ZIH-Info Nr. 199, Juli/August 2026
Inhaltsverzeichnis
- Grundsteinlegung für künftiges CIDS-Gebäude
- Erneuerung Speicher-Infrastruktur
- Verbesserung bei Softphone-Anruflisten
- ZIH beteiligt sich an EOSC Node Germany
- Award für Mixed-Precision-Forschung am ZIH
- Outstanding Paper Award bei der ACL 2026
- 20 Jahre digitale Infrastruktur an der TU Dresden
- Veranstaltungen
Redaktion: Jacqueline Papperitz
Grundsteinlegung für künftiges CIDS-Gebäude
Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat der Bau des künftigen CIDS-Gebäudes auf dem Campus der TU Dresden einen wichtigen Meilenstein erreicht. In dem Forschungsneubau südlich der Nöthnitzer Straße werden künftig auf rund 11.000 Quadratmetern bis zu 600 Beschäftigte des Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) arbeiten. Der Freistaat Sachsen und die Europäische Union investieren rund 101 Millionen Euro in das Vorhaben. Das neue Gebäude entsteht in direkter Nachbarschaft zur Fakultät Informatik und zum 2015 eröffneten Rechenzentrum und ergänzt dieses um moderne Arbeits-, Forschungs- sowie Begegnungsflächen. Gemeinsam schaffen beide Gebäude unter dem Namenspatronat des Informatik-Pioniers N. J. Lehmann optimale Voraussetzungen für digitale Infrastrukturen und wissenschaftsnahe IT-Services sowie interdisziplinäre Forschung und wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen. Weitere Informationen: https://tud.link/9bfswt. (Kontakt: Jacqueline Papperitz)
Erneuerung Speicher-Infrastruktur
Im Juni 2026 hat das ZIH erfolgreich den langfristigen Umbau der hausinternen Ceph-Umgebung auf neue Hard- und Software abgeschlossen. Bereits im Februar wurden sämtliche Daten auf moderne Server der Firma xFusion migriert. Zeitgleich erfolgte eine Aktualisierung des NFS-Services sowie ein Upgrade auf die neueste Ceph-Version. Für zusätzlichen Support bei der Ceph-Software hat das ZIH einen Wartungsvertrag mit der Firma Clyso abgeschlossen. Dieser garantiert schnelle Unterstützung bei eventuellen Problemen. Ergänzend sorgt ein Rahmenvertrag für Ceph-Hardware dafür, dass das ZIH optimal aufgestellt ist, um einen skalierbaren und leistungsfähigen Speicherdienst für Forschungsdaten bereitzustellen. (Kontakt: , Tel.: HA -40000)
Verbesserung bei Softphone-Anruflisten
Seit dem Update der Cisco-Telefonanlage im Juni 2026 werden Anrufe in Abwesenheit auch dann in der Anrufliste eines Softphones gespeichert, wenn die Nutzenden abgemeldet sind. Damit steht nun eine Funktion zur Verfügung, die viele Nutzende in der Pilotphase der Softphone-Einführung vermisst haben. Das Roll-out-Projekt zur Softphone-Einführung läuft planmäßig. Weitere Informationen sind im Intranet der TUD verfügbar: https://intranet.tu-dresden.de/spaces/GovernanceITundDigitalisierung/pages/466845712/Softphone. Für den TUD-internen Austausch zum Umgang mit dem Softphone steht zudem ein Matrix-Raum zur Verfügung: https://matrix.to/#/#softphone:tu-dresden.de. Für Serviceanfragen bleibt der Service Desk die zentrale Anlaufstelle. (Kontakt: , Tel.: HA -40000)
ZIH beteiligt sich an EOSC Node Germany
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das von der NFDI-Geschäftsstelle koordinierte Verbundprojekt „Building up EOSC Node Germany“ bewilligt. Das vom 1. August 2026 bis zum 31. Dezember 2027 geförderte Vorhaben vereint zehn deutsche Forschungs- und Infrastruktureinrichtungen. Die TU Dresden übernimmt im Verbund unter der Leitung des CDIO Prof. Lars Bernard die Koordination des Use Case „Storage Federation“, der am ZIH gemeinsam mit der RWTH Aachen umgesetzt wird. Ziel des Projekts ist der Aufbau des EOSC Node Germany als zentraler deutscher Zugangspunkt zur European Open Science Cloud (EOSC) Federation. Forschungsdaten, Dienste und Infrastrukturen aus Deutschland sollen so mit der europäischen Forschungsdatenlandschaft vernetzt werden, um ihre nachhaltige Nutzung und den grenzüberschreitenden Austausch zu erleichtern. Im Mittelpunkt des von der TUD koordinierten Use Case steht die Entwicklung einer föderierten Speicherinfrastruktur, die geografisch verteilte Speicherressourcen über standardisierte Schnittstellen verbindet und so eine flexible Datenmobilität sowie ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement ermöglicht. Damit wird eine zentrale technische Grundlage für FAIR-konforme und datenintensive Forschung innerhalb der EOSC Federation geschaffen. (Kontakt: Dr. Matthias Lieber)
Award für Mixed-Precision-Forschung am ZIH
Forschende des ZIH wurden auf der International Conference on Performance Engineering (ICPE) mit einem Best Emerging Paper Award ausgezeichnet. Das prämierte Positionspapier „A Taxonomy of Application Properties for Mixed-Precision Autotuning“ wurde federführend von Gülçin Gedik verfasst, die aktuell als NHR-Stipendiatin am ZIH promoviert. Gemeinsam mit zwei Kollegen aus der ZIH-Gruppe zur Energieeffizienzforschung untersuchte sie systematische Ansätze, mit denen sich wissenschaftliche Anwendungen für Mixed-Precision-Autotuning identifizieren lassen. Im Fokus der Arbeit stehen zentrale Eigenschaften von Anwendungen, wie etwa Laufzeitverhalten, numerische Anforderungen und Hardwarekonfigurationen. Diese Faktoren bestimmen, ob eine Reduktion der numerischen Präzision sinnvoll ist – mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu senken und die Rechenleistung in HPC-Systemen besser auszubalancieren. Mit ihrem Ansatz beschreiben die Autor:innen eine Methode, die es ermöglicht, bereits im Vorfeld zu bewerten, ob Software für Mixed-Precision-Optimierungen geeignet ist. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Performance-Engineering und zur Förderung energieeffizienter High-Performance-Computing-Lösungen am ZIH. Weitere Informationen: https://doi.org/10.1145/3777911.3801102. (Kontakt: Dr. Robert Schöne)
Outstanding Paper Award bei der ACL 2026
Auf dem 64th Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics (ACL) wurden Zhan Qu und Prof. Michael Färber von ScaDS.AI Dresden/Leipzig mit dem Outstanding Paper Award ausgezeichnet. Ihre prämierte Arbeit “MediEval: A Unified Medical Benchmark for Patient-Contextual and Knowledge-Grounded Reasoning in LLMs” befasst sich mit der Frage, wie zuverlässig große Sprachmodelle medizinische Entscheidungen unterstützen können. In der klinischen Praxis reicht medizinisches Wissen allein nicht aus: Empfehlungen müssen auch zur individuellen Situation einer Patientin oder eines Patienten passen. Hierfür entwickelten die Forschenden einen Benchmark, der bewertet, ob Sprachmodelle medizinisches Fachwissen korrekt mit patientenspezifischen Informationen verknüpfen. Anders als viele bisherige Benchmarks prüft MediEval nicht nur medizinisches Wissen, sondern auch, ob Modelle individuelle Patientenkontexte richtig interpretieren. Die Analyseergebnisse zeigen, dass Modelle sicherheitskritische Fehler machen können – selbst wenn das zugrunde liegende medizinische Wissen korrekt ist. Die Arbeit trägt damit zur Entwicklung vertrauenswürdiger KI für den klinischen Einsatz bei. Weitere Informationen: https://scads.ai/acl-2026/. (Kontakt: Prof. Michael Färber)
20 Jahre digitale Infrastruktur an der TU Dresden
Das ZIH hat am 17. Juni sein 20-jähriges Bestehen an der TUD gefeiert. Die Jubiläumsveranstaltung bot Gelegenheit, die Entwicklung des ZIH von einem universitären Rechenzentrum zu einem zentralen Akteur im digitalen Wissenschaftssystem zu würdigen. In Grußworten aus Wissenschaft und Politik sowie in Fachbeiträgen wurde die wachsende Bedeutung leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen für Forschung, Lehre und Verwaltung hervorgehoben. Dabei standen die Entwicklung universitärer Informationsinfrastrukturen von den Anfängen des Zentrums bis zu seiner heutigen Rolle innerhalb des wissenschaftlichen Ökosystems im Mittelpunkt. Besonders betont wurde das Zusammenspiel von Infrastruktur, Methodenentwicklung und Forschung sowie die Bedeutung langfristiger Kooperationen als Grundlage moderner datengetriebener Wissenschaft. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Politik widmete sich anschließend den Perspektiven digitaler Forschungsinfrastrukturen, technologischer Souveränität und künftigen Kooperationsmodellen. Weitere Informationen: https://tu-dresden.de/zih/news/jubilaeum-20-jahre-zih. (Kontakt: Jacqueline Papperitz)
Veranstaltungen
- Softphone-Sprechstunde: 27.07. sowie 03. ,10., 17., 24. und 31.08.2026, jeweils 10:00–11:00 Uhr, jeweils 10:00–11:00 Uhr (online)
- Offene Q&A-Session für Nutzende der NHR@TUD Rechen-Cluster: 27.07. sowie 03., 10., 17., 24. und 31.08.2026, jeweils 13:30–14:30 Uhr, jeweils 10:00–11:00 Uhr (online)
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21.07.2026, 15:45–18:00 Uhr: ScaDS.AI Dresden/Leipzig Meetup goes Dresden – Networking in Dresden’s AI Community (ScaDS.AI Dresden/Leipzig, Strehlener Straße)
- 06.08.2026, 16:40 Uhr: From Understanding Language to Assisting Humans: Context-Aware AI for Communication and Software (APB, online)
- 19.08.2026, 14:50–16:20 Uhr: #1 Shift your Perspective – Bias in Design and Creation of Digital Bodies, Worlds and Futures (Merkelbau)
- 03.–04.09.2026, 09:00–16:00 Uhr: Resilient AI: Securing Large Language Models (ScaDS.AI Dresden/Leipzig, Strehlener Str.)