Laufende Projekte
Verbundvorhaben: RePaPro - Stoffliche Nutzung von Weichlaubgehölzen im Hochbau. Nutzungsstrategien für Gehölze aus Kalamitäts-Folgewaldgesellschaften im Thüringer Wald
Laufzeit: 01.05.2026 - 30.04.2028
Projektträger: Projektträger Jülich
Bündniskoordinator: Fachhochschule Erfurt, Dekan der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forstwirtschaft, Professur für Waldarbeit, Forsttechnik und Forstnutzung
Projektpartner:
- Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gemeinnützige GmbH (IAB) - Verbundkoordinator
- TU Dresden, Professur für Holztechnologie und holzbasierte Bioökonomie (TUD-HFT)
- TU Dresden, Professur für Forstnutzung (TUD-FN)
Teilvorhaben 2 (TUD-HFT, TUD-FN)
„Untersuchung geeigneter Holzsortimente und Entwicklung von Dämmwerkstoffen sowie Entwicklung von Wärmedämmsystemen und Demonstrator-Wandelementen3D-Druck mit holzbasierten Werkstoffen. Entwicklung einer ressourceneffizienten, additiven Fertigungstechnologie zur Herstellung langlebiger Konsumgüter.“
Im Zuge des Bündnisses „Holz-21-regio“ soll das Projekt RePaPro einen Beitrag leisten, um die regionale Wertschöpfung im Wald- und Holzbereich in Thüringen zu stärken. Ziel des Teilprojektes 2 ist es, Menge und Dimension von Pionierbaumarten (Birke, Pappel, Weide, Eberesche) zur stofflichen Nutzung für Faserdämmstoffplatten abzuschätzen und ihre Eignung dafür zu überprüfen. Des Weiteren sollen Dämmwerkstoffe verschiedener Ausführung entwickelt und für die Fertigung von Wärmedämmsystemen und Demonstrator-Wandelementen eingesetzt werden. Diese sollen insbesondere für eine serielle Verarbeitung geeignet sein. Für die Herstellung der Dämmwerkstoffe soll außerdem ein Fertigungsverfahren konzeptionell entwickelt werden bzw. sind die Parameter bekannter Verfahren und Technologien an die Besonderheiten der neuen Holzsortimente anzupassen.
Verbundvorhaben: Entwicklung selbstformender, geschwungener Holzmöbel; Teilvorhaben 2: Materialcharakterisierung und Langzeitverhalten der selbstformenden Elemente - Akronym: SefoMoe
Projektleiter: Prof. Dr. Markus Rüggeberg
Laufzeit: 01.07.2023 - 31.12.2026
Projektträger: FNR
Sitzmöbel bestehen vielfach aus gekrümmten Komponenten. Bei Sitzmöbeln aus Holz werden die Krümmungen durch externe Kräfte mittels individuell geformter Presswerkzeugen realisiert. Das Projekt hat zum Ziel, gekrümmte Holzkomponenten für Sitzmöbel in einem neuartigen Selbstformungsprozess zu realisieren. Der Prozess beruht auf der anisotropen Struktur des Holzes, die sich in dem anisotropen Schwindverhalten niederschlägt. Bei einem Bilayer mit kreuzweiser Anordnung der zwei verleimten Schichten führt dies im Trocknungsprozess zu einer Krümmung, die "in das Material" programmiert und vorhergesagt werden kann. Es sollen Sperrmechanismen entwickelt werden, die bei vorgegebener Krümmung einrasten und die durch Inhomogenität in der Holzanatomie ausgelöste Krümmungsvariabilität stark eingrenzen und dadurch Präzision und Formstabilität gewährleisten. Die gekrümmte Form wird ohne externe Kräfte und Presswerkzeuge realisiert. Dies ermöglicht eine flexible Produktion mit unterschiedlichen Krümmungen und Geometrien für kleine und mittlere Unternehmen. Durch die Verlagerung des Trocknungsprozesses unmittelbar vor die Nutzung des Möbels können diese im noch flachen Zustand transportiert werden, was zu einer signifikanten Reduktion des Transportvolumens führt. Zusammen mit einem digitalen Design und einer neuen Formensprache ist es übergeordnetes Ziel des Projekts, mithilfe der Selbstformungstechnologie eine ökonomische, kundenzentrierte Individualisierung im Möbelbau zu ermöglichen, einer der Kernpunkte von "Industrie 4.0".
Verbundvorhaben: Additive Fertigung in der Spielwaren- und Möbelindustrie. Teilprojekt A: Technologieweiterentwicklung mit Anwendungspartnern: Materialentwicklung und Upscaling - Akronym: AFIN
Projektleiter: Prof. Dr. Markus Rüggeberg
Laufzeit: 01.12.24 - 31.05.26
Projektträger: PT-J (BMBF)
Das Projekt AFIN zielt darauf ab, die Technologie der additiven Fertigung mit holzbasierten Werkstoffen in die Praxis zu überführen. Im Rahmen der Transferstrategie sollen Unternehmern in Sachsen, aber auch darüber hinaus, die Möglichkeiten der neuen Technologie aufgezeigt werden. Interessenten sind zu identifizieren, der 3D-Druck ist in Workshops zu demonstrieren, neue Anwendungsmöglichkeiten sind zu erschließen und gemeinsam mit den Praxispartnern sind Material und Technologie weiterzuentwickeln. Das Gesamtziel besteht in der Schaffung eines regionalen 3D-Druck-Innovationsökosystems, das die Grundlagen für mehr Nachhaltigkeit in der Holzverarbeitung schafft.
Das Teilprojekt A umfasst mehrere Ziele:
- Die Aufmerksamkeit potentieller Anwender der Technologie ist durch Publikationen in fachnahen Printmedien zu wecken.
- Forschungsergebnisse sind in Workshops zu vermitteln.
- Neue Anwendungsgebiete sind zu erschließen.
- Das Feedback, das die Workshop-Teilnehmer geben, ist zielgerichtet auszuwerten.
- Die Technologie (Material und Verfahren) ist auf Grundlage des Anwender-Feedbacks weiterzuentwickeln.
- Die Technologie ist auf die Bedürfnisse der Anwender hin anzupassen.
Einen Eindruck in die innovative Forschung von Dr. Michael Rosenthal gibt das folgende Video mit dem Titel "Revolutionizing 3D-Printing of Wood with Liquid Deposition Modelling":