16.02.2026
VIDIS-Workshop mit dem Schullogin-Team am ZLSB
Am 15. Januar 2026 fand am ZLSB ein Workshop im Rahmen des bundesweiten VIDIS-Projekts statt, zu dem das Schullogin-Team gemeinsam mit dem verantwortlichen Medieninstitut der Länder FWU ("FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht“) eingeladen hat.
„VIDIS“ steht für „Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement (IDM) in Schulen“ und erleichtert die Anbindung von digitalen Bildungsangeboten an die Identitätsdienste aller Bundesländer – in Sachsen ist dies Schullogin. Durch die technische Standardisierung und eine datenschutzrechtliche Vorprüfung der Angebote wird der Aufwand bei der Anbindung neuer Dienste für die IDMs der Länder verringert. In Sachsen haben Nutzende von Schullogin dadurch bereits für vier Dienste Zugriff per Single Sign-On: Die Mathematik-Lernplattform bettermarks, die Austauschplattform für Lehrkräfte beruflicher Schulen HubbS, das Suchportal für Unterrichtsvideos für die Lehrkräfteausbildung Meta-Videoportal sowie das digitale Noten- und Klassenbuch beste.schule.
Das Ziel des Workshops war, eine Erweiterung des VIDIS-Standards zu konzipieren: Nutzende von Schullogin bzw. den entsprechenden IDM-Diensten anderer Bundesländer haben häufig multiple Rollen oder Funktionen an einer Schule inne oder sind an mehreren Schulen bzw. in mehreren Schulkontexten gleichzeitig tätig. Im Sinne der Rollen oder Funktionen sind Lehrkräfte beispielsweise für eine Klasse die Klassenleitung, für eine andere ausschließlich Fachlehrkraft; haben neben der Lehrtätigkeit eine Rolle in der Schulleitung oder sind an das Landesamt für Schule und Bildung abgeordnet. Um bei der Anmeldung an einen digitalen Dienst steuern zu können, in welcher Rolle, Funktion oder welchem Schulkontext die Nutzung erfolgen soll, muss das Datenmodell von VIDIS und den angeschlossenen Systemen erweitert und standardisiert werden.
Beim Workshop, der maßgeblich durch das Schullogin-Team am ZLSB konzipiert und ausgestaltet wurde, kamen dafür 12 Fachleute aus Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen zusammen, um entsprechende Anforderungen zusammenzutragen und Lösungsansätze zu diskutieren. In naher Zukunft werden die erzielten Ergebnisse wiederum als Grundlage für die weitere Diskussion und Ausarbeitung in der bundesweiten VIDIS-Arbeitsgruppe „Technik“ sowie beim FWU dienen. Dies wird langfristig auch die Anbindung von neuen digitalen Bildungsangeboten im Freistaat Sachsen erleichtern.