die Kulissen
Neben fachlichen Einblicken wurde auch das Studienleben und die Stadt Dresden erlebbar gemacht. Die Neustadt-Tour mit dem Fachschaftsrat Verkehrswissenschaften führte die Teilnehmenden durch die historische Altstadt über die Elbe in die lebhafte Dresdner Neustadt. Im Zusammenspiel mit der Campustour am Mittag ergaben sich realistische Einblicke in das studentische Leben an der TU Dresden, und die Möglichkeit, selbst bei Studierenden nachzufragen.
„Die Campustour sowie die Führung durch die Neustadt durch die Studis war besonders spannend und hat geholfen, die Uni noch einmal von einer anderen Seite kennen zu lernen“ berichtet ein Teilnehmer.
Abschluss: Postersession mit Publikumspreis
Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung präsentierten die Workshopgruppen Ihre Ergebnisse und Erkenntnisse in einer Postersession. Das Kondensieren von zwei Tagen intensiver Arbeit in einem einzelnen Poster war eine besondere Herausforderung, die die Gruppen herausragend meisterten. Die Teilnehmenden und das Publikum aus Wissenschaftler:innen, Studierenden und dem Organisationsteam von MINT-EC und der TUD stimmten anschließend über die gelungenste Posterpräsentation ab und kührten das Team mit dem Publikumspreis.
Netzwerkarbeit an der Schnittstelle Schule-Hochschule
MINT-EC-Camps sind Ausdruck einer starken Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Schule bzw. Schulnetzwerken und Forschung. Ein besondere Dank gilt der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“: Mit großem Engagement stellten sich Wissenschaftler:innen den Jugendlichen als Coaches zur Verfügung. Ihre fachliche Expertise, ihre Geduld und ihre Motivation prägten das Camp nachhaltig.
Die TU Dresden bietet ganzjährig Formate für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Studieninteressierte an:
- Schulnewsletter (6x jährlich): Aktuelle MINT-Angebote für Lehrkräfte und Schulen
- Junior-Campus-Newsletter (4x jährlich): Für Eltern, die ihre Kinder bei der Studienorientierung unterstützen möchten
- Uni testen: Alle Programme für Schüler:innen und Studieninteressierte
- WhatsApp-Channel der TU Dresden für Studieninteressierte
Kontakt
Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“
Lisa Dreßler
Öffentlichkeitsarbeit