18.10.2016

„Engineering for our Future!“: Gemeinsame deutsch-koreanische Konferenz erstmalig in Dresden zu Gast

Die ADeKo-Konferenz ist einer der wichtigsten Stützpfeiler der deutsch-koreanischen Zusammenarbeit und fand in den Vorjahren in der koreanischen Hauptstadt Seoul statt. Die diesjährigen Gastgeber sind die Landeshauptstadt Dresden, die Technische Universität Dresden sowie ADeKo, das Alumninetzwerk Deutschland-Korea.

Vom 16. bis 18. November 2016 findet – erstmals in Dresden – die 8. Deutsch-Koreanische ADeKo-Konferenz statt. Diese Konferenzreihe des Alumninetzwerkes Deutschland-Korea e. V. (ADeKo) ist eines der bedeutendsten Ereignisse der deutsch-koreanischen Zusammenarbeit und hat bisher ausschließlich in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul stattgefunden. Vor dem Hintergrund der international anerkannten Forschung in Dresden und der bestehenden engen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Korea wurde beschlossen, eine Einladung der Landeshauptstadt Dresden anzunehmen und die Konferenz erstmals nach Deutschland zu bringen.

Das Ziel der Konferenzen ist es, eine Plattform für den Austausch von Forschungsprojekten anzubieten, die Forschungszusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu fördern sowie und den Wissenschaftstransfer in die Industrie zu stärken. Universitäten, Institutionen und Unternehmen wird die Möglichkeit gegeben, internationale Partnerschaften zu entwickeln. Vorangegangene Veranstaltungen widmeten sich Themen wie „Green Growth against Climate Change“, „Basic Science“, „Research and Industry“ oder „Science and Innovation“ und wurden sehr gut angenommen, bis zu 500 Teilnehmer kamen zu den Konferenzen. Für die Dresdner Ausgabe 2016 wurde unter dem Titel „Engineering for our future“ ein Tagungskonzept entwickelt, das ein großes Themenspektrum rund um die Mikro- und Nanoelektronik bietet. Mehrere Sessions werden sich mit den aktuellen Feldern der Technolgieentwicklung wie 5G & Taktiles Internet, Robotik, Future Electronics, Energy Transition in Micro(Nano) Electronics, Digitalisierung oder eHealth beschäftigen. Der Bereich Wissenschaftstransfer spielt insbesondere mit Blick auf Start-Ups eine wichtige Rolle im Veranstaltungsprogramm.

Die Bedeutung der Konferenz wird auch durch prominente Beteiligung unterstrichen: Zur Eröffnung werden Grußworte von Hwangsik Kim, ehemaliger koreanischer Premierminister und heutiger Vorstandsvorsitzender des ADeKo Alumninetzwerkes, sowie vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich gesprochen. Bereits am Vorabend laden der koreanische Botschafter in Deutschland, Lee Kyoung Soo, und der sächsische Ministerpräsident zu einem festlichen Empfang ein.

Das fünfköpfige wissenschaftliche Supervising Board der Konferenz wird von Prof. Gerhard Fettweis, Vodafone Stiftungslehrstuhl für Mobile Nachrichtensysteme der TU Dresden, geleitet. Prof. Fettweis ist auch Koordinator des Elektronik-Exzellenzclusters Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) sowie des 5G Labs Germany. Insofern liegt es nahe, dass der Mobilfunk-Experte auch den Vorsitz einer der wissenschaftlichen Sessions innehat, die sich mit „Future Electronics - 5G and Tactile Internet“ beschäftigt.

Zum Rahmenprogramm der Konferenz gehören Besichtigungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie geführte Stadttouren. Einen kulturellen Glanzpunkt setzt auch der Auftritt das internationale Hochschulorchester der Hochschule für Musik Dresden mit starker Beteiligung koreanischer Studenten zur Eröffnung der Konferenz. Christoph Pollmann, Leiter des DAAD-Büros in Seoul und Koordinator der ADeKo-Konferenz Dresden 2016 betont den internationalen Aspekt der Veranstaltung: „Ich denke, wir haben mit dieser Konferenz die einmalige Chance, eine echte Festigung der vielfältigen Beziehungen zu erreichen und Menschen zusammen zu bringen, die den Forschungs- und Ausbildungsstandort Dresden positiv promoten wollen und werden.“

Die Konferenz wird gemeinsam organisiert von: Alumninetzwerk Deutschland-Korea e. V. (ADeKo), Landeshauptstadt Dresden, Technische Universität Dresden (TUD), Science and Technology Policy Institute (STEPI), RWTH Aachen, Fraunhofer-Gesellschaft, Korea Institute of Science & Technology Evaluation and Planning (KISTEP) und The Korean Scientists and Engineers Association in the FRG (VeKNI).

Kurzübersicht

  • 8. Deutsch-Koreanische ADeKo-Konferenz "Engineering for our future!"
  • Zeitraum: 16. – 18. November 2016
  • Veranstaltungsort: Internationales Congress Center Dresden, Ostra-Ufer 2, 01067 Dresden
  • Weitere Informationen, Programm & Anmeldung: https://www.korean-german-conference.de

Informationen für Journalisten:
Matthias Hahndorf
Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed)
Communications Officer
Tel.: +49 (0) 351 463-42847
matthias.hahndorf@tu-dresden.de

ADeKo
Das Alumninetzwerk Deutschland-Korea (ADeKo) e.V. ist das weltweit größte und einzige Landesnetzwerk von koreanischen Deutschland-Alumni. Es wurde 2006 mit Hilfe des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung gegründet. ADeKo ist seit 2013 ein durch das koreanische Auswärtige Amt (MoFA) eingetragener Verein. https://www.adeko.or.kr/deu

cfaed
Zum Exzellenzcluster für Mikroelektronik der Technischen Universität Dresden gehören elf Forschungsinstitute, darunter die Technische Universität Chemnitz sowie zwei Max-Planck-Institute, zwei Fraunhofer-Institute, zwei Leibniz-Institute und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Auf neun verschiedenen Pfaden forschen rund 300 Wissenschaftler nach neuartigen Technologien für die elektronische Informationsverarbeitung. Sie verwenden dabei innovative Materialien wie Silizium-Nanodrähte, Kohlenstoff-Nanoröhren oder Polymere. Außerdem entwickeln sie völlig neue Konzepte, wie den chemischen Chip oder Herstellungsverfahren durch selbstassemblierende Strukturen, bspw. DNA-Origami. Ziele sind zudem Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und das reibungslose Zusammenspiel der unterschiedlichen Bauelemente. Darüber hinaus werden biologische Kommunikationssysteme betrachtet, um Inspirationen aus der Natur für die Technik zu nutzen. Dieser weltweit einzigartige Ansatz vereint somit die erkenntnisgetriebenen Naturwissenschaften und die innovationsorientierten Ingenieurwissenschaften zu einer interdisziplinären Forschungsplattform in Sachsen. https://www.cfaed.tu-dresden.de

5G Lab Germany
Das 5G Lab Germany an der TU Dresden ist ein interdisziplinäres Team mit fast 600 Wissenschaftlern aus 22 Forschungsbereichen der TUD. Es wird gemeinsam von Prof. Gerhard Fettweis und Prof. Frank FItzek geleitet. Ziel ist es, Schlüsseltechnologien für die Entwicklung des 5G-Mobilfunkstandards zu liefern. Die Forschung findet in vier verschiedenen Bereichen statt: Wireless & Networks, Tactile Internet Applications, Silicon Systems und Mobile Edge Cloud. Es gibt mehr als 50 verbundene Industriepartner, darunter Vodafone, National Instruments, Nokia, Rohde & Schwarz, NEC, Claas, Ericsson und Deutsche Telekom. Der Exzellenzcluster "Center for Advancing Electronics Dresden" unterstützt das 5G Lab mit seinen drei systemorientierten Forschungsbereichen Orchestration, Resilience und Highly-Adaptive Energy-Efficient Computing (HAEC). https://www.5glab.de

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Letzte Änderung: 26.10.2016