23.06.2026
Innovative Forschung und internationales Engagement: Auszeichnung für Prof. Michael Kaliske
Prof. Michael Kaliske (rechts) erhält den Grand Prize der Japan Society for Computational Engineering and Science (JSCES) aus den Händen ihres Präsidenten Prof. Toshio Nagashima (Sophia-Universität Tokio)
Prof. Michael Kaliske von der Technischen Universität Dresden (TUD) ist mit dem Grand Prize der Japan Society for Computational Engineering and Science (JSCES) ausgezeichnet worden. Die JSCES ehrt mit diesem Preis Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Fachgebiet der Informationstechnik im Maschinenwesen über viele Jahre hinweg herausragende Forschungsleistungen erbringen und sich nachhaltig international engagieren. In der Begründung der Jury heißt es: „Durch seine mehr als zwei Jahrzehnte währende Lehrtätigkeit und seine bedeutende und innovative Forschung hat er das Fachgebiet des Computational Engineering maßgeblich geprägt.“
Prof. Kaliske lehrt und forscht seit 2006 am Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke der Fakultät Bauingenieurwesen an der TUD. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der numerischen Simulation viskoelastischer Materialien, der multiskaligen Strukturanalyse, der Unschärfequantifizierung sowie der multiphysikalischen Modellierung, insbesondere thermo‑hygro-mechanischer Kopplungsprobleme. Über 450 Publikationen und mehr als 11.000 Zitationen sind Ausdruck seines großen internationalen Einflusses in seinem Fachgebiet.
In der internationalen Gemeinschaft bekleidet Kaliske zahlreiche Leitungsfunktionen: Seit 2009 ist er Sekretär der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM), von 2016 bis 2020 war er Präsident der German Association for Computational Mechanics (GACM), und seit 2022 wirkt er als Vizepräsident der International Association for Computational Mechanics (IACM). Zudem hielt er weltweit vielbeachtete Plenarvorträge, zuletzt bei COMPSAFE 2025 in Kobe. Die deutsch‑japanische Zusammenarbeit in Fachbereich der Computational Mechanics stärkte er z. B. durch die German‑Japanese Workshops.