24.02.2026
Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day!
Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day!
Der Equal Pay Day veranschaulicht mit einem Stichtag den Unterschied in der durchschnittlichen Bezahlung von Männern und Frauen. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass dieser Unterschied, der mit Gender Pay Gap bezeichnet wird, seit 2024 in Deutschland 16 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich aus diesem Prozentsatz (16% von 365 Tagen) 58 Tage und damit das Datum 27.02.2026. Dieser Tag wird Equal Pay Day genannt. Er markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 01.01.2026 für ihre Arbeit bezahlt werden - gesetzt den Fall, dass Frauen und Männer den gleichen Stundenlohn für ihre Arbeit erhalten.
Informationen zu den Ursachen der Entgeltungleichheit, den Zielen des Equal Pay Day sowie zu weiteren Hintergründen bietet das Wiki der Equal Pay Day Kampagne. Ziel der Initiative ist es, auf die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam zu machen, ihre Ursachen zu analysieren und öffentlich zu benennen.
Seit 2008 wird die Kampagne vom Bundesfamilienministerium gefördert. Initiiert wurde sie von Business and Professional Women (BPW) e.V. Unter dem Motto equal pay every day wird auch 2026 mit vielen verschiedenen Veranstaltungen und Formaten in den Fokus genommen, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt.
In einer Presseinformation gibt das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen bekannt: “6 Prozent Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen in Sachsen 2025”. Weiter erfahren wir, dass der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern 2025 im Bundesdurchschnitt 16 Prozent betrug, jedoch in Ostdeutschland 5 Prozent und in Westdeutschland einschließlich Berlin 17 Prozent.
Die Hochschulen sind von diesem Phänomen nicht ausgenommen. Strukturelle Aspekte von Entgeltungleichheit im Hochschulkontext werden unter anderem in Folge 24 des hörenswerten Podcasts zum Equal Pay Day thematisiert. Darin sprechen Alexandra Kühnen und Christina Wolff von der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) über weiblich konnotierte Tätigkeiten in Sekretariaten, Fragen der Gehalts(in)transparenz, institutionelle Rahmenbedingungen wie Codes of Conduct sowie weitere gleichstellungspolitische Herausforderungen. An der TU Dresden wird das Thema im Handlungsfeld Universitätskultur und Governance des Gleichstellungskonzepts 2025 mit einer Maßnahme zum Gender Pay Gap bei Professor:innen adressiert. Ziel dieser Maßnahme sind der sukzessive Abbau von Gender Pay Gaps und eine Stärkung der Entgelttransparenz an der TU Dresden.