04.05.2026; Dialogveranstaltung
Universitätsforum "Zwischen Freiheit und Bedrohung. Wie begegnen wir antidemokratischen Herausforderungen?"
Prof. Dr. Anja Besand
Dr. Eric Vollmann
Kathrin Brömmer
Ludwig Firkert
Beleidigungen und Drohungen gegen Hochschulangehörige, Störungen von Lehrveranstaltungen, das öffentliche Infragestellen ganzer Forschungsfelder, politische Anfragen mit personalisierenden Listen oder Versuche, universitäre Entscheidungen unter ideologischen Druck zu setzen: solche Phänomene markieren eine wachsende Präsenz antidemokratischer Dynamiken im Hochschulkontext. Was international längst sichtbar ist, zeigt sich zunehmend auch an deutschen Universitäten.
Vor diesem Hintergrund erinnert das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz unmissverständlich daran, dass „freiheitliche Demokratie und Rechtsstaatlichkeit die unverrückbaren Säulen unseres Landes und seiner Institutionen“ (PM HRK 23.01.2024) sind und zugleich Voraussetzung für ein leistungsfähiges, international anschlussfähiges Hochschulsystem. Wissenschaftsfreiheit ist dabei die Grundlage wissenschaftlichen Erfolgs.
Forschungsthemen müssen frei gewählt und bearbeitet werden können; Forschung und Lehre dürfen nicht zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden. Ebenso zentral ist der verfassungsrechtliche Schutz vor Diskriminierung: Vielfalt, Internationalität und ein offener Campus sind keine Nebenbedingungen, sondern tragen wesentlich zur Qualität von Lehre und Forschung bei.
Die Veranstaltung greift diesen Spannungsbogen auf: Wie lassen sich Wissenschaftsfreiheit, offene Debatte und institutionelle Autonomie sichern, ohne die realen Risiken antidemokratischer Entwicklungen zu verharmlosen? In einem moderierten Podium diskutieren wir aus der Perspektive von Hochschulleitung, Studierendenschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Praxis aktuelle Herausforderungen, benennen Schutzlücken und entwickeln Handlungsoptionen.
Erfahrungen aus der Hochschulgemeinschaft werden dabei aktiv über interaktive Austauschformate und Mentimeter mit allen Teilnehmenden eingebunden. .Zum Abschluss lädt ein Markt der Möglichkeiten bei Kaffee und Keksen zum persönlichen Austausch ein. Dabei stellen sich universitäre und regionale Anlaufstellen vor und stehen für Fragen, Hinweise und Vernetzung zur Verfügung.
Veranstaltungssprache: Deutsch
Universitätsforum
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