18.09.2026
Unsere Pflanze der Woche: Die Küsten-Banksie
Banksia integrifolia L.f.
Im Kübelpflanzen-Revier ziehen derzeit die markanten, zylinderförmigen Blütenstände der Küsten-Banksie (Banksia integrifolia L.f.) viele Blicke auf sich.
Sie gehört zur Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae), die ausschließlich auf der Südhalbkugel vorkommen. Der immergrüne Baum oder Strauch kann in freier Natur bis zu 20 Meter hoch werden. Die lateinische Artbezeichnung „integrifolia“ bedeutet „ganzes Blatt“ und verweist auf die charakteristisch ganzrandigen Blätter, durch die sich die Art von anderen Banksien unterscheidet.
Banksia integrifolia kommt im Osten Australiens vor und ist dort auf sandigen Böden entlang der Küste, aber auch im Bergland, weit verbreitet. Die Art gilt als widerstandsfähig und kann schützend gegen Erosion an Küsten wirken.
Ihre pollen- und nektarreichen Blütenstände sind eine wichtige Nahrungsquelle für die australische Tierwelt. An ihnen fressen unter anderem Blüten-Fledermäuse, verschiedene Honigfresser-Arten sowie Insekten. Die faszinierende Blütenbiologie der Banksien haben wir bereits 2020 in einem „Pflanze der Woche“-Porträt näher vorgestellt (Banksia serrata).
Erst Monate nach der Blüte entwickeln sich aus den imposanten Blütenständen zapfenartige Gebilde mit extrem harten Balgfrüchten, die lange Zeit überdauern können. Damit sind sie perfekt an ihren Lebensraum angepasst, denn in Australien gehören regelmäßige Buschfeuer und Brände zum natürlichen Kreislauf. Als sogenannte Feuerpflanzen (Pyrophyten) benötigen Banksien diese Feuereinwirkung, um ihre Samen frei geben zu können. In der fruchtbaren Asche können sie anschließend gut keimen.
Neben Feuern schaffen es auch Kakadus mit ihren kräftigen Schnäbeln die Früchte zu knacken. Die nahrhaften Samen sind eine wichtige Nahrungsquelle für sie.
(KW 38/2026)
Etwa 10.000 Pflanzenarten wachsen im Botanischen Garten der TU Dresden. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen regelmäßig ein Beispiel aus dieser Vielfalt näher vor. Die Besonderheiten unserer wissenschaftlichen Pflanzensammlung zeigen sich auf vielerlei Art und Weise: in erstaunlichen Anpassungen, wunderlichen Namen, einer interessanten Verwendung oder auch in einer außergewöhnlichen Blütenpracht.
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